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TeraWulf startet 1-GW-KI-Campus in Kentucky: Aktie schießt um 10 % hoch

TeraWulf startet 1-GW-KI-Campus in Kentucky: Aktie schießt um 10 % hoch

CryptopolitanDE
Veröffentlichungszeit:
2026-05-27 00:15:14
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Bitcoin-Miner TeraWulf wagt den Quantensprung in die KI-Infrastruktur: Auf einem 115 Hektar großen Gelände im Osten Kentuckys entsteht der „Muskie Data Campus“ – ein Rechenzentrum mit über einem Gigawatt (GW) Leistung für KI- und Hochleistungsrechner. Die Ankündigung katapultierte die Aktie am gestrigen Handel um 10,3 % auf 25,18 US-Dollar. Damit reiht sich TeraWulf in die wachsende Riege von Tech- und Energieunternehmen ein, die sich den Zugang zu riesigen Stromnetzen sichern – ein klares Signal für die bullische Zukunft von Rechenleistung als neuem Digital Asset.

Die nächste große Schlacht der KI dreht sich um Elektrizität

KI-bezogene Aktien setzten ihren Aufwärtstrend fort. Anleger kauften verstärkt Aktien von Bitcoin Minern, da der Trend zu Rechenzentren und KI-Infrastruktur zunimmt. Hut 8 legte um mehr als 6 % zu, Keel um 6,5 %. Micron erreichte nach der Anhebung des Kursziels durch UBS ein Rekordhoch von fast 20 %. Auch AMD gewann weitere 5 %.

Der globale Kryptomarkt brach ein. Seine kumulierte Marktkapitalisierung sank um rund 2 % auf 2,54 Billionen US-Dollar. Bitcoin Kurs fiel auf etwa 75.000 US-Dollar zurück, während Ether bei rund 2.100 US-Dollar notiert.

Ein KI-Campus mit einer Kapazität von 1 GW gilt heute als Hyperscale-Infrastruktur. Anlagen dieser Größe können Berichten zufolge Millionen von hochentwickelten KI-Chips und große Trainingscluster für KI-Modelle der nächsten Generation unterstützen. Sie übertreffen viele traditionelle Cloud-Campusse, die im letzten Jahrzehnt entstanden sind.

Investoren haben Halbleiter über Jahre hinweg als Haupthindernis für das Wachstum von KI . Diese Sichtweise ändert sich nun rasant. Der Zugang zu Elektrizität, die Übertragungsinfrastruktur und die Genehmigungen der Energieversorger entwickeln sich zum eigentlichen Engpass.

Das Projekt in Kentucky passt genau in diesen Trend. Berichten zufolge arbeitete Microsoft bereits im Zusammenhang mit der Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks Three Mile Island mit Constellation Energy zusammen. Dabei ging es um eine geplante Kapazität von rund 800 MW. Amazon und Talen Energy planen derweil den Bau von rund 2 GW dedizierter Stromkapazität für KI-Rechenzentren.

TeraWulfs KI-Strategie beginnt sich auszuzahlen

Die Internationale Energieagentur schätzt, dass sich der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren bis 2030 auf rund 945 Terawattstunden nahezu verdoppeln könnte. Hauptgrund hierfür sind KI-Workloads. Goldman Sachs prognostiziert unterdessen einen Anstieg des weltweiten Strombedarfs von Rechenzentren um etwa 50 % bis 2027. Bis 2030 könnte dieser sogar um 165 % steigen.

Man geht davon aus, dass die Rechenzentren derzeit etwa 4 bis 5 % des nationalen Stromverbrauchs in den USA ausmachen. Prognosen zufolge könnte dieser Anteil bis zum Ende des Jahrzehnts auf 9 % steigen.

Kentucky Power errichtet Berichten zufolge ein 345-kV-Umspannwerk, das an ein 765-kV-Übertragungsnetz angeschlossen ist. Es wäre in der Lage, den Strombedarf im industriellen Maßstab zu decken. TeraWulf hat jedoch bereits Übertragungs- und Energiedienstleistungsverträge im Zusammenhang mit dem Projekt abgeschlossen. Die Inbetriebnahme soll schrittweise erfolgen.

Das Unternehmen plant, die ersten 500 MW in der zweiten Jahreshälfte 2028 ans Netz zu bringen. Weitere 500 MW könnten in der zweiten Jahreshälfte 2030 folgen.

TeraWulf betreibt bereits eine weitere Anlage mit einer Leistung von 480 MW in dem Bundesstaat. Damit beherbergt Kentucky nun mehrere große KI- und Hochleistungsrechenzentren.

TeraWulf hat sein Geschäftsmodell ursprünglich auf Bitcoin Mining aufgebaut. Mittlerweile hat sich das Unternehmen jedoch auf KI und HPC-Hosting verlagert. Dieser Wandel spiegelt sich bereits in den Finanzergebnissen wider. Im ersten Quartal 2026 erzielte TeraWulf einen Umsatz. Davon stammten 21 Millionen US-Dollar aus HPC-Leasing-Aktivitäten.

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