Bernstein-Report: Prognosemärkte stehen vor dem Durchbruch – Warum jetzt die Zeit reif ist
Die Zukunft vorhersagen und dabei Geld verdienen? Was nach Science-Fiction klingt, könnte bald Mainstream werden. Ein neuer Bericht der Analysten von Bernstein sieht Prognosemärkte kurz vor dem entscheidenden Durchbruch.
Die Märkte, auf denen Nutzer Wetten auf alles von Wahlen bis zu Aktienkursen platzieren können, haben in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen. Bernstein sieht jetzt die Infrastruktur und das Interesse für einen Massenmarkt gegeben.
Dabei geht es nicht nur um Spekulation: Prognosemärkte gelten als effiziente Methode, kollektives Wissen zu aggregieren – oft präziser als Umfragen oder Analystenmeinungen. Die Blockchain-Technologie macht die Märkte dabei transparenter und zugänglicher denn je.
Natürlich bleibt der Haken: Wo Geld fließt, zieht es auch die üblichen Verdächtigen an. Ob Hedgefonds, die die Märkte manipulieren, oder Retail-Investoren, die ihr letztes Hemd verzocken – die Finanzbranche wird sich schon eine Möglichkeit einfallen lassen, das Konzept zu ruinieren.
Kalshi und Polymarket treiben den Wandel des Prognosemarktes zum Mainstream voran.
Bernstein-Analysten enthüllten, dass Kalshi und Polymarket weiterhin zentrale Akteure sind und als erste den Weg für den Aufstieg von wenig populären Apps zu leicht zugänglichen Mainstream-Produkten geebnet haben.
„Indem die Märkte die Wahrscheinlichkeiten für wichtige Ereignisse bestimmen, können auch Mainstream-Investoren diese Informationssignale in ihre Portfolios einbeziehen“, kommentierten die Analysten von Bernstein.
Experten zufolge könnten Prognosemärkte in den sozialen Medien zu einem wichtigen Indikator für Wahrheit werden. Politische Polarisierung und KI-generierte Inhalte haben die sozialen Medien verzerrt, und Prognosemärkte können aufgrund der Gebühren für ihre Vorhersagen ein Ergebnis liefern, das der Wahrheit näher kommt.
Die beiden Apps ebneten den Weg zu weiteren Märkten, und es gibt Pläne, Vorhersagen auf Krypto-Plattformen wie Coinbase anzubieten. Das Binance -Ökosystem hat sich noch nicht für einen Vorhersagemarkt entschieden, es wird jedoch spekuliert, dass man sich möglicherweise für eine neu entstehende Vorhersage-App entscheiden könnte.
Robinhood und Coinbase könnten ihre Händlerbasis für Prognosen nutzen.
Bis vor Kurzem stellten Nutzer von Prognosemärkten nur eine Gruppe von Krypto-Händlern dar. Da viele Wachstumsquellen im Kryptomarkt stagnierten, könnten Robinhood und Coinbase ihre Nutzerbasis verstärkt auf Prognosen ausrichten. Die Integration von Prognosemärkten könnte zudem die Aktienkurse von Robinhood (HOOD) auf 160 US-Dollar und von Coinbase (COIN) auf 510 US-Dollar ankurbeln.
Die beiden Plattformen könnten sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, während andere, wie Interactive Brokers, versuchen, ihre nativen Apps zu verbreiten. Trum Media plant außerdem die Einführung eines Prognosemarktes und dessen Integration in die Truth Social-Plattform.

Insgesamt entfernen sich Prognosemärkte von riskanten Wetten und machen Vorhersagen aktueller Ereignisse sowie kurzfristige Prognosen salonfähig. Die schnelleren Ergebnisse von Prognosemärkten haben unsichere Wetten auf Token oder andere Vermögenswerte ersetzt und bieten stattdessen leichter erkennbare Chancen in den Bereichen Nachrichten, Sport und kurzfristige Vermögenspreise.
Das größte Hindernis sind die immer noch relativ geringen Handelsvolumina. Obwohl manche Themen viral gehen, sind auch diese Märkte relativ illiquide. Die Zeiten, in denen der Markt für US-dentlebensverändernde Ereignisse hervorbrachte, sind vorbei; die Plattformen dienen heute hauptsächlich der Prognose von Privatanlegern und dem Handel mit kleinen Beträgen.
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