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Stablecoins scheitern als Geldersatz: Warum sie die Funktion der Fiat-Liquidation nicht erfüllen

Stablecoins scheitern als Geldersatz: Warum sie die Funktion der Fiat-Liquidation nicht erfüllen

Author:
AltC0inX
Published:
2025-06-25 09:44:01
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Ein aktueller Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) kommt zu einem vernichtenden Urteil: Stablecoins haben in drei zentralen Geld-Funktionen versagt. Trotz Bemühungen, sie in das konventionelle Finanzsystem zu integrieren, fehlt ihnen die nötige Stabilität, Flexibilität und Regulierung. Die BIZ warnt vor Risiken für die monetäre Souveränität und sieht höchstens eine subsidiäre Rolle für die digitalen Token. Besonders kritisch: Stablecoins werden häufig für kriminelle Aktivitäten genutzt und könnten bei einem Kollaps zu "Fire Sales" der hinterlegten Assets führen.

Warum haben Stablecoins als Geld versagt?

Die BIZ identifiziert drei fundamentale Mängel: Erstens fehlt die Unterstützung durch Zentralbanken, zweitens gibt es unzureichende Schutzmaßnahmen gegen illegale Nutzung, und drittens besitzen sie nicht die notwendige Flexibilität für Kreditvergabe. Hyun Shin, Wirtschaftsberater der BIZ, vergleicht Stablecoins mit privaten Banknoten aus dem 19. Jahrhundert, die je nach Emittent mit schwankenden Wechselkursen gehandelt wurden. Dies untergräbt das Prinzip des fraglosen Zahlungsmittels, das Zentralbankgeld auszeichnet.

Wer kontrolliert die Stablecoins - und wo sind die Reserven?

Andrea Maechler, stellvertretende Generalmanagerin der BIZ, äußert grundlegende Bedenken: "Die ganze Frage der Offenlegung ist, wo sich einige Stablecoins unterscheiden. Man wird sich immer fragen müssen: Wie gut ist die Asset-Deckung? Ist das Geld wirklich da? Wo ist es?" Diese Transparenzprobleme machen Stablecoins anfällig für Missbrauch und erhöhen das systemische Risiko, besonders wenn - wie im Fall von TerraUSD 2022 - das Vertrauen schwindet.

Wie bedrohen Stablecoins die monetäre Souveränität?

Die BIZ warnt vor Kapitalflucht aus Schwellenländern und einer Untergrabung nationaler Währungssysteme. Ohne klare Regulierung stellen Stablecoins ein Risiko für die Finanzstabilität dar. Agustin Carstens, scheidender BIZ-Chef, fordert ein mutiges Umdenken: Das nächste Währungs- und Finanzsystem müsse bewährte Prinzipien mit den Möglichkeiten der Tokenisierung verbinden. Die BIZ schlägt vor, dass Zentralbanken eine führende Rolle bei der Entwicklung eines "vereinheitlichten, programmierbaren Ledgers" einnehmen sollten.

Können Stablecoins dennoch eine Rolle spielen?

Im besten Fall, so die BIZ, könnten Stablecoins eine ergänzende Funktion einnehmen - vorausgesetzt, sie werden streng reguliert. Einige Unternehmen wie Visa und Mastercard experimentieren bereits mit Stablecoin-Integration für Zahlungssysteme. Tokenisierte Zentralbankreserven könnten als stabile, vertrauenswürdige Abwicklungsassets in einem tokenisierten Ökosystem dienen, während kommerzielle Bankguthaben das bewährte zweistufige System erweitern könnten.

Fragen und Antworten zu Stablecoins und ihrer Funktion

Warum können Stablecoins die Funktion der Fiat-Liquidation nicht erfüllen?

Stablecoins fehlt die entscheidende Funktion der traditionellen Abwicklung, die von Zentralbanken mit Fiat-Geld bereitgestellt wird. Sie sind wie private Banknoten ohne einheitlichen Wert und können nicht als sicheres Zahlungsmittel fungieren.

Was sind die Hauptrisiken von Stablecoins?

Die BIZ nennt drei Hauptrisiken: Gefährdung der monetären Souveränität, mangelnde Transparenz bei den Reserven und das Risiko von Kapitalflucht aus Schwellenländern. Zudem sind sie anfällig für kriminelle Nutzung und systemische Zusammenbrüche.

Wie könnte ein besseres System aussehen?

Die BIZ schlägt einen "vereinheitlichten Ledger" vor, der tokenisierte Zentralbankreserven, kommerzielle Bankeinlagen und Staatsanleihen integriert. Dies würde Zentralbankgeld als primäres globales Zahlungsmittel erhalten und gleichzeitig neue Funktionen ermöglichen.

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