Bank of America: Stablecoins und Tokenisierung revolutionieren jetzt die US-Anleihemärkte
Stablecoins und Tokenisierung zerlegen traditionelle Anleihemärkte – und Bank of America sieht das als Game-Changer.
Wie digitale Assets die Spielregeln verändern
Plötzlich laufen Stablecoins mit milliardenschweren Volumina an etablierten Finanzinstituten vorbei. Sie bieten Liquidität, Effizienz und Transparenz – alles, was traditionelle Anleihemärkte oft vermissen lassen. Tokenisierte Assets demokratisieren den Zugang und reduzieren Eintrittsbarrieren drastisch.
Die neue Realität der Anleihen
Bank of America erkennt: Wer diese Technologien ignoriert, verliert. Märkte werden schneller, globaler und inklusiver. Während sich traditionelle Banken noch mit Papierkram und Settlement-Zeiten plagen, regeln digitale Assets Transaktionen in Sekunden.
Natürlich wird das Establishment weiterhin über ‚Risiken‘ sprechen – hauptsächlich das Risiko, irrelevant zu werden.
Nachfrage nach Stablecoins für Schatzwechsel
Stablecoins, Kryptowährungen, die an Vermögenswerte wie den US-Dollar gekoppelt sind, sind zu einem wesentlichen Bestandteil des Kryptohandels und des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs geworden. Die BofA geht davon aus, dass diese Emittenten den Einsatz kurzfristiger US-Staatsanleihen, insbesondere Schatzwechsel, stetig erhöhen werden.
Die Bank prognostiziert, dass die Allokationen von Stablecoins in T-Bills im nächsten Jahr um $25 bis $75 Milliarden steigen könnten. Obwohl dies ein bedeutender Umfang ist, betonten die Analysten, dass diese Nachfrage nicht groß genug ist, um die Gesamtdynamik des Treasury-Marktes wesentlich zu verändern.
Stattdessen sieht die BofA in Stablecoins eine größere Herausforderung für Geldmarktfonds (MMFs), die traditionell ähnliche renditeorientierte Ströme abfangen. Da Stablecoins derzeit keine Zinsen zahlen können, behalten MMFs einen Vorteil – der jedoch schrumpfen könnte, wenn regulatorische Änderungen oder kreative Umgehungslösungen es Stablecoins ermöglichen, Renditen auszuschütten.
Tokenisierung als defensive Strategie
Der Bericht stellt auch ein wachsendes Interesse an Tokenisierung unter MMF-Anbietern fest, von denen einige darin eine Möglichkeit sehen, sich gegen die Konkurrenz durch Stablecoins zu verteidigen. Im Juli 2025 haben BNY Mellon und Goldman Sachs gemeinsam eine Blockchain-basierte Technologie eingeführt, um das Eigentum an ausgewählten MMF-Anteilen zu registrieren.
Diese Maßnahme stellte die erste Umstellung von tokenisierten MMF-Anteilen dar, ein Meilenstein, der im Einklang mit der allgemeinen Dynamik der Branche nach der Verabschiedung des GENIUS Act steht, mit dem ein bundesweiter Rahmen für die Regulierung von Stablecoins geschaffen wurde.
Begrenzte Vorteile
Die BofA argumentiert, dass tokenisierte MMF-Produkte vorübergehend einen Wettbewerbsvorteil bieten könnten, da sie traditionelle Renditen mit der Effizienz der Blockchain-basierten Abwicklung kombinieren. Dieser Vorteil könnte jedoch nur von kurzer Dauer sein, wenn Stablecoins Wege finden, Renditefunktionen zu integrieren.
Derzeit gehen Analysten davon aus, dass MMFs weiterhin die Oberhand behalten werden, aber die rasche Konvergenz digitaler Vermögenswerte mit traditionellen Finanzinstrumenten deutet darauf hin, dass sich der US-Anleihemarkt in einer Weise weiterentwickeln könnte, die noch vor wenigen Jahren kaum jemand erwartet hätte.
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