US-KI-Rechenzentren treiben Energiespeicher-Nachfrage bis 2030 – UBS prognostiziert Boom

Die Energiewende bekommt unerwartete Mitstreiter: Amerikas KI-Rechenzentren werden laut UBS-Analyse in den nächsten fünf Jahren zum Haupttreiber für Energiespeicher-Lösungen. Ein Wachstumsmotor – der die Netzbetreiber vor massive Herausforderungen stellt.
Stromfresser als Innovationstreiber? Während klassische Industrien noch über Wasserstoff diskutieren, schaffen hyperskalierende KI-Cluster Fakten. Jede GPT-6-Trainingseinheit verbraucht mehr Energie als eine Kleinstadt – und das rund um die Uhr.
Netzstabilisierung wird zum Profitcenter. Speicherkapazitäten, die heute noch als ‚Overengineering‘ gelten, werden morgen schon Engpässe verhindern. Die Ironie: Ausgerechnet die Tech-Giganten, die mit NFTs und Metaverse Milliarden verbrannt haben, könnten jetzt die Energiewende retten. Zumindest bis die nächste Hype-Cycle-Blase platzt.
Erneuerbare Energien treiben das Wachstum von Batterien und Speichern in den USA an
Yishu behauptete, dass der einzige Stromerzeugungssektor in den USA, der in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich ein signifikantes Wachstum verzeichnen wird, der der erneuerbaren Energien sei. Laut Yishu liegt dieses Wachstum daran, dass erneuerbare Energien nur sporadisch Strom erzeugen und das System daher zusätzliche Batterien zur Speicherung dieser Energie benötigt.
Der US-Markt ist für chinesische Energiespeicherhersteller von entscheidender Bedeutung, da er zu den margenstärksten Branchen zählt und sie dort einen Marktanteil von 20 % halten. Yishu erklärte jedoch in der Präsentation, dass die Wachstumsmärkte im Nahen Osten, Lateinamerika, Afrika und Südostasien voraussichtlich die höchsten Wachstumsraten zwischen 30 % und 50 % verzeichnen werden.
Yishu erklärte, dass der Gesetzentwurf von US-dent Trump, der die Beteiligung chinesischer Unternehmen am US-Energiesektor einschränkt, die größte Bedrohung für chinesische Exporte in die USA darstelle. Darüber hinaus erwähnte er, dass Energiespeicherprojekte, die durch Aufladen bei niedrigen Preisen und Verkauf von Strom bei hohen Preisen Gewinne erzielen, von Chinas Bestrebungen zur Einführung marktorientierter Preise für erneuerbare Energien zusätzlich profitieren könnten.
Laut Yishu könnendent Speicherprojekte, die nicht mit einem Kraftwerk für erneuerbare Energien gekoppelt sind, bereits bei einer Strompreisdifferenz zwischen Spitzen- und Talzeiten von 0,4 Yuan (0,06 US-Dollar) pro Kilowattstunde rentabel sein.
KI-Rechenzentren treiben die globale Stromnachfrage an
Am 23. September berichtete , dass Nvidia prognostiziert habe, die weltweiten Ausgaben für KI-Rechenzentrumsinfrastruktur könnten bis 2030 3–4 Billionen US-Dollar pro Jahr übersteigen. Laut Nvidia wird erwartet, dass die Ausgaben für KI-Rechenzentren zu einem potenziellen Anstieg des Strombedarfs um 110 GW in den USA und 170 GW weltweit führen werden, was mit den Prognosen der Branche übereinstimmt.
Zum Vergleich: Die installierte Erzeugungskapazität in den USA betrug 2024 rund 1.000 GW. Um die aktuelle US-Kapazität um 10 % zu erhöhen, sind Investitionen von etwa 220 Milliarden US-Dollar erforderlich, was Kosten von 2.000 US-Dollar pro Kilowatt (kW) entspricht. Dieselbe Berechnung ergibt weltweit einen Gesamtbetrag von 340 Milliarden US-Dollar.
Laut einem Bericht des Pew Research Centers verbrauchten US-amerikanische Rechenzentren im Jahr 2024 183 Terawattstunden (TWh) Strom, was 4 % des gesamten Stromverbrauchs des Landes entsprach. Dem Bericht zufolge wird der Stromverbrauch bis 2030 voraussichtlich um 133 % auf 426 TWh steigen
KI-optimierte Hyperscale-Rechenzentren verbrauchen enorme Mengen an Energie. Laut dem Bericht entfallen allein auf Server 60 % des Energieverbrauchs von Rechenzentren, während Kühlsysteme weitere 7–30 % ausmachen.
Die Folgen werden allmählich sichtbar. Laut dem Bericht trugen Rechenzentren im Kapazitätsmarkt des PJM-Strommarktes zu einem Preisanstieg von 9,3 Milliarden US-Dollar im Zeitraum 2025–2026 bei, was zu höheren Strompreisen fürdentin Gebieten wie West-Maryland und Ohio führte.
Laut UBS ist der Ausbau von KI-Rechenzentren nicht der einzige Faktor, der den weltweit steigenden Strombedarf aufrechterhält. Der globale Stromverbrauch dürfte aufgrund der fortschreitenden Elektrifizierung der Weltwirtschaft, der Rückverlagerung von Industriestandorten und des wachsenden Energiebedarfs in Entwicklungsländern weiter steigen.
Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert einen Anstieg des weltweiten Energieverbrauchs um etwa 4 % pro Jahr bis 2027, was über dem jährlichen Verbrauch Japans liegt. Laut IEA deutet diese steigende Rate auf einen Bedarf an zusätzlichen Stromquellen und der dazugehörigen Energieinfrastruktur hin.
Laut Research and Markets wurde der Markt für Energiespeicher in Rechenzentren geschätzt und soll bis 2030 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 8,1 % auf 2,5 Milliarden US-Dollar anwachsen.
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