Bankenderegulierung setzt 2,6 Billionen US-Dollar Kreditkapazitäten an der Wall Street frei - Krypto-Märkte vor Liquiditätsschub?

Wall Street erhält frisches Kapital in Billionenhöhe - traditionelle Finanzinstitute müssen sich warm anziehen.
Deregulierungswelle schwemmt Rekordliquidität in die Märkte
Die jüngsten regulatorischen Lockerungen pumpen 2,6 Billionen Dollar neues Kreditvolumen in das Finanzsystem - genau zum richtigen Zeitpunkt für aufstrebende digitale Assets.Banken öffnen die Schleusen für Massenkapital
Während traditionelle Institutionen über regulatorische Geschenke jubeln, positionieren sich kluge Anleger bereits in zukunftsfähigen Vermögenswerten. Die frischen Milliarden suchen Rendite - und finden sie kaum noch in überalterten Finanzprodukten.Kryptomärkte als primärer Nutznießer
Die historische Kapitalfreisetzung trifft auf einen bereits überhitzten Digital-Asset-Markt. Institutionelle Player drängen verstärkt in Krypto-Investments, getrieben von der Suche nach alpha-Generierung jenseits traditioneller Anlageklassen.Regulierer spielen mit dem Feuer
Während die Wall Street ihren größten Kapitalsegen seit Jahrzehnten feiert, fragen sich kritische Beobachter: Wann lernen Aufsichtsbehörden endlich, dass Deregulierungswellen meist in Blasen und anschließenden Rettungspaketen auf Steuerzahlerkosten enden?Trumps Deregulierungsbemühungen entfesseln enorme Feuerkraft im Kreditwesen
Fernando de la Mora, Co-Leiter der Finanzdienstleistungen bei Alvarez & Marsal, sagte , Trump „löst eine große Welle der Deregulierung aus und setzt enorme Kapazitäten frei, was zu einem massiven Wirtschaftsschub und einer Steigerung der Gewinne führen wird.“
Die Daten des Beratungsunternehmens zeigen eine Senkung der Kernkapitalanforderungen für amerikanische Banken um 14 Prozent. Diese Regel bestimmt, wie viel Eigenkapital für Verluste vorgehalten werden muss. Allein diese Senkung könnte den Gewinn pro Aktie um 35 Prozent und die Rendite auf das materielle Kernkapital um 6 Prozent steigern. Dies würde den Banken helfen, ihre Kreditvergabe zu skalieren und stärker in Hochzinsmärkte wie Krypto- und KI-Finanzierung vorzudringen.
Der vollständige Bericht beschreibt detailliert, welche Auswirkungen ähnliche Deregulierungen auf andere Märkte Ripple könnten. Großbritannien wird voraussichtlich die Eigenkapitalanforderungen für Banken um 8 Prozent senken, vermutlich um seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA zu wahren. Die EU-Regulierungsbehörden verfolgen jedoch einen anderen Weg und bereiten eine Erhöhung der Anforderungen um 1 Prozent vor. In der Schweiz ist sogar ein noch größerer Sprung von bis zu 33 Prozent geplant. Der Schweizer Vorschlag könnte die UBS zwingen, nach der Rettung der Credit Suisse 26 Milliarden Dollar an frischem Kapital aufzunehmen, um einen weiteren Finanzschock zu verhindern.
„Dies wird zu einem weiteren Marktanteilsgewinn der US-Banken führen“, fügte de la Mora hinzu. Britische Banken würden ihre Position behaupten, während Schweizer und EU-Banken an Dynamik verlieren würden. Mit gelockerten Beschränkungen und Milliarden an frei gewordenen Mitteln ist die Wall Street in der Lage, globale Konkurrenten zu überholen, während sich das Gleichgewicht wieder in Richtung der US-Dominanz verschiebt.
Federal Reserve und Regulierungsbehörden unterstützen Lockerung trotz globaler Besorgnis
Den größten Gewinn dürfte JPMorgan Chase verzeichnen: schätzungsweise 39 Milliarden Dollar an freigesetztem Kapital aus der Bilanz. Das wird den Gewinn pro Aktie um 31 Prozent und die Eigenkapitalrendite um 7 Prozent steigern und dem Unternehmen mehr Flexibilität bei der Kreditvergabe und Investition verschaffen. In Washington ist Michelle Bowman, die neu ernannte stellvertretende Vorsitzende der Aufsicht der US-Notenbank, eine der lautstärksten Verfechterinnen einer Lockerung der Kapitalvorschriften. Sie kritisierte die strengen Standards des vergangenen Jahrzehnts mit der Begründung, diese hätten die Kreditvergabe in die privaten Kreditmärkte verdrängt und die traditionelle Bankaktivität reduziert.
Die Aufsichtsbehörden haben bereits Pläne zur Lockerung der Anforderungen an die Banken vorgestellt, im Verhältnis zur Bilanzsumme ein festes Niveau an hochwertigem Kapital zu halten. Sie beabsichtigen außerdem, die zusätzlichen Kapitalpuffer für die größten Banken zu ändern und die jährlichen Stresstests, die die Risikobereitschaft begrenzen, neu zu gestalten.
Huw van Steenis, stellvertretender Vorsitzender von Oliver Wyman, sagte: „In den USA gibt es einen Investitionsboom, der finanziert werden muss – für KI, Rechenzentren, Energieinfrastruktur und teilweise Reshoring. Diese Neuausrichtung der Regulierung wird den Banken helfen, von dieser Finanzierungswelle zu profitieren.“ Sein Kommentar spiegelt die Erwartung des privaten Sektors wider, dass die Kreditvergabe mit der Lockerung der Vorschriften massiv ausgeweitet wird.
Doch nicht alle sind mit an Bord. Christine Lagarde,dent der Europäischen Zentralbank, warnte vor einem „Regulierungsrückschritt“, der die Finanzstabilität gefährden könnte. Andrew Bailey, Gouverneur der Bank of England, fügte hinzu, die Regulierer müssten bei der Anpassung der Aufsichtspraxis vermeiden, „das Kind mit dem Bade auszuschütten“.
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