IRS-Regel gestoppt: Krypto bleibt jedoch im Fokus des US-Finanzministeriums
- Warum wurde die erweiterte Broker-Regel des IRS abgelehnt?
- Wie verlief der politische Prozess zur Abschaffung?
- Welche Probleme hätte die Regel verursacht?
- Wie positioniert sich das Finanzministerium jetzt zu Krypto?
- Was bedeutet dies für die Zukunft von DeFi in den USA?
- Frequently Asked Questions
Die umstrittene IRS-Regel zur Erweiterung der Broker-Definition auf DeFi-Protokolle wurde vom Kongress gekippt und von Präsident TRUMP im April 2025 unterzeichnet. Dennoch behält das Finanzministerium Kryptowährungen im Visier, insbesondere im Kampf gegen illegale Finanzströme. Während sich die Behörde bei heimischen Entwicklern zurückhält, verstärkt sie die internationale Zusammenarbeit in Steuerfragen.
Warum wurde die erweiterte Broker-Regel des IRS abgelehnt?
Die Regel TD 10021, ursprünglich basierend auf Abschnitt 6045 des Steuergesetzbuches und unterstützt durch den Infrastructure Investment and Jobs Act von 2021, sollte AB 2026 vollständig in Kraft treten. Sie hätte DeFi-Protokolle verpflichtet, Kundentransaktionen wie traditionelle Broker zu melden - ein unmögliches Unterfangen für dezentrale Systeme ohne Kundenkenntnis oder Kontrolle über Gelder. Miller Whitehouse-Levine, CEO der DeFi Education Initiative, brachte es auf den Punkt: "Man kann keine Daten melden, die man nicht besitzt."
Die Kritik kam von verschiedenen Seiten: 1. Entwickler warnten vor der Abwanderung von Open-Source-Projekten ins Ausland 2. Privacy-Advokaten sahen Grundrechte verletzt 3. Wallet-Anbieter fühlten sich zu Unrecht einbezogen 4. Industriegruppen prophezeiten den Niedergang der US-amerikanischen DeFi-Entwicklung 5. Rechtsexperten kritisierten die unklare Formulierung der Regel
Wie verlief der politische Prozess zur Abschaffung?
Anfang 2025 eskalierte der Widerstand im Kongress. Mit dem Congressional Review Act wurde die Regelung komplett zurückgenommen - eine seltene Maßnahme. Der Senat stimmte mit 70:28, das Repräsentantenhaus folgte kurz darauf. Präsident Trump unterzeichnete das Gesetz am 11. April 2025, wodurch die IRS-Pläne noch vor ihrem geplanten Start terminierte. Diese klare politische Botschaft wurde nun durch die aktuelle Stellungnahme des Finanzministeriums bestätigt, das DeFi explizit aus den Broker-Regeln ausnimmt.
Welche Probleme hätte die Regel verursacht?
Die umstrittene Regel hätte das neue Formular 1099-DA eingeführt, das detaillierte Transaktionsdaten erfordert hätte: Beträge, Wallet-Adressen und Identitäten. Dies war für DeFi-Protokolle praktisch unmöglich umzusetzen, da: 1. Die meisten Protokolle keine Nutzerdaten speichern 2. Smart Contracts keine persönlichen Informationen erfassen 3. Frontend-Entwickler keinen Zugriff auf Transaktionsdaten haben 4. Token-Aggregatoren keine Kontrolle über Gelder besitzen 5. Open-Source-Code nicht zentral gesteuert wird
Laut CoinGlass-Daten wären über 80% der DeFi-Projekte in den USA betroffen gewesen. TradingView-Analysten sahen darin eine existenzielle Bedrohung für die Branche.
Wie positioniert sich das Finanzministerium jetzt zu Krypto?
Unter Leitung von Scott Bessent bleibt das Finanzministerium im Krypto-Bereich aktiv, konzentriert sich aber auf andere Prioritäten: 1. Sanktionen gegen iranische Schattenbanknetzwerke (2023-2024) 2. Markierung nordkoreanischer Hacker, die Krypto waschen 3. G7-Verhandlungen über globale Mindeststeuern 4. Internationale Zollabkommen für digitalen Handel 5. Koordination mit Verbündeten in Steuerfragen
Wie ein BTCC-Analyst anmerkte: "Das Ministerium unterscheidet klar zwischen legitimen Krypto-Aktivitäten und illegalem Missbrauch." Während man lokale Entwickler entlastet, wird die Überwachung grenzüberschreitender Ströme intensiviert.
Was bedeutet dies für die Zukunft von DeFi in den USA?
Die Ablehnung der IRS-Regel markiert einen wichtigen Präzedenzfall: 1. DeFi wird nicht wie traditioneller Broker behandelt 2. Entwickler erhalten rechtliche Klarheit 3. Innovationen können weiterwachsen 4. Die USA bleiben für Blockchain-Projekte attraktiv 5. Privacy-Features bleiben erhalten
Dennoch warnt das Finanzministerium vor übermäßigem Optimismus. Wie aus Kreisen des Ministeriums verlautete, behält man sich regulatorische Maßnahmen vor, sollte DeFi für illegale Aktivitäten missbraucht werden. Die Balance zwischen Innovation und Regulierung bleibt eine Herausforderung.
Frequently Asked Questions
Welche Formulare müssen Krypto-Broker jetzt einreichen?
Zentralisierte Börsen wie Coinbase, Binance US oder BTCC müssen weiterhin Standard-Broker-Formulare einreichen. DeFi-Protokolle sind davon befreit.
Gilt die Regeländerung rückwirkend?
Nein, die Regel war noch nicht in Kraft und wurde vor ihrem geplanten Start 2025 gestoppt.
Müssen US-Bürger DeFi-Transaktionen melden?
Ja, Steuerpflichtige müssen Krypto-Gewinne selbst melden - diese Pflicht besteht unabhängig von Broker-Regeln.
Wie wirkt sich dies auf Krypto-Börsen aus?
Zentralisierte Börsen sehen sich weiterhin regulatorischen Anforderungen gegenüber, während DeFi-Projekte mehr Freiheiten haben.
Welche Länder könnten ähnliche Regelungen einführen?
Die EU beobachtet die US-Entwicklung genau, während asiatische Märkte wie Singapur eigene Wege gehen.