BTCC / BTCC Square / CryptopolitanDE /
Carry-Trades in Schwellenländern: Warum die Dynamik bis 2026 weiter zulegen wird

Carry-Trades in Schwellenländern: Warum die Dynamik bis 2026 weiter zulegen wird

Published:
2025-12-14 14:55:41
18
1

Carry-Trades in Schwellenländern gewinnen mit Blick auf das Jahr 2026 weiter an Dynamik.

Die Jagd auf Rendite treibt Anleger in ungewöhnliche Gefilde. Während traditionelle Märkte stottern, gewinnen Carry-Trades in Schwellenländern rasant an Fahrt – und das Momentum hält an.

Das Spiel mit den Zinsdifferenzen

Das Prinzip ist simpel, die Ausführung heikel: Kapital in Niedrigzinswährungen aufnehmen und in Hochzinsländer mit stärkerer Währung investieren. Die Differenz kassieren. In einer Welt zögerlicher Zentralbanken in entwickelten Volkswirtschaften werden diese Arbitrage-Spielräume immer verlockender.

Risiko als neuer Standard

Stabilität war gestern. Heute zählt die Rendite – auch wenn sie mit Volatilität erkauft wird. Institutionelle Anleger strukturieren ihre Portfolios neu, um Exposure in ausgewählten Schwellenmärkten zu erhöhen. Die Liquiditätssuche führt sie dorthin, wo es wehtut: in weniger regulierte, politisch sensible Regionen.

Warum 2026 der Wendepunkt wird

Analysten sehen keinen kurzfristigen Trend, sondern eine strukturelle Verschiebung. Die Konvergenz der globalen Geldpolitik bleibt eine Fata Morgana. Bis 2026 dürften die Zinsgefälle bestehen bleiben – und damit die Grundlage für profitable Carry-Trades. Ein gefundenes Fressen für Fonds, die auf kurzfristige Gewinne aus sind, während sie langfristige Stabilität für die Zielländer riskieren. Ein klassisches Finanzmanöver: Privatisieren der Gewinne, Sozialisieren der Risiken.

Die Dynamik ist gesetzt. Die Frage ist nicht ob, sondern wie lange die Musik spielt – und wer den Preis zahlt, wenn sie stoppt.

Investoren drängen in Hochzinswährungen.

Dieses Jahr bot Anlegern mehreretronCarry-Optionen, da Aktien, Anleihen und Währungen aus Schwellenländern breite Kursgewinne verzeichneten. Brasilien und Kolumbien stachen dabei besonders hervor.

Beide Länder hielten die Leitzinsen auf hohem Niveau, und beide Währungen verzeichneten einen Anstieg von mehr als 13 % gegenüber dem Dollar.

Der weitere Verlauf hängt jedoch stark von der US-Wirtschaft ab. Investoren wünschen sich ein langsameres Wachstum, das die Fed zu weiteren Zinssenkungen veranlasst und den Dollar weiter schwächen würde. Eine Rezession könnte eine Flucht aus risikoreichen Anlagen auslösen, während eine starke Konjunktur die Diskussion um höhere US-Zinsen neu entfachen könnte.

„Angesichts des schwächeren US-Dollars dürfte Carry weiterhin eine Renditequelle darstellen“, sagte Wim Vandenhoeck von Invesco. Er erwartet eine Stärke des brasilianischen Real, der türkischen Lira und des südafrikanischen Rand.

In einem Podcast von Goldman Sachs erklärte Brian Dunne, dass das Shorten des Dollars gegenüber dem Real, dem Rand und dem mexikanischen Peso einetronEntscheidung gewesen sei. Ein gleichgewichteter Korb dieser Strategie erzielte in diesem Jahr einen Gewinn von rund 20 %.

Invesco verkaufte den Dollar gegenüber dem Rand und den Euro gegenüber dem ungarischen Forint. Diese Position dürfte bis 2025 inklusive Carry eine Rendite von rund 11 % erzielen. Die Bank of America investierte in den Real gegenüber dem kolumbianischen Peso und nutzte damit die Zinsdifferenz aus, was zu einer Rendite von über 2 % führte.

Händler tracdas Volatilitätsrisiko bis ins Jahr 2026.

Eine weitere wichtige Frage ist, ob die Wechselkursschwankungen gering bleiben. Carry-Trades sind auf stabile Währungen angewiesen, da starke Kursbewegungen die Renditen von Monaten zunichtemachen können. Aktuell sind die Erwartungen an Kursschwankungen gering.

Ein von JPMorgan eingezeichneter Indikator für die Währungsvolatilität in Schwellenländern für die nächsten sechs Monate liegt nahe seinem niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Diese Ruhe beunruhigt einige Händler, die mit einer bevorstehenden Erholung rechnen. „Die Volatilität ist vielerorts sehr niedrig“, sagte Francesca Fornasari von Insight Investment. „Meine einzige Sorge ist, dass die positive Entwicklung bereits teilweise im Preis eingepreist ist.“

Der Stratege der Bank of America, Adarsh Sinha, nannte die US-Zwischenwahlen und die unterschiedlichen Zinssätze der Zentralbanken als mögliche Auslöser für stärkere Wechselkursbewegungen in den kommenden Monaten. Die durchdent Donald Trumps Ankündigung von Zöllen im April ausgelöste Turbulenz hat sich jedoch gelegt.

Vanguard geht davon aus, dass sich der Schock im nächsten Jahr in Grenzen halten wird. „Wir erwarten keine massiven Kursschwankungen im Zusammenhang mit politischer Instabilität oder Rezessionsrisiken“, so Vanguard.

Die klügsten Krypto-Köpfe lesen bereits unseren Newsletter. Lust auf mehr? Dann schließen Sie sich ihnen an .

|Square

Holen Sie sich die BTCC-App und beginnen Sie Ihre Krypto-Reise

Starten Sie noch heute Scannen Sie, um Teil von mehr als 100 Millionen Nutzern zu werden

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website veröffentlichten Artikel stammen aus öffentlichen Netzwerken und dienen ausschließlich der Übermittlung von Brancheninformationen. Sie stellen keine offizielle Position von BTCC dar. Die Urheberrechte verbleiben bei den jeweiligen Autoren. Sollten Sie Urheberrechtsverletzungen oder fragwürdige Inhalte feststellen, kontaktieren Sie uns bitte unter [email protected], damit wir dies gesetzeskonform behandeln können. BTCC übernimmt keine ausdrückliche oder stillschweigende Garantie für die Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der wiedergegebenen Informationen und lehnt jede Haftung für direkte oder indirekte Schäden ab, die aus der Nutzung dieser Informationen entstehen. Alle Inhalte dienen lediglich als Referenz für Branchenrecherchen und stellen keine Anlage-, Rechts- oder Geschäftsempfehlung dar. BTCC übernimmt keine Haftung für Handlungen, die auf Grundlage dieser Informationen vorgenommen werden.