Walmart stürmt den Nasdaq 100 am 20. Januar – AstraZeneca muss Platz machen

Der Einzelhandelsriese übernimmt. Ab dem 20. Januar wird Walmart den Platz von AstraZeneca im prestigeträchtigen Nasdaq 100 einnehmen – ein klarer Wechsel von Pharma zu Massenkonsum.
Was der Wechsel wirklich bedeutet
Der Index-Durchbruch ist mehr als nur ein symbolischer Akt. Er spiegelt die schiere Marktmacht und die allgegenwärtige Präsenz des Einzelhändlers wider, während traditionelle Sektoren wie die Pharmaindustrie an relativer Bedeutung verlieren. Der 20. Januar markiert nicht nur ein Datum, sondern einen Richtungswechsel.
Ein Wink für die Zukunft der Märkte?
Die Aufnahme unterstreicht, wo das wahre Wachstum – und das Vertrauen der Anleger – heute liegt: in Unternehmen, die den täglichen Puls der Verbraucher bedienen. Ein kluger Schachzug oder nur ein weiteres Index-Rebalancing, um die Illusion von Bewegung zu wahren? Manchmal sagt ein Wechsel im Index mehr über die Trägheit der alten Garde aus als über die Stärke des Neuen.
Erwarteter Investitionsanstieg
Viele hatten erwartet, dass Walmart im Rahmen der jährlichen Überprüfung im Dezember aufgenommen würde, doch der Zeitpunkt passte nicht. Laut Branchenexperten erfolgte der Wechsel des Unternehmens zu spät, um die Frist für die Marktdatenerhebung einzuhalten.
Der in Arkansas ansässige Einzelhändler mit Hauptsitz in Bentonville hat mittlerweile einen Markt im Wert von fast einer Billion US-Dollar. Die Umsätze wachsen stetig, und das Unternehmen gewinnt kontinuierlich neue Kunden, die nach günstigen Basisprodukten suchen. Der Online-Handel in den USA dürfte noch in diesem Jahr profitabel werden, während die Einnahmen aus Werbung, dem Online-Marktplatz und Mitgliedsbeiträgen weiter steigen.
Das Unternehmen setzt künstliche Intelligenz verstärkt in verschiedenen Bereichen ein, beispielsweise bei der Personaleinsatzplanung und der Lieferkettensteuerung. Kunden können nun die von Walmart gemeinsam mit OpenAI entwickelten KI-Tools nutzen.
Betrachtet man die Kursgewinne über drei Jahre, so stiegen die Walmart-Aktien unter Einbeziehung der Renditen um 146 %, während die AstraZeneca-Aktien nur um 42 % zulegten.
Der Ausstieg von AstraZeneca aus dem Index ist ein weiterer Rückschlag für den Pharmakonzern seit seinen besten Zeiten während der Pandemie. Das Unternehmen war danktronVerkaufszahlen seines Covid-19-Impfstoffs in den Index aufgenommen worden. Doch diese Zahlen brachen ein, und die Anleger konzentrierten sich stattdessen verstärkt auf Abnehmpräparate von Konkurrenzunternehmen.
Der Nasdaq 100 bildet die hundert größten Unternehmen der Nasdaq ab, die nicht aus dem Finanzsektor stammen. Hunderte Milliarden Dollar an Anlageprodukten hängen von ihm ab. Bis Dezember 2025 werden über 600 Milliarden Dollar an Vermögenswerten über ETFs dem Index folgen. Allein der Invesco QQQ Trust Series 1 verwaltet laut Nasdaq 408 Milliarden Dollar.
Im vergangenen Jahr legte der Nasdaq 100 inklusive Renditen um etwa 21 % zu und übertraf damit den S&P 500 mit 18 % und den Dow Jones Industrial Average mit 16 %.
Führungswechsel bei Walmart
Unterdessen plant Doug McMillon, Vorstandsvorsitzender von Walmart, im Februar nach über zehn Jahren an der Spitze des Unternehmens und dem Ausbau des Online-Geschäfts in den Ruhestand zu gehen. Sein Nachfolger wird John Furner, der das US-Geschäft leitet. Branchenkenner hatten diesen Wechsel schon lange erwartet.
Furner, 51 Jahre alt, übernimmt die Führung bei Walmart, während das Unternehmen mit rasanten Veränderungen im Bereich der künstlichen Intelligenz, unsicheren wirtschaftlichen Bedingungen und weltweiten Veränderungen der Belegschaft konfrontiert ist. Walmart ist kürzlich eine Partnerschaft mit OpenAI eingegangen , um Kunden den direkten Kauf von Produkten über ChatGPT zu ermöglichen. Laut Walmart trägt die Automatisierung dazu bei, die weltweite Belegschaft bei rund 2 Millionen Mitarbeitern zu halten.
„Walmart schließt das Kapitel ab, in dem es um den Aufbau einer soliden digitalen Grundlage ging, und konzentriert sich nun auf die Eskalation und Beschleunigung der KI“, sagte David Bellinger, Analyst bei Mizuho.
McMillon wurde 2014 CEO und erklärte, er arbeite seit zwanzig Jahren mit Furner zusammen. Er ist überzeugt, dass Furners Führungsqualitäten das Unternehmen voranbringen werden. Furner SEI „wie kein anderer geeignet, das Unternehmen durch diese nächste KI-getriebene Transformation zu führen“, so McMillon.
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