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Warren Buffett ärgert sich: Kraft Heinz spaltet sich ohne Abstimmung der Aktionäre (2025)

Warren Buffett ärgert sich: Kraft Heinz spaltet sich ohne Abstimmung der Aktionäre (2025)

Author:
AltC0inX
Published:
2025-09-07 14:15:02
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Warren Buffett, der legendäre Investor und CEO von Berkshire Hathaway, hat scharfe Kritik an der geplanten Aufspaltung von Kraft Heinz geäußert. Der milliardenschwere Konzern will sich in zwei separate Unternehmen teilen – ohne die Aktionäre darüber abstimmen zu lassen. Buffetts Ärger ist verständlich: Berkshire hält 27,5% der Anteile an Kraft Heinz, ein Paket, das aktuell rund 8,9 Milliarden Dollar wert ist. Damit ist Buffett der größte Einzelaktionär des Lebensmittelriesen. Doch seine Stimme wurde ignoriert.

Warum ist Buffett so wütend über die Aufspaltung?

Buffett kritisierte die Entscheidung in einem privaten Telefonat mit der bekannten Finanzjournalistin Becky Quick. Sein Hauptärgernis: Die Aktionäre wurden übergangen. "Das ist einfach nicht der richtige Weg", soll Buffett gesagt haben. Besonders stört ihn die geplante Aufteilung in zwei Unternehmen, die schätzungsweise 300 Millionen Dollar an Kosten verursachen wird. "Es war vielleicht nicht die brillanteste Idee, Kraft und Heinz zusammenzulegen", räumte Buffett ein, "aber ich glaube nicht, dass eine Trennung die Probleme löst."

Wie reagierte der Markt auf die Nachricht?

Die Börse teilte Buffetts Skepsis. Die Aktie von Kraft Heinz sackte am Tag der Ankündigung um bis zu 7,6% AB und schloss die Woche mit einem Minus von 2,4%. Das ist nur der jüngste Rückschlag für Investoren: Seit der Fusion von Kraft und Heinz im Jahr 2015 hat die Aktie satte 69% an Wert verloren. Ursprünglich war die Fusion ein Gemeinschaftsprojekt von Berkshire Hathaway und dem brasilianischen Investmenthaus 3G Capital. Damals, 2015, war Berkshires Anteil an dem fusionierten Unternehmen noch 24 Milliarden Dollar wert. Heute liegt der Wert bei nur noch etwa 10 Milliarden – unter den ursprünglichen Anschaffungskosten von 9,8 Milliarden.

Was bedeutet die Aufspaltung für die Zukunft von Kraft Heinz?

Experten sehen die Pläne kritisch. Die Financial Times bezeichnete die Aufspaltung als "weder mutig noch klug", sondern eher als verzweifelten Versuch, jahrelange Misserfolge zu kaschieren. Tatsächlich hat das Unternehmen in den letzten Jahren stark an Innovationskraft eingebüßt und sich vor allem auf Kostensenkungen konzentriert. Zwei Berkshire-Vertreter im Aufsichtsrat von Kraft Heinz sind bereits im Mai zurückgetreten, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, Optionen zur Steigerung des Aktionärswerts zu prüfen. Buffett selbst hat nicht ausgeschlossen, Berkshires Anteile zu verkaufen. "Wir werden tun, was im besten Interesse von Berkshire ist", sagte er. Allerdings würde er einen Verkauf nur dann in Betracht ziehen, wenn das Angebot allen Aktionären gleichermaßen gemacht würde – es SEI denn, es handelt sich um eine vollständige Übernahme.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Situation bleibt angespannt. Sollte Berkshire tatsächlich beginnen, seine Anteile zu verkaufen, könnte das einen Dominoeffekt auslösen. Da Berkshire mehr als 10% der Anteile hält, müssten Verkäufe bereits nach zwei Handelstagen gemeldet werden – was andere Investoren möglicherweise in Panik versetzen und zu weiteren Verkäufen führen könnte. Für Buffett ist das ganze Debakel eine herbe Enttäuschung. Schon 2019 hatte Berkshire 3 Milliarden Dollar auf die Kraft Heinz-Beteiligung abschreiben müssen, im letzten Quartal kamen noch einmal 3,8 Milliarden Dollar an Wertberichtigungen hinzu.

Fragen und Antworten zu Kraft Heinz

Warum ist Warren Buffett gegen die Aufspaltung von Kraft Heinz?

Buffett kritisiert vor allem, dass die Aktionäre nicht über die Aufspaltung abstimmen durften. Als größter Einzelaktionär fühlt er sich übergangen. Zudem hält er die geplanten 300 Millionen Dollar an Aufspaltungskosten für verschwendetes Geld.

Wie hat sich die Kraft Heinz-Aktie seit der Fusion 2015 entwickelt?

Die Aktie hat seit der Fusion im Jahr 2015 etwa 69% an Wert verloren. Berkshires Anteil, der 2015 noch 24 Milliarden Dollar wert war, wird heute auf etwa 10 Milliarden Dollar geschätzt.

Könnte Berkshire Hathaway seine Anteile an Kraft Heinz verkaufen?

Buffett hat einen Verkauf nicht ausgeschlossen. Er betonte jedoch, dass Berkshire nur verkaufen würde, wenn es im besten Interesse des Unternehmens ist. Ein Verkauf großer Anteile würde zudem allen Aktionären gleichermaßen angeboten werden müssen.

Was sind die Hauptkritikpunkte an der Aufspaltung?

Kritiker wie die Financial Times sehen in der Aufspaltung keinen strategischen Schachzug, sondern einen Versuch, jahrelange Misserfolge und mangelnde Innovation zu vertuschen. Die hohen Kosten der Aufspaltung werden ebenfalls kritisiert.

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