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China drängt die Niederlande: Nexperia-Chip-Streit muss schnell gelöst werden – sonst kollabiert die Autoindustrie

China drängt die Niederlande: Nexperia-Chip-Streit muss schnell gelöst werden – sonst kollabiert die Autoindustrie

Published:
2025-11-08 19:40:04
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China forderte die Niederlande auf, schnell zu handeln, um den Streit um den Nexperia-Chip beizulegen, der die Autoproduktion beeinträchtigt.

Die globale Chipkrise trifft die Autobauer mit voller Wucht – und jetzt eskaliert der Konflikt um Nexperia.

Chinas Druck auf die Niederlande wächst: Wenn der Streit nicht schnell beigelegt wird, drohen massive Produktionsausfälle. Die Bänder stehen still, während die Aktionäre weiter Dividenden kassieren.

Ein klassischer Fall von ‚Too Big to Fail‘ – nur dass diesmal ganze Fabriken auf dem Spiel stehen, nicht nur Bankbilanzen.

Die Gespräche und die vorübergehenden Ausnahmeregelungen schreiten voran.

Nach einer kürzlich getroffenen Vereinbarung mit den Vereinigten Staaten hat Peking damit begonnen, bestimmten Automobilherstellern im Einzelfall befristete Exportgenehmigungen zu erteilen.

Diese Genehmigungen sollen unmittelbare Lieferengpässe verhindern, hängen aber vollständig von der Zustimmung Pekings ab. China erklärte, es erwarte von den Niederlanden Maßnahmen zum Schutz der Interessen chinesischer Unternehmen und zur Stabilisierung der Lieferketten.

Auf europäischer Ebene erklärte EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič am Samstag, dass Fortschritte bei der Wiederaufnahme der Chip-Lieferungen an Nexperia erzielt wurden. Laut Maroš bestätigte das chinesische Handelsministerium, dass die Exportverfahren nun vereinfacht würden.

Unternehmen wären von den Genehmigungsauflagen befreit, sofern sie angeben, dass die Chips für zivile Zwecke bestimmt sind. „Diese Maßnahme tritt sofort in Kraft“, teilte Maroš öffentlich mit.

Trotzdem erklärte Peking auch, dass die Niederlande noch keine wirksamen Maßnahmen ergriffen hätten, um gegen das vorzugehen, was sie als Menschenrechtsverletzungen gegenüber chinesischen Unternehmen ansieht.

Darin hieß es, die niederländische Regierung solle die Einmischung in die Geschäftstätigkeit von Unternehmen durch staatliche Verwaltung einstellen. Außerdem bestätigte es, dem niederländischen Antrag auf Entsendung von Beamten nach China zu Konsultationen zugestimmt zu haben.

Europas Autoindustrie strebt nach Stabilität

Der Grund für den Streit liegt nach wie vor in der niederländischen Entscheidung vom 30. September, Nexperia aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse zu Wingtech unter staatliche Kontrolle zu stellen.

Nachdem dies geschehen war, reagierte Peking mit einem Exportstopp für Nexperia-Werke in China, was bei europäischen Autoherstellern, die stark auf diese Chips angewiesen sind, Besorgnis auslöste.

Mehrere Unternehmen haben inzwischen berichtet, dass ihnen die Erlaubnis erteilt wurde, wieder Lieferungen zu empfangen, aber der Prozess ist langsam und unsicher.

Šefčovič erklärte, die Europäische Kommission werde in engem Kontakt mit China und den Niederlanden bleiben, um einen Rahmen zu schaffen, der künftig stabile Halbleiterlieferungen gewährleistet. Er betonte, Stabilität und Planbarkeit seien für den europäischen Industriesektor unerlässlich.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz sagte am Samstag in Belém am Rande der COP30-Klimaverhandlungen: „Der Weg für eine Wiederaufnahme der Lieferungen scheint nun frei zu sein.“ Merz erklärte, er habe erneut mit dem niederländischen Übergangsministerpräsidenten Dick Schoof über das Thema gesprochen.

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