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Intel erwägt spektakulären TSMC-Deal zur Wiederbelebung des Gießereigeschäfts - Game-Changer oder Verzweiflungsakt?

Intel erwägt spektakulären TSMC-Deal zur Wiederbelebung des Gießereigeschäfts - Game-Changer oder Verzweiflungsakt?

Published:
2025-09-26 08:03:42
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Intel erwägt TSMC-Deal zur Wiederbelebung des Gießereigeschäfts

Der Halbleiter-Riese sucht nach dem großen Wurf.

Intel steht vor einer strategischen Weichenstellung: Durch eine Partnerschaft mit TSMC will das Unternehmen sein angeschlagenes Foundry-Geschäft neu beleben. Ein Schachzug, der die Chip-Industrie auf den Kopf stellen könnte.

Die Hintergründe des Deals

Eigene Fertigungsprobleme und technologische Rückstände zwingen Intel zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Statt wie gewohnt alle Prozesse intern zu halten, öffnet sich der Konzern nun für externe Zusammenarbeit.

Was das für die Branche bedeutet

TSMC könnte von der Partnerschaft profitieren - während Intel versucht, im Wettrennen um die nächste Chip-Generation wieder Anschluss zu finden. Ein klassischer Fall von "Wenn du sie nicht schlagen kannst, arbeite mit ihnen zusammen".

Die Finanzwelt beobachtet das Manöver mit skeptischem Blick - schließlich hat Intel schon so manches Comeback versprochen, nur um dann doch wieder Quartalszahlen zu verfehlen. Aber diesmal soll alles anders werden. Oder?

Nvidia und SoftBank stecken Geld in Intel

Intels Suche nach externer Hilfe begann nicht erst bei der US-Regierung. Laut Wall Street Journal begann die Suche bereits vor dem Engagement von Präsident dent im vergangenen Monat. Doch mit dem Einstieg Washingtons nahm das Tempo rasant zu. SoftBank investierte im August zwei Milliarden Dollar in Intel. Nvidia folgte kurz darauf und investierte fünf Milliarden Dollar, um sich einen Anteil von vier Prozent zu sichern.

Im Zentrum dieses Sturms steht Intel-Chef Lip-Bu Tan. Er bemüht sich, Partner zu gewinnen, während das Unternehmen versucht, sich von jahrelangen Zielverfehlungen und dem Verlust von Boden gegenüber der Konkurrenz zu erholen. Intel war einst der führende Chiphersteller, liegt im KI-Wettrüsten nun aber hinter Nvidia und AMD zurück.

Der Markt wartet nicht, und die Konkurrenz auch nicht. Intel weiß das und versucht deshalb jetzt, große Schritte zu machen.

Intel hat Milliarden in den Aufbau seinertracinvestiert, um TSMC direkt Konkurrenz zu machen. Doch die bisherigen Ergebnisse sind schwach. Nur wenige externe Kunden konnten gewonnen werden, und das Geschäft stellt keine echte Bedrohung für die Dominanz von TSMC dar.

Bereits im April berichtete The Information TSMC über ein Joint Venture sprachen, bei dem TSMC möglicherweise einen 20-prozentigen Anteil an einem neuen Unternehmen erwerben würde. Diese Gespräche führten jedoch nicht weit, doch nun sind sie wieder da – und diesmal ernster.

Intel verbindet Abhängigkeit von TSMC mit dem Bestreben, mit diesem zu konkurrieren

Obwohl Intel versucht, sich von TSMC zu lösen, sind die beiden Unternehmen in vielerlei Hinsicht miteinander verbunden. Intels Nova-Lake-Prozessoren der nächsten Generation werden voraussichtlich sowohl eigene Fertigungsstätten als auch Teile von TSMC nutzen. Hinzu kommt das Co-Design-Projekt zwischen Intel und Nvidia. Alle daraus hervorgehenden Notebook-Chips werden wahrscheinlich TSMC-Silizium enthalten.

Das macht die Sache kompliziert. Einerseits möchte Intel, dass andere Unternehmen nicht mehr auf TSMC setzen und stattdessen die kommende 14A-Prozesstechnologie verwenden. Andererseits ist Intel bei der Produktion wichtiger Teile seiner eigenen Chips weiterhin auf TSMC angewiesen. Es handelt sich also um gegenseitige Abhängigkeit.

TSMC könnte jedoch einen Wert in der Investition sehen. Sollte Intel scheitern, könnten die Aufsichtsbehörden TSMC wegen seiner zu dominanten Position genauer unter die Lupe nehmen. Hilft TSMC Intel zu überleben, wirkt das Unternehmen weniger wie ein Monopol, sondern eher wie ein verantwortungsvoller Akteur. „Es ist von Vorteil, als Rettungsanker gesehen zu werden“, sagte eine Quelle.

Die ganze Situation erinnert immer mehr an 1997, als Microsoft Apple 150 Millionen Dollar überließ, nur um das Unternehmen über Wasser zu halten. Die Geschichte könnte sich wiederholen; nur diesmal geht es um Chips, nicht um Computer. Und Intel ruft jeden an, der bereit ist, einen Scheck auszustellen.

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