Konflikt bei Aave: „Aave Will Win“ gewinnt erste Abstimmung – Marc Zeller wirft manipulierte Sieg vor
- Was steckt hinter dem „Aave Will Win“-Proposal?
- Warum spricht Marc Zeller von einem „fabrizierten Sieg“?
- Wie geht es jetzt weiter im Aave-Governance-Prozess?
- Fragen & Antworten zum Aave-Konflikt
Die umstrittene Finanzierungsantrag „Aave Will Win“ hat die erste Abstimmungsphase gewonnen, doch Kritiker wie Marc Zeller behaupten, der Sieg sei manipuliert worden. Die Spannungen zwischen AAVE Labs und der dezentralen DAO eskalierten seit Dezember 2025, als Aave Labs den Standard-Aggregator auf Aave.com von Paraswap zu CoW Swap wechselte – eine umstrittene Entscheidung, die Gelder von der DAO-Treasury ablenkte. Jetzt fordert das Team hinter Aave 51 Millionen Dollar für die Entwicklung von Aave V4, was zu hitzigen Debatten über Zentralisierungsrisiken führte.
Was steckt hinter dem „Aave Will Win“-Proposal?
Am 12. Februar 2026 reichte Aave Labs einen bahnbrechenden Antrag ein: 42,5 Millionen USDC plus 75.000 AAVE-Token (gesamt ~51 Mio. $) im Austausch für eine Roadmap zu Aave V4 und das Versprechen, 100% der Einnahmen an die DAO zurückzuzahlen. Das entspricht satten 31,5% des gesamten DAO-Treasury – ein beispielloser Betrag in der DeFi-Geschichte. Der „Temp Check“, eine erste Meinungsumfrage der Community, startete am 25. Februar und endete mit einem knappen Sieg der Pro-Seite.
Warum spricht Marc Zeller von einem „fabrizierten Sieg“?
Marc Zeller, einflussreicher DAO-Mitglied, enthüllte brisante Details: Nach Abzug der Votes von Aave Labs-Mitgliedern (Stani Kulechovs 111.000 AAVE, Aretas 75.000 AAVE und Emilios Wallet mit 47.000 AAVE) hätte die Community den Antrag eigentlich mit 497.000 zu 387.000 Token abgelehnt. „Ein dezentraler Protokollgründer erklärt den Sieg in einem umstrittenen Governance-Vote und deaktiviert öffentliche Kommentare – das ist absurd“, kommentierte Zeller auf X. Besonders pikant: Kulechov verkündete den Sieg, während er Antworten auf seinem X-Account auf gefolgte Kontakte beschränkte.
Wie geht es jetzt weiter im Aave-Governance-Prozess?
Nächste Phase ist die ARFC-Diskussion, wo der Antrag noch modifiziert werden kann, bevor der finale on-chain-Vote das DAO-Kapital tatsächlich freigibt. Zeller fordert jedoch Transparenz: „Weiterverhandeln, obwohl das Ergebnis vorherbestimmt ist, verleiht dem Prozess eine Legitimität, die er nicht verdient.“ Sein Lösungsvorschlag: Aave Labs solle die vier von unabhängigen Mitgliedern geforderten Bedingungen direkt erfüllen – „sie wissen, wo sie uns finden“. Die Spaltung zeigt exemplarisch, wie schwer der Balanceakt zwischen Projektentwicklung und dezentraler Kontrolle in der Praxis bleibt.

Fragen & Antworten zum Aave-Konflikt
Wie viel würde „Aave Will Win“ kosten?
Der Antrag fordert 42,5 Mio. USDC plus 75.000 AAVE (gesamt ~51 Mio. $) – das größte Funding in der Aave-Geschichte.
Wer sind die Hauptakteure im Streit?
Aave Labs-Gründer Stani Kulechov treibt den Antrag voran, während Marc Zeller als DAO-Vertreter Bedenken äußert.
Warum ist der „Temp Check“ umstritten?
Weil die Pro-Stimmen maßgeblich von Aave Labs-Mitgliedern stammen – ohne deren Votes hätte die Community abgelehnt.