Skandal bei Theta Labs: Ehemalige Führungskräfte klagen wegen Betrug, Marktmanipulation und Vergeltung

Die Krise trifft einen der heißesten Namen im Krypto-Video-Streaming.
Was wirklich hinter den Kulissen passierte
Ehemalige Top-Manager von Theta Labs haben vor Gericht gezogen – und die Vorwürfe sind brandheiß. Die Klage wirft dem Unternehmen systematischen Betrug, gezielte Marktmanipulation und persönliche Vergeltungsmaßnahmen vor. Ein internes Dokument, das der Redaktion vorliegt, beschreibt einen Druck, der von der Spitze ausging, um Zahlen zu schönen und Investoren in die Irre zu führen.
Die Anklagepunkte im Detail
Die Kernvorwürfe drehen sich nicht um kleine Unregelmäßigkeiten, sondern um handfeste Manipulation. Die Kläger behaupten, das Management habe bewusst falsche Nutzerzahlen und Partnerschaftsankündigungen genutzt, um den Token-Kurs künstlich in die Höhe zu treiben. Ein klassisches Pump-and-Dump-Schema, verpackt in Tech-Jargon. Als interne Whistleblower die Praktiken anprangerten, folgten angeblich umgehend berufliche Repressalien – von der Degradierung bis zur fristlosen Kündigung.
Die Branche reagiert – oder auch nicht
Während die Gerichte die Akten prüfen, bleibt die Reaktion der großen Börsen auffällig verhalten. Keine Aussetzung des Handels, keine besonderen Warnhinweise. Ein Schelm, wer denkt, dass hohe Handelsgebühren vielleicht doch manchmal wichtiger sind als Verbraucherschutz. Die regulatorischen Augen der BaFin und anderer Aufseher dürften nun jedoch scharf auf Theta Labs gerichtet sein.
Ein Lehrstück in Token-Governance
Der Fall wird zum Lackmustest für dezentralisierte Versprechen. Wenn die Vorwürfe stimmen, zeigt er die brutale Realität hinter manchem glänzenden Whitepaper: Zentralisierte Kontrolle, intransparente Entscheidungen und ein schneller Griff in die Trickkiste, wenn die Quartalszahlen nicht stimmen. Für Investoren bleibt eine bittere Lektion – in der Krypto-Welt ist Due Diligence nicht nur eine Option, sondern eine Überlebensfrage.
Ehemalige Führungskräfte beschuldigen den CEO eines Pump-and-Dump-Schemas.
Die Klagen legen ein anhaltendes Muster von Insiderhandel im Zusammenhang mit den Krypto-Token und dem NFT-Marktplatz von Theta dar, behaupten die Kläger.
Laut Kowals Klage soll Lius privates Handelsunternehmen Theta Labs Betrug, Eigengeschäfte und Marktmanipulationen beinhaltet haben, was sowohl Investoren als auch Mitarbeiter betraf. Liu habe mehrere Pump-and-Dump-Systeme durchgeführt, die die Tokenpreise künstlich in die Höhe trieben, bis Insiderverkäufe den Wert vernichteten, heißt es in der Klageschrift.
Die Klagen werfen Theta außerdem Manipulationen innerhalb der NFT-Aktivitäten des Unternehmens vor. Die Verfahren sind noch anhängig, und es wurde noch kein Urteil gefällt.
Sie werfen den Beklagten vor, betrügerische Gebote abgegeben zu haben, um die Preise von NFTs im Zusammenhang mit großen Prominentenprojekten in die Höhe zu treiben. Einige dieser Angebote seien an Kooperationen mit prominenten Persönlichkeiten, darunter Popstars, geknüpft gewesen, heißt es in der Klage.
In ihrer Klage gab Berry an, als Mitarbeiterin von Theta Labs von umfangreichem Fehlverhalten von Führungskräften und Angestellten gewusst und dieses gemeldet zu haben. Laut ihrer Beschwerde dienten diese Maßnahmen dazu, den Preis des THETA-Tokens künstlich in die Höhe zu treiben und Liu persönlich zu bereichern. Sie behauptet außerdem, für das Aufdecken interner Missstände Repressalien erlitten zu haben.
Ehemalige Führungskräfte bestreiten Thetas Behauptungen über hochkarätige Partnerschaften.
Berrys Klage konzentriert sich im Wesentlichen auf Thetas öffentliche Äußerungen zu strategischen Partnerschaften mit großen Unternehmen. Einige dieser Partnerschaften, so die Klage, seien irreführend gewesen und hätten ein falsches Gefühl externer Bestätigung vermittelt.
Ein Paradebeispiel ist der Fall von Google. Theta kündigte im Mai 2020 eine Partnerschaft mit Google an, doch laut Berry beschränkte sich diese auf einen Standardvertrag für Cloud-Dienste. Dieses Vorgehen, so das Unternehmen, führte dazu, dass es rund 7 Millionen US-Dollar für Google-Cloud-Produkte zahlte und somit eher zum Kunden als zum strategischen Partner wurde.
In der Klage wird behauptet, dass dies Investoren und die breitere Krypto-Community hinsichtlich der Glaubwürdigkeit des Unternehmens in die Irre geführt habe. Berry wirft Theta in seiner Klage außerdem eine andere FORM von Selbstbereicherung vor und behauptet, dass einige der vermeintlichen Partner von Liu gegründete und vollständig in seinem Besitz befindliche Unternehmen gewesen seien.
Laut der Klage wurden diese Beziehungen jedoch alsdent Kooperationen unter der direkten Kontrolle des CEO vermarktet.
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