Hat Adam Back oder Blockstream Verbindungen zu Jeffrey Epstein? – Neue Enthüllungen aus den DOJ-Dokumenten
- Die DOJ-Dokumente und Blockstreams Seed-Runde
- Epsteins Einladung nach St. Thomas
- Adam Backs Stellungnahme
- Die Rolle des MIT Media Lab
- Fazit: Ein kompliziertes Erbe
Die jüngsten Veröffentlichungen des US-Justizministeriums (DOJ) werfen Fragen über die Beziehung zwischen den Blockstream-Mitgründern Adam Back und Austin Hill zu Jeffrey Epstein auf. E-Mails zeigen, dass Epstein in die frühe Finanzierungsrunde des Unternehmens involviert war, während Back jegliche finanzielle Verbindung bestreitet. Dieser Artikel analysiert die Dokumente, die Rolle des MIT Media Lab und die Hintergründe der umstrittenen Investition.
Die DOJ-Dokumente und Blockstreams Seed-Runde
Am 31. Januar 2026 veröffentlichte das DOJ neue Dokumente aus den Ermittlungen zu Jeffrey Epstein, darunter E-Mail-Korrespondenzen mit den Blockstream-Gründern Adam Back und Austin Hill. Ein besonders brisanter Austausch datiert auf Juli 2014: Hill informierte Epstein und Joi Ito (damals Direktor des MIT Media Lab) über eine „10-fach überzeichnete“ Seed-Runde von 18 Millionen US-Dollar. Epstein erhielt dabei eine Erhöhung seiner Beteiligung von 50.000 auf 500.000 US-Dollar – eine Entscheidung, die laut Hill „Kopfschmerzen“ verursachte. Back, bekannt als Cypherpunk und Erfinder von Hashcash, wurde in der E-Mail kopiert.
Epsteins Einladung nach St. Thomas
In einer weiteren E-Mail bat Epstein Hill um direkte Kontaktaufnahme, um ein Treffen auf St. Thomas zu koordinieren – einer Insel in der Nähe von Epsteins berüchtigtem Privatdomizil. Reservierungen im Ritz Carlton für Back und Hill wurden dokumentiert. Hill bot an, die Flüge selbst zu organisieren, wie er gegenüber Epsteins Mitarbeiterin Daphne Wallace betonte: „Ich habe Jeffrey gesagt, dass ich gerne unsere eigenen Flüge buche, da wir anschließend nach San Francisco weiterreisen.“
Adam Backs Stellungnahme
Über X (ehemals Twitter) wies Back jegliche finanzielle Verbindung zu Epstein zurück: „Blockstream hatte weder direkte noch indirekte Verbindungen zu Epstein oder seinem Vermögen.“ Er räumte ein, dass das MIT Media Lab 2014 als Investor auftrat, dessen Fonds Epstein als Limited Partner führte. Die Beteiligung wurde jedoch nach wenigen Monaten aufgrund von „Interessenkonflikten“ verkauft. Welche Konflikte genau vorlagen, bleibt unklar – Back gab dazu keine weiteren Details preis.
Die Rolle des MIT Media Lab
Joi Ito, der 2019 nach Epsteins Verstrickungen zurücktrat, vermittelte laut Dokumenten die Investition. Ein internes Memo des MIT von 2015 zeigt, dass Hill Epstein um eine Einführung bei Blythe Masters bat, einer Ex-JPMorgan-Managerin, die damals in ein Bitcoin-Startup einstieg. Dies wirft Fragen über die Netzwerkdynamik zwischen Tech-Entrepreneuren und Epsteins Einfluss auf.
Fazit: Ein kompliziertes Erbe
Während die Dokumente keine direkte Geschäftsbeziehung zwischen Back und Epstein beweisen, zeigen sie doch, wie Epsteins Netzwerk in Tech-Kreise hineinreichte. Blockstream distanzierte sich früh von der Investition – ob aus ethischen oder strategischen Gründen, bleibt offen. Für die Krypto-Community unterstreicht der Fall die Bedeutung transparenter Finanzierungsstrukturen.