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BlackRock-Chefs Fink und Goldstein: Tokenisierung schlägt SWIFT im modernen Finanzwesen

BlackRock-Chefs Fink und Goldstein: Tokenisierung schlägt SWIFT im modernen Finanzwesen

Published:
2025-12-02 13:14:42
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BlackRock-Chefs Fink und Goldstein befürworten Tokenisierung gegenüber SWIFT im modernen Finanzwesen.

Die alten Finanzpfeiler bröckeln. BlackRocks Larry Fink und Rob Goldstein setzen klar auf Tokenisierung – und stellen damit das jahrzehntealte SWIFT-System in den Schatten.

Der Paradigmenwechsel

Es geht nicht mehr um ein langsames Upgrade. Es ist ein kompletter Systemwechsel. Tokenisierung schneidet die Zwischenhändler raus, umgeht die veralteten Abrechnungsschleifen und stellt liquide, programmierbare Vermögenswerte in den Mittelpunkt. SWIFT wirkt dagegen wie ein teurer, klobiger Bote in einer Welt der sofortigen Nachrichten.

Die neue Architektur

Stellen Sie sich ein Finanznetzwerk vor, das rund um die Uhr läuft. Transaktionen, die in Sekunden statt Tagen abgewickelt werden. Und ein Ökosystem, in dem alles – von Anleihen bis zu Immobilienanteilen – nahtlos und transparent gehandelt werden kann. Das ist die Vision, die die BlackRock-Führungskräfte skizzieren. Ein Wink mit dem Zaunpfahl für eine Branche, die oft lieber Gebühren kassiert, als Systeme zu erneuern.

Die Zukunft ist programmierbar

Der größte Vermögensverwalter der Welt signalisiert: Die Ära der starren Infrastruktur geht zu Ende. Die Zukunft gehört vernetzten, digitalen Ledgern. Wer jetzt nicht auf den Zug aufspringt, riskiert, im digitalen Finanzzeitalter auf der Strecke zu bleiben – oder schlimmer, weiterhin happige Gebühren für langsame, intransparente Prozesse zu zahlen. Ein klassischer Fall von „Innovator oder Kostenstelle“.

Die Finanzwelt tritt in das Zeitalter der Tokenisierung ein.

Laut The Economist glauben dass der Finanzsektor kurz vor seiner nächsten großen Transformation der Marktinfrastruktur steht. trac die Ursprünge der Tokenisierung auf Satoshi Nakamotos Einführung von Bitcoin im Jahr 2009 zurück. Sie erwähnten auch, dass dieselbe Blockchain-Technologie, die Bitcoin , auch die Tokenisierung ermöglichte.

Die Tokenisierung dokumentiert Eigentumsverhältnisse in digitalen Registern und ermöglicht so die Existenz jeglicher Art von Vermögenswerten in einem einzigen,dentüberprüfbaren digitalen Datensatz. Die beiden Autoren wiesen jedoch darauf hin, dass es für die meisten Menschen schwierig sei, das Gesamtbild der Tokenisierung zu erfassen, da sie eng mit dem Kryptoboom verknüpft sei. 

Fink und Goldstein sind überzeugt, dass die Tokenisierung das Spektrum investierbarer Vermögenswerte deutlich erweitern kann – weit über die derzeit marktbeherrschenden Anleihen und Aktien hinaus. Sie weisen zudem auf zwei wesentliche Vorteile hin: die Möglichkeit, Transaktionen sofort abzuwickeln, und die Ersetzung von Papier durch Code für schnellere und kostengünstigere Transaktionen.

Laut den beiden Autoren handhaben die heutigen Märkte die Abwicklungsfristen unterschiedlich, wodurch Käufer und Verkäufer dem Risiko ausgesetzt sind, dass eine der Parteien ihren Verpflichtungen nicht nachkommt. Sie stellen fest, dass die Tokenisierung die sofortige Abwicklung auf den globalen Märkten standardisiert, was selbst SWIFT nicht ermöglichen konnte.

Tokenisierung steht vor regulatorischen Hürden

Der Tokenisierungsbericht von Fink und Goldstein stellte fest, dass der Weg von der Vision zur breiten Anwendung komplex und mit regulatorischen Hürden sowie anderen technologischen Herausforderungen verbunden ist. Sie betonten jedoch, dass die Vorteile verbesserter Effizienz, Zugänglichkeit und Liquidität nicht zu ignorieren seien. Tatsächlich werde die Struktur der globalen Märkte grundlegend umgestaltet, fügten sie hinzu. 

Zwei Führungskräfte betonen, dass die Aufgabe von Regulierungsbehörden und politischen Entscheidungsträgern eindeutig darin besteht, die Kluft zwischen traditionellem Finanzwesen und Tokenisierung zu überbrücken. Sie sind zudem der Ansicht, dass die Tokenisierung zwar nicht so bald das traditionelle Finanzwesen ersetzen wird, es aber unerlässlich ist, dass beide Bereiche miteinander interagieren, anstatt miteinander zu konkurrieren. 

Die Regulierungsbehörden sollten zudem auf Konsistenz achten und Risiken anhand ihrer inhärenten Natur und nicht anhand ihrer Darstellung beurteilen. Eine Anleihe bleibt eine Anleihe, auch wenn sie auf einer Blockchain gespeichert ist, betonten die beiden.

Sowohl Fink als auch Goldstein stellen jedoch klar, dass der beste Ansatz möglicherweise nicht darin besteht, ein völlig neues Regelwerk für tokenisierte Vermögenswerte zu schreiben, sondern vielmehr darin, die bestehenden Vorschriften so zu aktualisieren, dass tokenisierte und traditionelle Märkte Hand in Hand arbeiten können.   

Ähnlich wie bei der aktuellen Tokenisierung analysierte Andrew Sorkin in seiner Analyse des Börsencrashs von 1929 die Fehlentwicklungen, die zur Entstehung des modernen Finanzsystems führten. Er wies darauf hin, dass einige davon technologischer Natur waren, beispielsweise die stundenlange Verzögerung der Aktienkurse am Schwarzen Dienstag. Die Kurse konnten mit dem Handelsansturm nicht Schritt halten. Auch die Tokenisierung könnte sich als Finanzsystem erweisen, das regulatorische Schutzmechanismen überholt. 

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