Bank of America-Umfrage: Institutionen meiden Bitcoin & Krypto-Exposure
Eine aktuelle Global Fund Manager-Umfrage der Bank of America zeigt, dass institutionelle Investoren bei Bitcoin und Krypto weiterhin weitgehend abseitsstehen.
Die Umfrage, an der 211 Manager mit einem verwalteten Vermögen von 504 Milliarden US-Dollar teilnahmen, ergab, dass 97 % der Befragten keine digitalen Vermögenswerte halten.
Institutionelle Allokationen bleiben minimal
Selbst unter der Minderheit der Fondsmanager mit Krypto-Exposure betrug die durchschnittliche Portfoliobeteiligung nur 3,2 %.
Gemittelt über alle Befragte sinkt dieser Wert auf lediglich 0,3 %.
ETF-Analyst Eric Balchunas kommentierte die Ergebnisse:
„Sind das nicht dieselben ‚Global Manager‘, die im Q1 sagten, sie würden Amerika verkaufen? Vielleicht sollten sie Leute mit besseren Renditen befragen.“
Trotz wachsender Mainstream-Adoption von Bitcoin – einschließlich neuer 401(k)-Angebote für US-Rentensparer – haben nur 9 % der Fondsmanager eine strukturelle Allokation in digitale Assets.
Diese vorsichtige Haltung steht im Kontrast zum steigenden Sentiment für globale Aktien, wo sich im August netto 14 % der Manager übergewichtet zeigten, nach 2 % im Vormonat.
Makrorisiken dominieren Portfoliostrategie
Die Umfrage offenbarte zudem, dass 41 % der Manager im kommenden Jahr schwächeres globales Wachstum erwarten, nach 31 % im Juli.
Inflationsängste nehmen zu: 18 % rechnen nun mit höheren Preisdruck gegenüber nur 6 % im Vormonat.
Die Cash-Quote blieb mit 3,9 % stabil – nahe der 4 %-Schwelle, die die Bank of America als mögliches Verkaufssignal für US-Aktien betrachtet.
Aktien vor Bitcoin bevorzugt
Manager bleiben bei globalen und Schwellenmarktaktien übergewichtet, während sie US-Aktien aufgrund von Überbewertungsbedenken untergewichten.
Traditionelle Assets stehen weiter im Fokus, Bitcoin und andere Krypto-Assets gelten in den meisten institutionellen Portfolios als randständig.
Experten erwarten Wandel mit wachsender Bitcoin-Adoption
Während Wall Street vorsichtig bleibt, deuten Experten wie Ryan Rasmussen von Bitwise Invest an, dass institutionelle Manager ihre minimale Bitcoin-Allokation überdenken müssen, sofern Adoptions- und Performance-Trends sich verschieben.
— Übersetzung von CryptoH0und