Bitcoin-Legende Roger Ver schließt Millionen-Deal: 48 Millionen Dollar Steuerkompromiss mit US-Justizministerium

Der Mann, der als Bitcoin-Jesus bekannt wurde, hat seinen Frieden mit den Steuerbehörden gemacht - aber zu welchem Preis?
Roger Ver einigt sich auf 48 Millionen Dollar
Nach Jahren rechtlicher Auseinandersetzungen hat der frühe Bitcoin-Befürworter Roger Ver einen vorläufigen Vergleich über satte 48 Millionen Dollar mit dem US-Justizministerium erzielt. Der Deal beendet einen langwierigen Steuerstreit, der die Krypto-Community in Atem hielt.
Vom Pionier zum Zahlungspflichtigen
Ver, der maßgeblich zur frühen Verbreitung von Bitcoin beitrug, steht nun vor einer der größten Steuerzahlungen in der Geschichte der Kryptobranche. Die Summe von 48 Millionen Dollar unterstreicht, wie ernst es den Behörden mit der Besteuerung von Kryptogewinnen ist.
Die Ironie des Ganzen: Während Ver einst die steuerliche Unabhängigkeit durch Bitcoin predigte, muss er jetzt einen der größten Steuerschecks der Branche ausstellen. Manchmal holen einen die alten Steuerschulden eben doch ein - selbst in der dezentralen Welt der Kryptowährungen.
Verbindungen zu Trump-Verbündeten und Lobbyarbeit kommen inmitten eines Rechtsstreits ans Licht
Die spanischen Behörden verhafteten Ver nach seiner Anklage in den USA im Jahr 2024, doch nur wenige Tage später wurde er gegen Kaution freigelassen. Seitdem wehrt sich sein Anwaltsteam gegen die Auslieferungsbemühungen Spaniens und verteidigt ihn vor einem US-Bundesgericht gegen die Anklage.
Nach Donald Trumps Wiederwahl im Jahr 2024 hat seine Regierung zahlreiche Schritte unternommen, um dem Kryptosektor freundlicher zu begegnen. Dazu gehören Ermittlungen gegen namhafte Unternehmen wie Coinbase und Binance sowie die Ernennung unterstützender Führungskräfte an der Spitze wichtiger Bundesbehörden. Viele in der Krypto-Community spekulierten, derdent könnte Bitcoin Jesus begnadigen.
Ross Ulbricht, Gründer des Darknet-Marktplatzes Silk Road und einer der ersten, die von Trump begnadigt wurden, forderte Milderung im Fall Ver. „Niemand sollte wegen Steuern den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen“, sagte Ulbricht im Februar. „Lasst ihn die Steuern zahlen (falls es welche gibt) und damit ist die Sache erledigt.“
Krypto-Community sammelt sich, während Spekulationen über eine mögliche Begnadigung Trumps zunehmen
In einem ähnlichen Fall Bloomberg dass ein 30-Millionen-Dollar-Plan, eine Begnadigung für Ver durch den Präsidenten zu erkaufen dent scheiterte, bevor er vorangetrieben werden konnte. Angeführt wurde das Vorhaben angeblich von zwei umstrittenen Persönlichkeiten: dem Geschäftsmann Matt Argall aus Florida, der sich selbst „Lord Argall“ nennt, und dem Krypto-Unternehmer Brock Pierce. Sie besprachen das Vorhaben nach Trumps Wiederwahl bei einem Abendessen in Puerto Rico.
Seit Donnerstag verwies Vers X-Profil auf eine Petition, in der Trump aufgefordert wurde, ihn zu begnadigen. Auf seiner Website fand sich außerdem ein offener Brief, in dem er die US-Regierung aufforderte, das Verfahren einzustellen. Er bezeichnete es als „Vergeltungsmaßnahme“ für sein Eintreten für Bitcoin.
Am Donnerstagnachmittag erhöhten Händler auf der Prognoseplattform Polymarket die Wahrscheinlichkeit, dass Trump den Bitcoin Befürworter begnadigt, von 23 % auf 29 %.
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