Abgeordneter Keith Self wirft Fraktionsvorsitzenden vor: Versprechen zu Anti-CBD-Formulierungen im Verteidigungshaushalt gebrochen

Ein Versprechen gebrochen, ein Haushalt in Gefahr. Keith Self, Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus, stellt seine eigene Parteiführung an den Pranger. Der Vorwurf: Die Fraktionsvorsitzenden hätten zugesagt, klare Anti-CBD-Formulierungen in den milliardenschweren Verteidigungsetat aufzunehmen – und dieses Versprechen dann ignoriert.
Ein internes Zerwürfnis mit externen Folgen
Es geht um mehr als nur parlamentarische Procedure. Die geplanten Formulierungen zielen darauf ab, den Einsatz und die Finanzierung von Cannabidiol-Produkten innerhalb des US-Militärs einzuschränken oder zu regulieren. Ein Thema, das an der Schnittstelle von Gesundheitspolitik, Militärlogistik und – man höre und staune – potenziellen neuen Märkten liegt. Wo regulierte Substanzen ins Spiel kommen, folgen früher oder später auch Finanzströme und Spekulation.
Die Logik des gebrochenen Wortes
Selfs Angriff ist ein klassisches Manöver in der Haushaltspolitik: Zugeständnisse werden im Vorfeld eingefordert, um die spätere Zustimmung zum Gesamtpaket zu sichern. Wenn diese Zugeständnisse dann nicht im finalen Text erscheinen, fühlen sich Abgeordnete hintergangen. Die Glaubwürdigkeit der Führung steht auf dem Spiel – und mit ihr die reibungslose Verabschiedung eines der wichtigsten Haushaltsposten.
Ein Sturm im Wasserglas – oder ein Präzedenzfall?
Die Frage ist, wie viel Gewicht dieser einzelne Streitpunkt hat. Wird es bei einer scharfen Pressemitteilung bleiben, oder könnte die fehlende Anti-CBD-Klausel tatsächlich Stimmen gegen den gesamten Verteidigungshaushalt kosten? In einer knappen Mehrheitslage kann jede einzelne Rebellion zum Problem werden. Die Führung muss nun abwägen: das Gesicht wahren oder einen aufgebrachten Abgeordneten besänftigen.
Letztendlich dreht sich in Washington alles um Macht und Geld. Und manchmal geht es in den milliardenschweren Haushaltsdebatten um die kleinsten Formulierungen – fast so, als würde man über die Platzierung eines Kommas in einem Smart Contract streiten, während das eigentliche Millionen-Dollar-Protokoll daneben liegt. Die Moral von der Geschichte: Auch in der traditionellen Politik gilt 'Code is Law' – man sollte nur darauf achten, was tatsächlich in den finalen Vertrag, oder in diesem Fall, das Gesetz geschrieben steht.
Der Kongress lässt das CBDC-Verbot fallen
Der NDAA ist ein 3.086 Seiten starkes Dokument, das den Verteidigungshaushalt für das kommende Jahr genehmigt. Er stieß bereits bei Hardlinern wegen der Ukraine-Finanzierung und anderer Auslassungen auf Kritik. Gleichzeitig hat sich das Fehlen eines (CBDC) zu einem unerwarteten Streitpunkt in der parteiinternen Debatte über digitales Geld und Überwachung entwickelt.
Self hatte zuvor in einem Interview erklärt, die Parteiführung habe signalisiert, dass der Gesetzesentwurf von Abgeordnetem Tom Emmer gegen CBDCs Teil des endgültigen Gesetzes sein würde. Nach Durchsicht des Textes bestätigte er jedoch, dass er nicht enthalten war. Andere Republikaner schlossen sich dieser Kritik an.
Die Abgeordnete Marjorie Taylor Greene erklärte, sie unterstütze Kryptowährungen, werde aber „kein System unterstützen, das es der Regierung erlaubt, Amerikanern den Zugang zu ihrem eigenen Geld zu verwehren“. In einem Beitrag GENIUS Act gestimmt habe, da dieser eine Hintertür für eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) enthalte. Greene fügte hinzu, Johnson habe damals den Konservativen versprochen, Tom Emmers Gesetzesentwurf einzubringen, der diese Gesetzeslücke schließen würde.
Der Abgeordnete Warren Davidson warnte: „CBDC schaltet die Regierung zwischen Sie und Ihr Geld.“ Er fügte hinzu, dass Präsident Trumpsdent der Bundesbehörden die Einführung einer CBDC verbietet, zwar „gut ist, aber wir brauchen ein Gesetz, und es wurde uns auch versprochen.“
In einem neuen Beitrag erklärte Davidson, der Kongress habe sein Versprechen, digitale Zentralbankwährungen zu verbieten, gebrochen. Gleichzeitig arbeiteten die Zentralbanken bereits an deren Entwicklung. Er betonte daher die Notwendigkeit eines Verbots von CBDCs.
Die Trump-Regierung hat rasch die begrenzte CBDC-Forschung der Fed unter Biden rückgängig gemacht. Allerdings verbot eine von Trumps ersten kryptobezogenen Anordnungen im Januar Bundesbehörden die Entwicklung und Förderung einer CBDC. Als Gründe wurden Risiken für Datenschutz, Souveränität und Finanzstabilität angeführt.
All dies geschieht inmitten einer Erholungsphase des globalen Kryptomarktes nach starken Kursverlusten. Die kumulierte Marktkapitalisierung des Kryptomarktes sank in den letzten 24 Stunden um fast 2 % auf 3,16 Billionen US-Dollar. Bitcoin Kurs fiel in den letzten 30 Tagen um 12 %. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels wird BTC im Durchschnitt zu 93.682 US-Dollar gehandelt.
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