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S&P 500 schießt um 11 % nach oben - Investoren fordern starke Q3-Ergebnisse von US-Wirtschaft

S&P 500 schießt um 11 % nach oben - Investoren fordern starke Q3-Ergebnisse von US-Wirtschaft

Published:
2025-10-12 00:44:21
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Da der S&P 500 seit Jahresbeginn um 11 % gestiegen ist, fordern die Anleger von der amerikanischen Wirtschaft starke Ergebnisse im dritten Quartal

Börsenrausch treibt Erwartungen in die Höhe

Seit Jahresbeginn legte der US-Leitindex beeindruckende 11 Prozent zu - jetzt wollen Anleger endlich die entsprechenden Fundamentaldaten sehen. Die amerikanische Wirtschaft steht unter Druck: Nach dem Kursfeuerwerk müssen die Unternehmen im dritten Quartal liefern.

Erwartungen auf dem Prüfstand

Wall Street hat die Latte hoch gelegt. Jeder Prozentpunkt des S&P-500-Anstiegs schreit nach fundamentaler Untermauerung. Die Bilanzen müssen die Spekulationen rechtfertigen - sonst droht die Ernüchterung.

Q3 wird zum Gradmesser

Die Quartalszahlen werden zeigen, ob die Rally nachhaltig ist oder nur heiße Luft. Typisch Börse: Erst schießen die Kurse nach oben, dann kommen die Realitätschecks. Wo bleiben eigentlich die Gewinnwarnungen?

Trumps Zölle drücken die Aktiengewinne – Investoren fordern Klarheit von Unternehmen

Der Handel ist erneut das Thema der Saison.dent Donald TRUMP kündigte Pläne für einen neuen 100-prozentigen Zoll auf chinesische Waren sowie Exportkontrollen für „jede kritische Software“ an, die am 1. November in Kraft treten sollen.

Die Entscheidung traf die Märkte sofort. Analysten warnten, dass die monatelangen erhöhten Zölle bereits jetzt die Unternehmensgewinne schmälern. Die Deutsche Bank AG schätzt, dass das Gewinnwachstum des S&P 500 in diesem Quartal ohne diese Zölle um etwa einen Prozentpunkt höher ausgefallen wäre.

Asiatische Exporteure, die im vergangenen Jahr Waren im Wert von 1,3 Billionen Dollar in die USA lieferten, haben die Erhöhungen bislang gut überstanden. Viele Fondsmanager vermuten jedoch, dass dies auf vorgezogene Exporte zurückzuführen ist, bevor die Zölle voll greifen. In Europa werden die Gewinnerwartungen bereits nach unten korrigiert.

Ein Citigroup-Index zeigt, dass die Schätzungen seit Mitte März stetig sinken, was die Messlatte für kommende Berichte senkt. Gleichzeitig hat der Boom der KI-Ausgaben nicht nachgelassen. UBS prognostiziert für dieses Jahr einen Anstieg der weltweiten Investitionsausgaben um 67 Prozent auf 375 Milliarden Dollar. Société Générale weist darauf hin, dass die Investitionsquote auf einem 25-Jahres-Hoch liegt.

Doch jedes Anzeichen einer Abschwächung könnte das Vertrauen der Anleger erschüttern. Mike O'Rourke, Chef-Marktstratege bei JonesTrading, sagte : „Eine Abschwächung wäre wie eine Vollbremsung. Viele Unternehmen würden in einen regelrechten Gewinnmitnahmemodus verfallen.“

Entlassungen, Währungsschwankungen und Chinas schwaches Wachstum erhöhen den Druck

Da der Shutdown der Regierung neue Beschäftigungsdaten blockiert, beobachten Investoren die Gewinnkonferenzen auf Anzeichen von Personalabbau. Ross Mayfield, Stratege bei Robert W. Baird & Co., warnte, Entlassungen könnten eine tiefere Schwäche des Arbeitsmarktes offenbaren und die Verbraucherausgaben belasten.

„Wenn sich davon genügend Dinge anhäufen“, sagte er, „ist das ein Zeichen dafür, dass der Arbeitsmarkt schwächer ist als erwartet.“

Auch Währungstrends prägen die Ergebnisse des dritten Quartals. Der US-Dollar legte gegenüber den wichtigsten Währungen zu, liegt aber immer noch deutlich unter seinem Höchststand von 2022. Das ist eine Erleichterung für Exporteure und multinationale Unternehmen, die ihre Auslandseinnahmen in Dollar umwandeln.

Jeff Buchbinder, Chef-Aktienstratege bei LPL Financial, sagte, der schwächere Dollar und KI-gesteuerte Kapitalinvestitionen könnten die Gewinnprognosen um „weitere 5–7 % nach oben“ treiben und die Erträge in diesem Quartal um einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz anheben.

In Europa bleibt dertronEuro eine Belastung. Susana Cruz, Strategin bei Panmure Liberum, sagte, der jüngste Rückgang Sei zu spät gekommen, um den Berichten zum dritten Quartal zu nützen, insbesondere für Bau-, Gesundheits- und Technologieunternehmen, die fast 60 Prozent ihres Umsatzes im Ausland erzielen.

Chinas CSI 300-Index ist in diesem Jahr zwar um 17 Prozent gestiegen, doch die Gewinnprognose für das dritte Quartal bleibt unverändert: Es wird lediglich ein Wachstum von 3 Prozent erwartet. Das bevorstehende Treffen zwischen Trump und Xi Jinping ist nun ungewiss, da beide Länder die Beschränkungen für Technologie- und Materialströme verschärfen.

Dennoch gibt es einen Hoffnungsschimmer. Goldman Sachs geht davon aus, dass sich die Herabstufungen der chinesischen Unternehmensratings verlangsamen, da sich die Produktionstätigkeit und die Industriegewinne erholen. Einige Analysten verwiesen zudem auf Pekings Bemühungen, die Involution zu bekämpfen – den zerstörerischen Preiskrieg im Inland, der den Wettbewerb belastet.

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