Silber bricht Rekorde: Neuer Höchststand bei 69,6 US-Dollar pro Unze – Wochengrowth von 8,1 %

Edelmetalle machen wieder von sich reden. Während traditionelle Anleger über Silber jubeln, wirkt der Aufstieg wie ein Echo aus einer anderen Zeit.
Die Zahlen sprechen für sich
Ein neuer Allzeithoch bei 69,6 US-Dollar pro Unze und eine Wochenperformance von 8,1 % sind beeindruckend – für den Rohstoffmarkt. In einer Welt, in der digitale Assets in Sekundenbruchteilen grenzen überschreiten, fühlt sich selbst ein Rekordlauf etwas behäbig an.
Ein Signal oder ein Relikt?
Der Silbermarkt zeigt klassische Safe-Haven-Dynamik. Doch die wahre Flucht aus dem Fiat-System findet heute anderswo statt. Während physisches Silber physisch bleibt, bewegen sich werthaltige digitale Token ungebremst durch ein globales, permissionless Netzwerk.
Die Zukunft des Wertes ist programmierbar, nicht vergraben. Ein 8,1 %-Wachstum in einer Woche? In den richtigen DeFi-Protokollen ist das manchmal ein durchschnittlicher Dienstag – ohne dass man eine Unze davon schleppen müsste. Das ist kein Hieb gegen Silber, nur eine nüchterne Betrachtung der Geschwindigkeit, in der sich Wert heute tatsächlich akkumuliert und transferiert.
Beide Metalle steuerten auf Wochengewinne zu.
Phillip Streible von Blue Line Futures sagte: „ETF-Zuflüsse (in Silber) dominieren weiterhin dieses Thema, ebenso wie einige Spekulationen von Privatanlegern.“
Er sagte, die neuen Konjunkturdaten hätten die Nachfrage nach Metallen angekurbelt, nachdem der US-Verbraucherpreisbericht einen Anstieg von 2,7 % im November ausgewiesen hatte. Ökonomen hatten mit 3,1 % gerechnet, daher untermauerte der schwächere Wert die Argumente für Zinssenkungen.
Das US-Arbeitsministerium meldete einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 4,6 Prozent – den höchsten Stand seit September 2021. Streible erklärte: „Die gesunkenen Inflationsdaten und der schwächere Arbeitsmarktbericht bestätigen, dass die Federal Reserve ihren lockeren Geldpolitikkurs fortsetzen sollte. Hinzu kommt die große Unsicherheit darüber, welche Maßnahmen die Zentralbank ergreifen wird.“
Auf Basis der LSEG-Daten rechneten die Händler weiterhin mit mindestens zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte im nächsten Jahr.
US-Aktien reagieren auf KI-Volatilität und neuen Oracle-TikTok-Deal
Auch die US-Aktienmärkte legten am Freitag zu. Der Nasdaq Composite gewann 1,2 %, der S&P 500 stieg um 0,9 % und der Dow Jones legte um 259 Punkte bzw. 0,5 % zu.
Oracle gab den TON an nach einer turbulenten Woche, in der sich Anleger Sorgen um das Cloud-Geschäft machten. Diese Besorgnis entstand durch einen Bericht, demzufolge ein wichtiger Investor aus einem von Oracles Rechenzentrumsprojekten ausgestiegen war – ein Rückschlag, der auch Broadcom und Advanced Micro Devices traf.
Oracle-Aktien stiegen um 8 %, nachdem das Unternehmen einem Konsortium beigetreten war, das die US-Aktivitäten von TikTok leiten wird. In einer internen Mitteilung an die Mitarbeiter erklärte TikTok-CEO Shou Zi Chew, dass die US-Niederlassung von einem Joint Venture aus Oracle, Silver Lake und dem in Abu Dhabi ansässigen Unternehmen MGX geführt wird. Der Abschluss der Transaktion wird für den 22. Januar erwartet.
Die Vereinbarung sichert TikTok das Überleben in den USA, nachdemdent Joe Biden ein Gesetz unterzeichnet hatte, das aus Gründen der nationalen Sicherheit die Veräußerung der amerikanischen Tochtergesellschaft der Plattform vorschrieb.dent Donald TRUMP hatte die Frist bereits mehrfach verlängert und später eine Exekutivanordnung unterzeichnet, die einen möglichen Veräußerungsplan für ByteDance genehmigte.
Laut dem internen Vermerk wird Oracle im Rahmen der neuen Regelung überprüfen und bestätigen, dass TikTok die „vereinbarten nationalen Sicherheitsbedingungen“ einhält.
Micron Technology legte ebenfalls zu und setzte damit den Kursanstieg vom Donnerstag um 10 % fort, nachdem das Unternehmen einetronUmsatzprognose veröffentlicht hatte. Die Aktien stiegen am Freitag um mehr als 7 % und beruhigten so die Anleger nach den Tagen der Volatilität bei KI-bezogenen Aktien.
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