Anthropic pumpt 50 Milliarden Dollar in US-KI-Rechenzentren – Texas und New York im Fokus

KI-Riese Anthropic geht in die Offensive: Mit einem 50-Milliarden-Dollar-Coup baut das Unternehmen seine Rechenzentren in den USA massiv aus. Texas und New York werden zu neuen Hotspots für KI-Infrastruktur.
Die Strategie ist klar: Wer die Rechenpower kontrolliert, dominiert das KI-Rennen. Während andere noch über Regulierung diskutieren, setzt Anthropic Fakten – und investiert in die Standorte der Zukunft.
Wall Street jubelt, doch Skeptiker fragen: Wann kommt der nächste Hype-Cycle? KI-Bullen ignorieren das gern – Hauptsache, die GPU-Farmen wachsen.
Texas und New York leisten Pionierarbeit, während sich das KI-Rennen bei Anthropics beschleunigt.
Der Plan umfasst 800 dauerhafte Arbeitsplätze und mehr als 2.000 Stellen im Baugewerbe; weitere Standorte sollen später folgen.
Mit der Eröffnung dieser neuen Einrichtungen innerhalb der USA reagiert Anthropic direkt auf Washingtons wachsende Nachfrage nach inländischer Rechenleistung.
Der Druck vonseiten der Bundesregierung und von Branchenbeobachtern, mehr KI-Infrastruktur wieder ins Inland zu holen, nimmt zu, insbesondere angesichts wachsender Bedenken hinsichtlich der technologischen Abhängigkeit von ausländischen Anbietern.
Während Anthropic expandiert, befindet sich der Konkurrent OpenAI bereits mitten im eigenen Infrastrukturausbau. Das Unternehmen hat langfristige Infrastrukturverträge im Wert von über 1,4 Billionen US-Dollar mit Nvidia, Broadcom, Oracle, Microsoft, Google und nun auch Amazon abgeschlossen.
Doch diese enormen Ausgaben haben in Washington und in der gesamten Branche neue Fragen aufgeworfen; nämlich, ob das Stromnetz und die Baukapazität des Landes überhaupt mithalten können.
Manche Analysten fragen sich sogar, ob die KI-Branche zu einer Finanzblase heranwächst. Anthropic schweigt vorerst zu dieser Debatte und konzentriert sich darauf, das zu entwickeln, was nach eigenen Angaben „für Spitzentechnologie im Bereich KI notwendig ist“.
Das Unternehmen betreut derzeit über 300.000 Unternehmen, wobei der Großteil der Nutzung auf Unternehmenskunden entfällt. Die Anzahl dieser Kunden mit jährlichen Ausgaben von über 100.000 US-Dollar hat sich allein im letzten Jahr fast versiebenfacht.
Interne Prognosen, die vom Wall Street Journal , zeigen, dass Anthropic voraussichtlich im Jahr 2028 die Gewinnschwelle erreichen wird. Damit liegt das Unternehmen vor OpenAI, das für dasselbe Jahr immer noch mit operativen Verlusten in Höhe von 74 Milliarden US-Dollar rechnet.
Die Website in Indiana geht online, während die Debatte um die staatliche Finanzierung an Fahrt gewinnt.
Um auf traczu bleiben, beauftragte Anthropic Fluidstack mit der Entwicklung und dem Bau maßgeschneiderter Anlagen, die speziell auf die KI-Workload-Typen von Anthropic zugeschnitten sind.
Das Unternehmen gibt an, dass Fluidstack in der Lage ist, kurze Zeiträume zu realisieren und über genügend Leistung verfügt, um GPU-intensives Modelltraining und die Bereitstellung zu unterstützen.
Diese Partnerschaft trägt bereits Früchte. In Indiana hat Amazon exklusiv für Anthropic einen 11 Milliarden Dollar teuren, 1.200 Hektar großen Rechenzentrumscampus eröffnet.
Diese Website ist bereits in Betrieb, was dem Unternehmen einen Vorsprung bei der praktischen Umsetzung verschafft, während viele Konkurrenten noch in der Entwurfsphase sind.
Neben den privaten Ausbauprojekten gibt es eine zunehmende Debatte darüber, in welchem Umfang sich die US-Regierung an der Finanzierung des Booms der KI-Infrastruktur beteiligen sollte.
Erst letzte Woche hat OpenAI die Trump-Regierung offiziell aufgefordert, die Steuervergünstigungen des CHIPS Act auf KI-Rechenzentren und wichtige Teile des Stromnetzes wie Transformatoren auszuweiten.
Diese Anfrage erfolgte wenige Tage, nachdem Sarah Friar, Finanzchefin von OpenAI, die Idee einer staatlichen Absicherung zum Schutz einiger ihrer großen Investitionen in Rechenleistung ins Gespräch gebracht hatte.
Die Gegenreaktion ließ nicht lange auf sich warten und war heftig, sodass das Unternehmen seine Aussagen zurücknehmen musste. Doch der Schaden war angerichtet, und der Streit darüber, wer den Ausbau der KI-Infrastruktur in den USA finanziert, wird immer lauter.
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