Hält sich die US-Regierung nicht an ihre eigene Bitcoin-Reserve-Regel? Verkauf von 6,3 Millionen Dollar BTC wirft Fragen auf

Eine neue Kontroverse entzündet sich am Umgang der US-Regierung mit Bitcoin und stellt ernsthafte Fragen: Halten sich Bundesbehörden nicht an klare Anweisungen des Weißen Hauses zum Aufbau einer strategischen Bitcoin-Reserve?
Laut einem aktuellen Bericht des Bitcoin Magazine hat der US Marshals Service (USMS) möglicherweise Bitcoin verkauft, die von den Entwicklern der Samourai Wallet eingezogen wurden – obwohl eine Executive Order besagt, dass solches Bitcoin gehalten, nicht verkauft werden soll.
Was im Fall Samourai geschah
Die Samourai-Wallet-Entwickler Keonne Rodriguez und William Lonergan Hill willigten im November 2025 in einem Vergleich mit dem US-Justizministerium (DOJ) ein, Bitcoin im Wert von etwa 6,3 Millionen Dollar abzutreten. Zum Zeitpunkt der Vereinbarung entsprach dies etwa 57,55 BTC.
Dokumente zeigen, dass dieser Bitcoin kurz nach Unterzeichnung der Vereinbarung transferiert wurde. Anstatt in staatlicher Verwahrung zu bleiben, deuten Blockchain-Daten darauf hin, dass die Mittel direkt an eine Coinbase Prime-Adresse gesendet wurden, die üblicherweise für institutionellen Handel genutzt wird.
Diese Adresse weist nun einen Kontostand von null auf, was die Besorgnis nährt, dass die Bitcoin bereits verkauft wurden.
Warum die Bitcoin-Reserve wichtig ist
Dieser Schritt erregt Aufmerksamkeit wegen der Executive Order 14233, die klarstellt, dass Bitcoin, der durch straf- oder zivilrechtliche Einziehung erworben wird, als Teil der strategischen Bitcoin-Reserve der Vereinigten Staaten gehalten werden soll.
Die Anordnung besagt ausdrücklich, dass „staatliches BTC nicht verkauft werden darf“ und stattdessen als langfristiges strategisches Asset erhalten bleiben soll. Die Idee ist, Bitcoin eher wie Goldreserven zu behandeln und nicht als etwas, das schnell in Bargeld umgewandelt wird.
Wenn die Berichte zutreffen, würde der Verkauf dieses Bitcoin direkt gegen diese Anordnung verstoßen.
Politiker zeigen rote Fahnen
Senatorin Cynthia Lummis kritisierte die Situation öffentlich und fragte, warum die Regierung Bitcoin noch immer veräußert, wenn der Präsident Behörden ausdrücklich angewiesen hat, ihn zu erhalten.
Sie warnte davor, dass sich die USA strategische Bitcoin-Assets nicht leisten können, während andere Länder aktiv BTC ansammeln. Ihre Kommentare spiegeln eine wachsende Besorgnis in Washington wider, dass gemischte Signale verschiedener Behörden die US-Kryptostrategie schwächen.
In einer Zeit, in der der globale Wettbewerb um digitale Assets zunimmt, sagen Kritiker, dass das Ignorieren solcher Direktiven die USA ins Hintertreffen bringen und das Vertrauen in ihre Krypto-Politikrichtung untergraben könnte.
Derzeit beobachtet die Krypto-Community die Situation genau und stellt eine einfache, aber ernste Frage: Wenn die USA eine strategische Bitcoin-Reserve wollen, warum verkaufen sie dann noch immer Bitcoin?