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Euro gewinnt zweites Jahr in Folge an Wert – Dollar nähert sich Vierjahrestief

Euro gewinnt zweites Jahr in Folge an Wert – Dollar nähert sich Vierjahrestief

Published:
2026-02-16 22:47:02
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Der Euro setzt seinen Aufwärtstrend gegenüber dem US-Dollar fort und markiert damit bereits das zweite Jahr in Folge Gewinne. Währenddessen rutscht der Greenback bedenklich nahe an sein niedrigstes Niveau seit vier Jahren. Spannende Entwicklungen auf den Devisenmärkten, die wir uns genauer ansehen.

Wie hat sich der Euro-Dollar-Kurs entwickelt?

Der Euro startete den Handel bei 1,1872 US-Dollar, nach einem Schlusskurs von 1,1868 am Vortag. Laut Daten von TradingView verzeichnete die europäische Währung im Jahr 2025 eine kumulierte Rendite von 0,91%. Während der Handelssitzung am Montag bewegte sich der Kurs zwischen 1,1849 und 1,1878. Betrachtet man die letzten 52 Wochen, schwankte der Wechselkurs zwischen 1,0360 und 1,2081.

Der US-Dollar hingegen verlor in diesem Jahr bereits 1,3% gegenüber einem Währungskorb, der unter anderem den Euro und das britische Pfund enthält. Dieser Rückgang folgt auf eine Abwertung von 9% im Jahr 2025. Aktuell befindet sich der Dollar gefährlich nahe an seinem Vierjahrestief.

Stimmt die These vom sicheren Hafen Dollar noch?

Der Deutsche Bank zufolge ist die lange gehegte Annahme, der Dollar würde in Krisenzeiten als sicherer Hafen dienen, nicht länger haltbar. George Saravelos, Global Head of FX Research der Bank, widerspricht in einer Analyse vom 11. Februar 2026 der gängigen Meinung, dass der Dollar in Phasen der Risikoaversion an Wert gewinnt.

"Ein einfacher Chartvergleich zwischen dem Dollar und Aktien zeigt, dass diese Korrelation historisch betrachtet nahe Null liegt", so Saravelos. Besonders im letzten Jahr habe sich der Dollar deutlich vom S&P 500 entkoppelt. Der Experte verweist auf spezifische Risiken im US-Aktienmarkt, insbesondere auf die "Konzentrations- und Kannibalisierungsrisiken durch KI".

Die Auswirkungen zeigen sich deutlich: Der S&P 500 Software- und Dienstleistungsindex ist in diesem Jahr bereits um fast 20% gefallen. Wenn Aktienrisiken steigen und der Dollar nicht als Puffer fungiert, verliert die These vom sicheren Hafen an Glaubwürdigkeit - was dem Euro zugutekommt.

Warum reduzieren Investoren ihre Dollar-Exposure?

Fondsmanager halten aktuell die negativsten Positionen gegenüber dem US-Dollar seit über einem Jahrzehnt. Eine Umfrage der Bank of America zeigt, dass die Dollar-Exposure unter das Rekordtief vom April 2025 gefallen ist - einer Zeit, als Handelsstreitigkeiten die Märkte erschütterten.

Die Schwäche des Dollars spiegelt sich auch in den Optionsmärkten wider. Daten des CME Group zufolge überwiegen aktuell die Wetten gegen den Greenback. Große Asset-Manager berichten, dass Pensionsfonds und institutionelle Anleger ihre Dollar-Risiken absichern oder reduzieren.

Die Absicherungskosten gegen weitere Dollar-Verluste erreichen Niveaus, die zuletzt während der COVID-19-Krise und den Handelskonflikten 2025 zu beobachten waren. "Die Stimmung ist extrem negativ", kommentiert ein BTCC-Analyst die Lage.

Welche Rolle spielen die Konjunkturdaten?

Die Wirtschaft der Eurozone expandierte im vierten Quartal 2025 um 0,3%, was einer annualisierten Rate von 1,4% entspricht. In Asien zeigte sich ein gemischtes Bild: Während der USD/JPY um 0,4% auf 153,27 stieg, enttäuschten die japanischen Wachstumszahlen mit nur 0,2% im Dezember-Quartal (gegenüber Prognosen von 1,6%).

Dieses relative Stärkegefäll begünstigt weiterhin den Euro. "Wenn Europa stabil wächst und andere Regionen enttäuschen, gewinnt die europäische Währung an Attraktivität", erklärt ein Währungsexperte von BTCC.

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die Daten stammen von TradingView und CME Group.

Häufig gestellte Fragen

Wie hat sich der Euro in den letzten Jahren entwickelt?

Der Euro verzeichnet seit zwei Jahren in Folge Gewinne gegenüber dem US-Dollar. Im Jahr 2025 lag die kumulierte Rendite bei 0,91%.

Warum gilt der Dollar nicht mehr als sicherer Hafen?

Laut Analysen der Deutschen Bank zeigt der Dollar in Krisenzeiten keine zuverlässige Aufwertung mehr. Die historische Korrelation zu Aktienverlusten liegt nahe Null.

Wie positionieren sich Investoren aktuell?

Fondsmanager halten die negativsten Dollar-Positionen seit über zehn Jahren. Die Absicherungskosten gegen weitere Verluste erreichen Rekordniveaus.

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