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PwC erweitert Krypto-Beratung: Wirtschaftsprüfung, Steuern & Zahlungen im Fokus

PwC erweitert Krypto-Beratung: Wirtschaftsprüfung, Steuern & Zahlungen im Fokus

Published:
2026-01-05 02:59:53
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PwC berät Kryptokunden nun in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuern und Zahlungen

Die Big Four schlagen zurück. PwC rollt seinen umfassenden Beratungsdienst für Krypto-Assets aus – und zielt direkt auf die schmerzhaften Punkte der Branche ab: Compliance, steuerliche Fallstricke und Zahlungsabwicklung.

Vom Prüfungsgutachten bis zur Steuerstrategie

Kein Nischenangebot mehr. Die Wirtschaftsprüfer bringen ihre gesamte Firepower ins Spiel. Das bedeutet: Jahresabschlussprüfungen für Krypto-Unternehmen, die den regulatorischen Blick standhalten. Steuerberatung, die die komplexen nationalen und internationalen Vorgaben entschlüsselt. Und Zahlungslösungen, die die Brücke zwischen traditionellen Finanzsystemen und dezentralen Netzen schlagen sollen.

Ein klares Signal an den Markt

Diese Bewegung ist mehr als nur ein neues Dienstleistungsfeld. Es ist eine Anerkennung. Wenn ein Global Player wie PwC seine Reputation aufs Spiel setzt, dann hat die Asset-Klasse ein neues Reifegrad-Level erreicht. Die Botschaft an institutionelle Investoren? Die Infrastruktur wird professionell – die Risiken lassen sich managen.

Die andere Seite der Medaille

Zyniker mögen einwenden: Nichts lockt die Beratungsriesen so sehr wie ein neues, kompliziertes und teures regulatorisches Dickicht, das es zu navigieren gilt. Ein perfektes Geschäftsmodell – Probleme schaffen, Lösungen verkaufen. Doch Fakt ist: Diese Professionalisierung ist der nächste, notwendige Schritt für die breite Adoption. Ohne sie bleibt Crypto ein Spielplatz für Puristen und Spekulanten. Mit ihr wird es zum integralen Bestandteil der globalen Finanzarchitektur. Die Rechnung kommt später – wie immer.

PwC berät Kryptokunden nun in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuern und Zahlungen

Griggs sagte, das Unternehmen fühle sich „in der Verantwortung, sich auf beiden Seiten des Geschäfts überaus zu engagieren“, und fügte hinzu:

„Ob wir nun im Bereich der Wirtschaftsprüfung oder der Beratung tätig sind – wir tun all dies im Kryptobereich – wir sehen immer mehr Möglichkeiten, die sich uns bieten.“

Griggs sagte außerdem, das Unternehmen biete nun umfassende Krypto-Dienstleistungen an, von der Buchhaltung bis zur Strategieentwicklung.

Bislang zögerten PwC und die übrigen „Big Four“ im Umgang mit Krypto-Unternehmen in den USA. Sie errichteten hohe Hürden und lehnten die meisten Anfragen ab. Dies lag zum Teil daran, dass die US-Regulierungsbehörden der gesamten Branche skeptisch gegenüberstanden und sich ständig Sorgen um Betrug, Geldwäsche und Verbraucherrisiken machten.

Da die Trump-Regierung den Kryptosektor nun unterstützt, behandeln diese Unternehmen Kryptowährungen wie jedes andere Geschäftsfeld.

Griggs erklärte, PwC habe seinen Kunden vorgestellt, wie sie Krypto-Tools nutzen können, um Abläufe zu optimieren, insbesondere im Zahlungsverkehr. Er sagte, Stablecoins seien eine Möglichkeit, Zahlungen schneller und effizienter zu gestalten.

Dieser Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Unternehmen fieberhaft nach neuen Wegen suchen, um Kosten zu senken und Abläufe zu beschleunigen, insbesondere da die Infrastruktur im Bankwesen immer noch veraltet ist.

Auch die anderen vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zögern nicht. Deloitte prüft Coinbase bereits seit 2020 und veröffentlichte im Mai einen umfassenden Leitfaden zur Krypto-Buchhaltung. KPMG bezeichnete 2025 als Wendepunkt für Kryptowährungen und bietet mittlerweile Beratungsleistungen zu Compliance und Risikomanagement im Zusammenhang mit deren Nutzung an. Sie alle zielen nun auf diese einst tabuisierte Branche ab, um hohe Gewinne zu erzielen.

PwC baut sein Krypto-Team aus und gewinnt Großkunden wie Mara

Griggs gab außerdem bekannt, dass PwC bereits Mandanten aus der Kryptoindustrie im Bereich Wirtschaftsprüfung gewonnen hat. Dazu gehört Mara Holdings, ein Bitcoin Mining-Unternehmen, das PwC im März beauftragt hat.

Er sagte, das Unternehmen biete auch Krypto-Steuerberatung an und helfe Kunden dabei, herauszufinden, wie sie mit digitalen Einkünften, Transaktionen und Rechtsstrukturen nach den neuen US-Gesetzen umgehen sollen.

Griggs wurde 2024 nach fast 30 Jahren bei PwC zum US-Seniorpartner befördert. Zuvor war er für die Wirtschaftsprüfung bei Goldman Sachs zuständig und leitete außerdem einige der internen Talentförderprogramme des Unternehmens.

Nun versucht er sicherzustellen, dass PwC in einem wachsenden Marktsegment nicht den Anschluss verliert. Um dies zu erreichen, so sagte er, müsse das Unternehmen externe Fachkräfte einstellen.

Eine dieser Neuzugänge ist Cheryl Lesnik, die nach drei Jahren Abwesenheit zum Unternehmen zurückkehrte. In dieser Zeit hatte sie sich bei einer kleineren Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auf Krypto-Kunden konzentriert. Nun baut sie das Krypto-Team von PwC von innen heraus auf.

Griggs stellte klar, dass sie nichts dem Zufall überlassen. „Wir werden uns niemals auf ein Geschäft einlassen, für das wir nicht bestens gerüstet sind“, sagte er. „In den letzten zehn bis zwölf Monaten, in denen wir vermehrt Chancen im Bereich digitaler Assets genutzt haben, haben wir unsere Ressourcen intern und extern verstärkt.“

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