Ehemaliger Nationalversammlungsvorsitzender drängt auf globale KRW-Stablecoin-Notierungen bei Binance
Krypto-Machtspiel: Politiker fordert Binance-Listing für südkoreanische Stablecoins
Globaler Zugang statt lokale Beschränkungen
Ein ehemaliger Parlamentspräsident erhöht den Druck auf die größte Kryptobörse der Welt. Seine Forderung: Südkoreanische Won-Stablecoins müssen international handelbar werden – und zwar sofort. Kein Warten auf regulatorische Grauzonen oder bürokratische Hürden.
Binance unter Beschuss – und im Fadenkreuz der Aufsichtsbehörden
Während traditionelle Finanzinstitute noch über CBDCs diskutieren, preschen digitale Assets vor. Stablecoins pegged an den KRW könnten den Devisenhandel revolutionieren – und umgehen dabei die üblichen Bankenkanäle. Typisch: Die etablierten Player schlafen, während die Kryptobranche bereits die nächste Stufe zündet.
Die FSA beobachtet die Entwicklung mit gemischten Gefühlen. Einerseits regulatorische Bedenken, andererseits der nicht zu ignorierende wirtschaftliche Druck. Südkorea könnte sich als Stablecoin-Vorreiter positionieren – oder wieder einmal den Anschluss verpassen.
Am Ende geht's wie immer nur um eins: Wer kontrolliert das Geld? Die alten Institutionen – oder die neuen Technologien. Und wie üblich werden die Banker erst dann aufwachen, wenn ihre Gebühren nicht mehr fließen.
Regierung blockiert Parlament
Die Financial Services Commission (FSC) legt einen speziellen Gesetzentwurf für KRW-Stablecoins vor. Das Gesetz wird voraussichtlich Regelungen zu Reserven, Transparenz und Betriebsstandards . Beamte bezeichnen es als einen entscheidenden Schritt zur Schaffung eines sicheren digitalen Finanzsystems.
Doch der Weg ist steinig. Politische Auseinandersetzungen bremsen den Fortschritt, konkurrierende Gesetzesentwürfe werden im Parlament diskutiert. Einige Abgeordnete fordern ein umfassendes Gesetz für digitale Vermögenswerte, während andere an einem gezielteren Gesetz zur Synchronisierung mit Stablecoins arbeiten.
Die Verzögerungen spiegeln frühere Rückschläge wider. Frühere Bemühungen zur Regulierung des Sektors wurden aufgrund von Bedenken hinsichtlich des Anlegerschutzes, der Geldwäsche und des Zusammenbruchs des Kryptomarktes im Jahr 2022, der das Vertrauen der Öffentlichkeit erschütterte, ins Stocken geraten.
Trotz des Stillstands stehen die Regulierungsbehörden unter Druck, zu reagieren. Der Aufstieg von Dollar-basierten Coins wie USDT und USDC auf den koreanischen Kryptomärkten hat Bedenken hinsichtlich einer „Dollarisierung“ geweckt. Beamte befürchten, dass die Koreaner ihre nationale Währungssouveränität aufgeben könnten, wenn sie massenhaft Dollar-basierte Token verwenden.
Banken und Technologieunternehmen streiten um die Kontrolle über Stablecoins
Die Bank of Korea äußerte sich jedoch vorsichtig. Gouverneur Rhee Chang-yong erklärte, er unterstütze KRW-Stablecoins grundsätzlich. Er befürchtet Kapitalflucht und mögliche Wechselkursschwankungen, wenn deren Ausgabe privaten Unternehmen ohne entsprechende Schutzmaßnahmen anvertraut wird.
Lees Vision geht über das Bank- und Finanzwesen hinaus. Er schlägt vor, KRW-Stablecoins in Koreas kulturelle und technologische Exporte einzubinden. Er fügte hinzu, dass Nutzer koreanischer Webtoons, Dramen und Online-Bildungsplattformen ermutigt werden sollten, an KRW gekoppelte Coins zu verwenden. Lee schlug vor, solche Coins auch in die Gesundheitsversorgung internationaler Patienten und in grenzüberschreitende Kulturaustauschprogramme zu integrieren.
Er prognostizierte, dass Samsung, der Tech-Gigant des Landes, irgendwann seinen eigenen Stablecoin herausgeben könnte, ähnlich wie Apple, das Berichten zufolge dasselbe erwägt. Lee sagte, dass ein durch den Won gedeckter und in Samsung Pay integrierter Coin, insbesondere innerhalb des Samsung-Ökosystems, weltweit weiter verbreitet sein würde als jede andere Kryptowährung.
Andere inländische Unternehmen könnten im Rahmen ihrer globalen Expansionsstrategien mit dem KRW-Stablecoin nachziehen. Der Einsatz solcher Bankkarten könnte Koreas sogenannte Soft Power im Ausland stärken und Fintech mit der K-Kultur verbinden, die weltweit Anhänger findet.
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