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Vitalik Buterin fordert optionsbasierte DeFi als revolutionären Ersatz für Liquidationen und CDPs

Vitalik Buterin fordert optionsbasierte DeFi als revolutionären Ersatz für Liquidationen und CDPs

CryptopolitanDE
Veröffentlichungszeit:
2026-06-01 22:41:21
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Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat heute auf Ethereum Research und X einen bahnbrechenden Vorschlag veröffentlicht, der die dezentrale Finanzwelt (DeFi) grundlegend umkrempeln könnte. Der Plan sieht vor, synthetische Vermögenswerte auf Basis von Optionen neu zu gestalten – eine radikale Abkehr vom traditionellen Schulden- und Liquidationsmodell, das derzeit von den meisten algorithmischen Stablecoins und Perpetual Futures verwendet wird. Buterin argumentiert, dass diese Innovation das System sicherer und widerstandsfähiger machen würde, indem sie die riskanten Zwangsveräußerungen überflüssig macht, die oft zu Marktcrashs führen.

Was ändert Vitaliks DeFi Vorschlag?

Die derzeitigen DeFi Synthetiken funktionieren über besicherte Schuldpositionen (CDPs), bei denen ein Benutzer ETH sperrt, einen synthetischen Dollar leiht und mit einer Zwangsliquidation rechnen muss, wenn der Wert der Sicherheiten unter einen Schwellenwert fällt. 

Laut einem Beitrag von Ethereum Research hängt diese Liquidation davon ab, dass ein Echtzeit-Preisorakel auch unter Belastung präzise funktioniert.

Laut Buterin ist diese Abhängigkeit die größte Schwachstelle des Modells, da Echtzeit-Orakel nur auf eine kleine Anzahl automatisierter Akteure zurückgreifen können, die Live-Kursdaten überwachen. Sie lassen keinen Raum für Streitbeilegung, Rechtsmittel oder die Art von langsamer, aber sicherer Verifizierung, die Prognosemärkte bereits nutzen, schrieb er.

Warum bevorzugt Vitaalik langsame Orakel gegenüber schnellen?

Einer der Nachteile des Designs ist, wie Vitalik bereits erwähnte, dass dadurch die Notwendigkeit von sofortigen Preisdaten entfällt. 

Oracles müssen ihren Wert erst bei Fälligkeit melden, was Wochen oder Monate dauern kann. Diese Verzögerung öffnet jedoch Tür und Tor für Verifizierungsmethoden, die in Echtzeit unpraktisch sind, darunter auch Streitbeilegungsverfahren im Stil von Prognosemärkten, bei denen ein langsames, aber sicheres Backstop-Orakel Meinungsverschiedenheiten schlichtet.

Im April forderte Buterin einen „Median aus drei unabhängigendent “ als obligatorischen Abrechnungsmechanismus für Prognosemärkte, nachdem ein Händler auf Polymarket angeblich 34.000 US-Dollar durch die Manipulation eines Pariser Wettersensors mit einem Föhn verdient hatte. Er bezeichnete auf nur einer Quelle basierende Prognosen als inakzeptables Zentralisierungsrisiko für Märkte mit Hunderten von Millionen Dollar Einsatz.

Im Mai ging er noch weiter und bezeichnete die Qualität von Orakeln als „das größte Problem für“ Vorhersagemärkte. Er plädierte für dezentrale Orakel mit privater Abstimmung, um Manipulationen zu widerstehen, wie Cryptopolitan damals berichtete.

Wie werden die Nutzer synthetische Dollar halten?

Das Optionsmodell verlagert die Verantwortung für den Währungsausgleich von einem automatisierten Protokoll auf die einzelnen Nutzer. 

Ein Nutzer, der in US-Dollar investieren möchte, kauft tief im Geld liegende P-Token mit Ausübungspreisen weit unter dem aktuellen ETH-Kurs. Sobald sich der ETH-Kurs dem Ausübungspreis annähert, wechselt der Nutzer zu Optionen mit niedrigeren Ausübungspreisen, erklärt der Beitrag Ethereum Research.

Laut Buterin fühlen sich bei liquidationsbasierten synthetischen Produkten normale Marktbedingungen stabil an, bis ein plötzlicher, erzwungener Ausstieg die Position vollständig auslöscht. Bei optionsbasierten synthetischen Produkten hingegen führen extreme Kursbewegungen zu einer allmählichen, quadratischen Abweichung vom Ziel-Exposure anstatt zu einem abrupten Verlust. Der Anleger behält die Kontrolle darüber, wann und wie er Anpassungen vornimmt.

Der Vorschlag bestätigt , dass das Design mit Skalar-Prognosemärkten identisch istdentein Format, das bereits existiert und seit Jahren gehandelt wird. Diese Überschneidung bedeutet, dass optionsbasierte synthetische Produkte die Oracle-Infrastruktur mit Prognosemarktplattformen teilen könnten, was die Sicherheit für beide erhöht.

Was bedeutet das für das gesamte DeFi Ökosystem?

Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Buterin weiterhin versucht, Prognosemärkte in Richtung gesellschaftlich nützlicherer Anwendungen zu lenken. In einem Beitrag auf X im Februar warnte er davor, dass Plattformen durch die Jagd nach kurzfristigen Kryptopreiswetten und Sportwetten zur Umsatzgenerierung „zu stark auf eine ungesunde Produkt-Markt-Passung“ ausgerichtet seien. 

Er nannte den Trend „Corpora-Slop“ und erklärte außerdem, dass sich der Sektor in Richtung eines allgemeinen Hedgings bewegen sollte, bei dem beide Seiten eines Handels langfristig profitieren.

Diese Absicherungsvision steht in Verbindung mit dem am 1. Juni veröffentlichten Optionsrahmen. Wenn Prognosemärkte und DeFi Synthetikprodukte dasselbe Orakel und dieselbe Abwicklungsschicht nutzen, könnten Benutzer personalisierte Körbe realer Ausgaben absichern, anstatt nur einen einzelnen Dollar-Peg trac.

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