Ripple SEC-Klage Update: Warum das Urteil so lange auf sich warten lässt

Nach fast vier Jahren Gerichtsschlachten nähert sich Ripples langer Kampf mit der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC langsam dem Ende. Doch während Ripple bereits seinen Teil beigetragen hat, hängt der Ausgang immer noch von einer Sache ab: dem nächsten Schritt der SEC.
Hier eine Zusammenfassung des bisherigen Verlaufs, der noch ausstehenden Schritte und warum der 15. August ein Wendepunkt sein könnte.
Ripple hat gehandelt – aber der Fall ist noch nicht vorbei
Am 27. Juni unternahm Ripple zwei entscheidende Schritte. Erstens zog es seinen Einspruch gegen das frühere Urteil des Gerichts über seine institutionellen XRP-Verkäufe zurück. Zweitens zahlte es die volle zivilrechtliche Geldstrafe von 125 Millionen US-Dollar auf ein Treuhandkonto ein. Dies zeigt, dass Ripple es ernst meint mit dem Abschluss dieses Kapitels.
Auch mit diesen Schritten kann Ripple die Klage jedoch nicht allein beenden. Das Rechtssystem verlangt, dass beide Parteien zustimmen und die endgültigen Dokumente einreichen – und die SEC hat dies noch nicht getan.
Der nächste Schritt liegt nun bei der SEC, die intern abstimmen und ihren Rückzug einreichen muss. Bis das geschieht, bleibt der Fall offen.
Richterin Torres nimmt sich wohl Zeit für gründliche Prüfung
Der Grund für die Verzögerung liegt wahrscheinlich darin, dass Richterin Torres besonders sorgfältig vorgeht. Dies ist nicht irgendein Fall, sondern einer der größten Krypto-Rechtsstreite in der US-Geschichte. Ihr Urteil könnte die künftige Behandlung von Krypto-Unternehmen durch die SEC prägen.
Es ist daher verständlich, dass sie jedes Detail überprüft, bevor sie ihr endgültiges Urteil fällt.
Warum der 15. August eine Rolle spielt
Beide Parteien, Ripple und die SEC, müssen dem Gericht bis zum 15. August 2025 einen gemeinsamen Statusbericht vorlegen. Dies ist keine feste Frist, aber eine wichtige.
Die SEC hat drei Optionen:
- Ihren Einspruch zurückziehen
- Um mehr Zeit bitten
- Weiter verzögern (was ihrem Ruf schaden könnte)
Was passiert, wenn die SEC zurücktritt?
Wenn die SEC ihren Einspruch offiziell zurückzieht, werden mehrere bedeutende Dinge folgen. Ripple könnte seine institutionellen Geschäfte uneingeschränkt wiederaufnehmen. Die 125 Millionen US-Dollar Strafe würden an das US-Finanzministerium überwiesen.
Außerdem könnten mehr als 1.700 vertrauliche Ripple-Verträge öffentlich gemacht werden. Am wichtigsten ist jedoch, dass das Urteil des Gerichts zu einem dauerhaften Rechtspräzedenzfall würde.
Doch bis die SEC diesen letzten Schritt unternimmt, bleibt der Fall offen.
Übersetzt von CryptoH0und