Südkoreanische Investoren halten trotz 82 % Kursverlust bis 2025 an BitMine fest – Warum?

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Ein Wertverlust von 82 Prozent. Für viele Anleger wäre das der Moment, die Segel zu streichen. Nicht so in Südkorea.
Die Geduld der Gläubigen
Während globale Märkte zucken, zeigt eine hartnäckige Gruppe südkoreanischer Investoren Eisnerven. Sie halten ihre Positionen in BitMine, trotz des massiven Einbruchs. Das ist mehr als nur blindes Vertrauen – es ist eine strategische Wette auf die langfristige Infrastruktur der Krypto-Ökonomie. Mining, so die Überzeugung, bleibt das schlagende Herz der Blockchain, egal wie volatil die Token-Preise an der Oberfläche tanzen.
Eine Kultur des HODL
Der südkoreanische Markt ist bekannt für seine leidenschaftlichen und oft langfristig orientierten Retail-Investoren. Hier trifft technologischer Futurismus auf eine hohe Risikotoleranz. Der aktuelle Kursrutsch wird von vielen nicht als Ende, sondern als eine schmerzhafte Korrektur in einem viel größeren Zyklus gesehen. Man setzt auf den nächsten Bull-Run, angetrieben durch institutionelle Adoption und regulatorische Klarheit – auch von der eigenen Financial Services Commission (FSA).
Die Rechnung ist simpel: Wer bei einem Verlust von 82 Prozent verkauft, realisiert den Schaden. Wer hält, spielt auf Zeit. Und Zeit, so die Hoffnung, heilt in Kryptomärkten alle Wunden. Oder sie offenbart, wer am Ende doch nur auf eine teure Heizung spekuliert hat, die als Rechenzentrum verkleidet ist.
Fazit: Während anderswo Panik verkauft wird, wird in Seoul gehalten. Ob das als geniale Contrarian-Strategie oder als tragische Anhänglichkeit in die Geschichtsbücher eingeht, wird die Zeit bis 2025 und darüber hinaus zeigen. Manchmal ist die größere Aussagekraft nicht im Kurschart, sondern in der Entschlossenheit derer zu finden, die ihn ignorieren.
Privatanleger setzen trotz aller Widrigkeiten weiterhin auf BitMine
Nach einem Höchststand im Juli die BitMine-Aktien im darauffolgenden Monat abrupt ein. Doch südkoreanische Kleinanleger, die dort als „Ameisen“ bekannt sind, kauften weiter.
Bis zum 29. Dezember hatten sie allein in diesem Jahr insgesamt 1,4 Milliarden Dollar in BitMine investiert, allerdings flossen auch 566 Millionen Dollar in den T-Rex 2X Long BitMine Daily Target ETF, ein Produkt, das die tägliche Wertentwicklung von BitMine mit doppelter Geschwindigkeit nachbilden soll.
Dieser Fonds wurde kurz nach dem Sommerboom von BitMine aufgelegt und hat seitdem rund 86 % seines Höchststandes vom September eingebüßt. Trotz dieses Rückgangs flossen weiterhin cash . Die Risikobereitschaft südkoreanischer Händler scheint ungebrochen.
BitMine hält Ether im Wert von 12 Milliarden Dollar, während die Token-Transaktionen stocken
BitMine hält Ether im Wert von rund 12 Milliarden US-Dollar und ist damit das größte börsennotierte Unternehmen, das sich auf die Akkumulation des Tokens spezialisiert hat. Laut Zahlen von strategicethreserve.xyz hat sich BitMine damit als führendes Unternehmen im Bereich Ether-Treasurys positioniert.
Der frühere Kursanstieg der Aktie beflügelte vorübergehend auch den Ether-Kurs, der im August ein neues Hoch von fast 5.000 US-Dollar erreichte. Seitdem hat die Dynamik jedoch nachgelassen.
Der Ether-Preis ist in diesem Jahr um rund 11 % gefallen. Trotz dieses Rückgangs hält BitMine an seiner Strategie fest, Kryptowährungen zu horten. Investoren, die auf eine Erholung setzen, bleiben dabei, und auch die südkoreanischen Händler reagieren unbeeindruckt.
Selbst als andere Vermögenswerte an Wert verloren, hielten sie an BitMine fest und zeigten damit dieselbe hohe Risikobereitschaft, die sie in globalen Finanzkreisen berüchtigt gemacht hat.
Die Investitionskultur in Südkorea ist nach wie vor stark auf Kryptowährungen ausgerichtet, insbesondere unter jungen Händlern. Daher haben Altcoins, Hebelwirkung und schnelle Gewinne schon immer große Aufmerksamkeit erregt.
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