Trump verhängt 100% Zoll auf alle Marken- und Patent-Arzneimittelimporte - Pharmaindustrie unter Schock

Die globale Pharmabranche steht vor einem Erdbeben: Donald Trumps Ankündigung kompletter Importzölle auf patentgeschützte Medikamente lässt Aktienkurse einbrechen.
Handelsbeben trifft Healthcare-Sektor
Ab sofort müssen Pharmakonzerne für jede eingeführte Marken-Arznei den vollen Warenwert nochmals oben drauf zahlen. Ein Schock für Unternehmen, die seit Jahren von globalen Lieferketten profitierten.
Innovation oder Protektionismus?
Während Befürworter von gestärkter heimischer Produktion sprechen, sehen Kritiker massive Preissprünge für Patienten voraus. Die Bilanz? Pharma-Aktien stürzen ab - während sich traditionelle Anleger wieder mal fragen, warum sie nicht früher in dezentrale Assets diversifiziert haben.
Trump erhöht Zölle, um Fabriken zurück in die USA zu drängen
Trump sagte, das Ziel Sei einfach: die Medikamentenproduktion zurück ins Inland zu holen. Und das ist keine leere Drohung. Die US-amerikanische Arzneimittelproduktion ist im Laufe der Jahre stark zurückgegangen, doch Unternehmen wie Eli Lilly, AbbVie und Johnson & Johnson haben bereits begonnen, in heimische Anlagen zu investieren.
Trump versucht, diesen Wandel mit finanziellem Druck zu beschleunigen. Ihm geht es darum, Arbeitsplätze aus ausländischen Laboren zurück in amerikanische Fabriken zu holen.
Dieselbe Logik wird auch bei Lkw angewendet. Nur wenige Stunden nach der Ankündigung der Pharmaindustrie kündigte TRUMP an, er werde importierte „schwere (große!) Lkw“ mit einem 25-prozentigen Zoll belegen, ebenfalls ab dem 1. Oktober. Er sagte, die Lkw schadeten US-Unternehmen und bezeichnete den Schritt als notwendig zum Schutz der nationalen Sicherheit.
„Große Lkw-Hersteller wie Peterbilt, Kenworth, Freightliner, Mack Trucks und andere werden vor der Flut externer Störungen geschützt“, schrieb er auf Truth Social. Es wird erwartet, dass diese in den USA ansässigen Lkw-Hersteller einen Vorteil gegenüber der ausländischen Konkurrenz erlangen, sobald die Zölle in Kraft treten.
Erst einen Tag zuvor hatte das US-Handelsministerium neue Untersuchungen zur nationalen Sicherheit eingeleitet, die sich mit der Einfuhr von Robotern, Industrieausrüstung und medizinischen Geräten befassen. Und dies beschränkt sich nicht nur auf Maschinen. Die Untersuchung erstreckt sich nun auch auf persönliche Schutzausrüstung, darunter N95-Masken, OP-Handschuhe, Spritzen, Nadeln und andere medizinische Hilfsmittel.
Alle neuen Zölle aus diesen sektorspezifischen Untersuchungen würden zu den länderspezifischen Zöllen Trumps hinzukommen und die Kosten für ausländische Hersteller vervielfachen. Japan und die Europäische Union haben jedoch Vereinbarungen getroffen, die sie vor zusätzlichen Gebühren schützen könnten.
Asienmärkte rutschen ab, während Trump die Zollfahndung ausweitet
Die globalen Märkte blieben nicht ruhig. Japans Topix Pharma Index fiel unmittelbar nach der Ankündigung um 1,47 Prozent. Große japanische Pharmaunternehmen wie Daiichi Sankyo und Chugai Pharmaceutical verloren 2,11 Prozent bzw. 3,64 Prozent, während Sumitomo Pharma mit 5,33 Prozent einen stärkeren Einbruch hinnehmen musste. In Südkorea verloren große Namen wie Samsung Biologics 1,71 Prozent und SK Bio Pharmaceuticals 3,71 Prozent.
Die Rückschläge ließen nicht nach. In Hongkong fielen die Aktien von Alibaba Health Information Technology um 2,92 Prozent und die von JD Health um 2,23 Prozent, was den Markt nach unten zog. Der japanische Nikkei 225 blieb unterdessen unverändert, der Topix-Index konnte jedoch um 0,59 Prozent zulegen und erreichte ein neues Allzeithoch.
Investoren reagierten auch auf neue Inflationszahlen aus Tokio. Dort lag die Kerninflation bei 2,5 Prozent und damit unter den von Ökonomen erwarteten 2,8 Prozent. Die Leitzahl blieb stabil bei 2,5 Prozent. Die Zahlen aus Tokio geben oft Aufschluss über die Entwicklung der nationalen Inflation.
Der südkoreanische Kospi-Index verzeichnete mit einem Minus von 2,02 Prozent den größten Verlust in der Region, während der kleinere Kosdaq 1,57 Prozent einbüßte. In Australien blieb der S&P/ASX 200 knapp unter dem Nullniveau.
In China blieb der CSI 300 unverändert, während der Hang Seng Index in Hongkong um 0,86 % fiel. Dies zeigt, dass der Zollschock im gesamten asiatisch-pazifischen Raum weithin spürbar war.
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