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JPMorgan sieht Stablecoin-Ausblick weniger rosig als Bullen denken

JPMorgan sieht Stablecoin-Ausblick weniger rosig als Bullen denken

Author:
ApeC0inZ
Published:
2025-07-04 03:54:42
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JPMorgan hat Zweifel an den optimistischen Prognosen zu Stablecoins geäußert und vorhergesagt, dass der Markt bis 2028 nur auf 500 Milliarden Dollar wachsen wird. Die Bank warnte, dass Billionen-Dollar-Prognosen „viel zu optimistisch“ seien.

Die Bank nannte schwache Mainstream-Adoption und begrenzte Nutzung über den Krypto-Handel hinaus als zentrale Wachstumshemmnisse.

Reuters berichtete am Freitag, dass das Brokerage-Haus sagte, Stablecoins blieben weitgehend auf ihre ursprüngliche Rolle als Werkzeuge für den Handel und als Sicherheiten innerhalb von Krypto-Märkten beschränkt.

Trotz erhöhter Aufmerksamkeit von Gesetzgebern und Finanzinstitutionen schätzte JPMorgan, dass nur 6 % der Stablecoin-Nachfrage, oder etwa 15 Milliarden Dollar, auf tatsächliche Zahlungsaktivitäten entfallen.

„Die Vorstellung, dass Stablecoins traditionelles Geld für den täglichen Gebrauch ersetzen werden, ist noch weit von der Realität entfernt“, so die Bank.

Stablecoin-Markt wächst, aber JPMorgan hinterfragt breitere Nutzung

Stablecoins, die typischerweise an den US-Dollar gekoppelt sind, haben in den letzten Jahren an Schwung gewonnen, da Fintechs und traditionelle Banken blockchain-basierte Zahlungs- und Abwicklungsoptionen erkundeten.

Der Markt ist in diesem Jahr bisher um 23 % gewachsen und hat einen Gesamtwert von 254 Milliarden Dollar erreicht. Dennoch warnte JPMorgan, dass diese Expansion nicht mit einer breiten Marktnutzung gleichzusetzen sei.

Die Zuversicht stieg letzten Monat, als der US-Senat den GENIUS Act verabschiedete, das bislang umfassendste Krypto-Gesetz, das regulatorische Klarheit für die Ausgabe von Stablecoins schaffen soll. Vor der Abstimmung hatte Standard Chartered vorhergesagt, dass der Stablecoin-Markt bis 2028 2 Billionen Dollar erreichen könnte, während Bernstein seine langfristige Prognose auf 4 Billionen Dollar setzte.

Dennoch widersprach JPMorgan diesen Ansichten und wies darauf hin, dass die Adoption außerhalb des Krypto-Handels minimal und fragmentiert bleibe.

Private Stablecoins stehen weiter vor Herausforderungen: JPMorgan

Während Länder wie China staatlich unterstützte Digitalwährungen vorantreiben, haben sich die meisten auf nationale Initiativen konzentriert anstatt private Stablecoins zu übernehmen. Im Juni verpflichtete sich Chinas Zentralbank, die grenzüberschreitende Nutzung des digitalen Yuan auszuweiten.

Auch im privaten Sektor bleiben die Signale gemischt. Die ANT Group, die über ihren internationalen Arm Alipay betreibt, kündigte an, eine Stablecoin-Lizenz in Hongkong beantragen zu wollen.

Doch JPMorgan wies Vergleiche mit Chinas E-CNY oder der Dominanz von Plattformen wie Alipay und WeChat Pay zurück und sagte, sie böten keine Blaupause für den globalen Stablecoin-Erfolg.

US-amerikanische Unternehmen scheinen ebenso vorsichtig. PayPal-CEO Alex Chriss räumte kürzlich ein, dass Stablecoins in den USA noch nicht für die Massenadoption bereit seien, und verwies auf einen Mangel an starken Verbraucheranreizen.

Er merkte an, dass PayPal begonnen habe, Belohnungen anzubieten, um die Nutzung zu fördern, fügte aber hinzu: „Es gibt keinen wirklichen Anreiz, die Adoption voranzutreiben.“

Für jetzt deutet JPMorgans Prognose darauf hin, dass die Stablecoin-Story langsamer wachsen könnte als viele gehofft hatten, da regulatorische Hürden, Infrastrukturlücken und begrenzte Nachfrage die breiteren Ambitionen des Sektors weiter belasten.

Übersetzt von ApeC0inZ

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