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Bitcoin droht 30 % Kursverlust: Japans Zinswende setzt Krypto unter Druck

Bitcoin droht 30 % Kursverlust: Japans Zinswende setzt Krypto unter Druck

Published:
2025-12-15 12:06:00
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Die Bank of Japan bereitet den Markt auf eine historische Zinswende vor – und Bitcoin könnte die Rechnung zahlen. Analysten sehen ein kurzfristiges Risiko von bis zu 30 % Korrektur, wenn die geldpolitischen Signale aus Tokio härter ausfallen als erwartet.

Warum traditionelle Zinsen Krypto erschüttern

Es ist das klassische Szenario: Steigende Leitzinsen machen risikofreie Anlagen plötzlich attraktiver. Kapital fließt aus spekulativen Assets ab – und Bitcoin steht an vorderster Front. Japans Wende wäre besonders signifikant, nach Jahren ultralockerer Politik. Die Finanzaufsicht FSA beobachtet die Auswirkungen auf den Kryptomarkt bereits mit Argusaugen.

Die Resilienz der Blockchain

Doch Vorsicht vor Panikverkäufen. Bitcoin hat makroökonomische Stürme schon häufiger durchstanden. Die zugrundeliegende Technologie interessiert sich nicht für Zinssätze – sie läuft weiter, dezentral und unverändert. Kurzfristige Volatilität ist der Preis für langfristige Disruption.

Ein altes Spiel mit neuen Assets

Am Ende ist es immer dasselbe: Zentralbanken drucken, Märkte blähen sich auf. Zentralbanken ziehen an, Märkte zittern. Nur dass diesmal neben Immobilien und Aktien auch ein digitales Gut in der Mangel steht – willkommen im modernen Finanzzirkus, wo sogar dezentrale Systeme den Launen alter Institutionen ausgeliefert sind.

Die Prognosemärkte deuten auf einen teuren Yen hin.

Die Prognosemärkte sind pessimistisch. Auf Polymarket stimmten 98 % der Nutzer für eine wahrscheinliche Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Die verbleibenden 2 % glauben, dass die Bank of Japan den aktuellen Zinssatz nicht ändern wird.

Weniger als 1 % glauben, dass die Bank von Japan die Zinssätze um 50 % anheben wird.

Sollten die Zinserhöhungen erfolgen, würde der japanische Leitzins 75 Basispunkte erreichen. Zuletzt lag der Leitzins im September 1995 über 0,5 %.

Ein Zinssatz von 0,75 % gilt im Vergleich zum Leitzins der US-amerikanischen Federal Reserve von 3,50 % bis 3,75 % und dem Leitzins der Europäischen Zentralbank von rund 2,00 % als niedrig. In Japan stellt ein Zinssatz von 0,75 % jedoch eine bedeutende Veränderung dar, da das Land jahrzehntelang mit nahezu Null- oder sogar Negativzinsen gelebt hat.

Der Yen könnte Bitcoin mitreißen

Jahrelang war Japan eine Quelle für günstige Kredite, woraus eine Anlagestrategie namens „Yen-Carry-Trade“ entstand. Investoren leihen sich japanische Yen zu niedrigen Zinssätzen und tauschen sie in Dollar, Euro oder andere Währungen um.

Dann investieren sie in Aktien, Anleihen, Kryptowährungen oder höher rentierliche Anlagen und streichen die Differenz zwischen Kreditkosten und Anlageerträgen ein.

Der Carry-Trade ist nun gefährdet. Steigen die japanischen Zinssätze, wird die Aufnahme von Yen-Krediten teurer.

Die Gewinnspanne beim Carry-Trade würde sinken. Das Risiko einer Yen-Aufwertung steigt, was die Verluste verstärken kann. Um Yen-Kredite zurückzuzahlen, müssten Anleger möglicherweise volatile Vermögenswerte wie Bitcoinverkaufen.

Bitcoin droht ein Kursverlust von 30 %, da Japan eine Zinserhöhung anstrebt.

Zinserhöhungen in Japan im Vergleich zum Bitcoin Kurs. Quelle: Merlin the Trader .

Analysten glauben, dass Bitcoin auf 70.000 Dollar fallen könnte, und historische Daten stützen diese Ansicht.

Im März 2024 Bitcoin um 23 %, nachdem Japan die Zinsen um 10 Basispunkte angehoben und damit seine Negativzinspolitik beendet hatte.

Im Juli 2024 war der BTC-Kurs um fast 30 % gefallen, nachdem die Bank of Japan die Zinsen um 25 Basispunkte angehoben und ihren Leitzins auf rund 0,25 % erhöht hatte.

Das letzte Mal, dass dieses Szenario eintrat, war im Januar 2025, als der BTC-Kurs um 31 % einbrach, nachdem die Bank of Japan die Zinsen erneut um 25 Basispunkte angehoben hatte.

In allen Fällen erstreckten sich die Kursverluste von Bitcoinüber mehrere Wochen. Die Märkte passten die globale Liquidität nach den Zinserhöhungen der Bank of Japan (BOJ) langsam an und verhinderten so einen sofortigen, panikartigen Ausverkauf.

Der Bitcoin-Ausverkauf im Januar verlief jedoch schnell, da die Märkte stärker auf den Wert des japanischen Yen reagierten. Diesmal ist unklar, wie lange ein Bitcoin-Ausverkauf dauern würde. Er könnte sich über Tage oder Wochen erstrecken.

Analysten raten Anlegern, sich auf Kursschwankungen einzustellen. In der kommenden Woche stehen in den USA Ereignisse

Am Donnerstag werden in den USA die Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) und zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. In Europa richten die Märkte ihr Augenmerk auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank.

Schließlich wird die Bank von Japan am Freitag ihre Zinsentscheidung bekannt geben.

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