Elon Musks DOGE, xAI, X, Tesla, SpaceX & Robotaxis-Versprechen bis 2025: Eine Bilanz der nicht gehaltenen Zusagen
Der Countdown ist abgelaufen, die Deadline verstrichen. Elon Musks ambitionierte Roadmap für 2025 liegt in Trümmern – ein Meisterkurs in futuristischer Verzögerungstaktik.
Die große Entkopplung: Vision versus Realität
Statt vollautonomer Robotaxis surren weiterhin Investorenanfragen durch die Rechtsabteilungen. X, einst als alles-App angepriesen, ringt mit grundlegender Monetarisierung, während xAI zwar beeindruckende Demos liefert, aber den revolutionären Durchbruch schuldig bleibt. Bei SpaceX mag der Mars im Visier sein, doch die versprochenen Meilensteine für 2025 verpufften im Orbit des Vagen.
DOGE: Der Meme-Coin auf der Geisterfahrt
Das einstige Zahlungsmittel der Zukunft? Dogecoin hängt weiterhin am Tropf von Musk-Tweets, ein spekulatives Asset ohne die versprochene breite Utility. Ein klassischer Fall von 'Verkaufe die Vision, liefer die Volatilität' – Wall Street wäre stolz.
Das Fazit: Das nächste Versprechen ist immer nur einen Tweet entfernt
Die Diskrepanz zwischen Ankündigung und Ausführung könnte größer nicht sein. Während die Fristen verstreichen, wird einfach das Ziel neu definiert. In der Welt von Elon Musk ist die Roadmap kein Vertrag, sondern ein sich ständig neu erfindendes Narrativ – perfekt für die nächste News-Schlagzeile, frustrierend für jeden, der auf Ergebnisse wartet.
Der Start des Tesla Robotaxi konnte Elons öffentliche Versprechen nicht erfüllen
Im Juli berichtete Cryptopolitan während der Telefonkonferenz zu den Tesla-Quartalszahlen für das zweite Quartal 2025, dass Elon Musk Investoren fälschlicherweise versprochen habe, Robotaxis würden bis Jahresende die Hälfte der US-Bevölkerung abdecken. Er sagte: „Ich glaube, dass bis Ende des Jahres die Hälfte der US-Bevölkerung von Teslas Robotaxis bedient sein wird.“
Austin, Texas, ist nach wie vor die einzige Stadt mit aktivem Robotaxi-Betrieb, und selbst dort berichtendentlaut einem Artikel der New York Times nur selten von den Fahrzeugen. Wenn sie doch einmal zu sehen waren, fuhren sie nicht vollständig autonom. Berichten zufolge befand sich in jedem Fahrzeug weiterhin ein menschlicher Sicherheitsbeauftragter.
Das Versprechen leerer Autos gab es schon früher. Während einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen des vierten Quartals 2024 erklärte Elon Musk, dass Teslas AB Juni in Austin ohne Besatzung unterwegs sein würden. „Teslas werden ab Juni in Austin ohne Fahrer unterwegs sein“, sagte er. Die texanischen Vorschriften schrieben eine Aufsichtsperson vor. Diese blieb im Einsatz.
Im September postete Elon auf X, dass der Sicherheitsfahrer bis Jahresende ausscheiden würde. „Der Sicherheitsfahrer ist nur für die ersten paar Monate da“, schrieb er. Im Oktober wiederholte er diesen Zeitplan in einer weiteren Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen. Im Dezember sagte er auf einem xAI-Hackathon: „Das Problem des unüberwachten Lernens ist so gut wie gelöst.“
KI, Roadster-Demos und DOGE-Kürzungen verfehlten Ziele
Im Jahr 2024 antwortete Elon auf eine Anfrage von Logan Kilpatrick, Developer Advocate bei Google AI Studio, zum Thema X. Logan fragte: „Wie lange dauert es noch bis zur AGI?“ Elon antwortete: „Nächstes Jahr.“
Tja, die allgemeine allgemeine Intelligenz (AGI) ist auch am 1. Januar 2026 noch nicht da.
Im November gab es in „The Joe Rogan Experience“ ein weiteres Versprechen. Podcast-Moderator Joe Rogan fragte nach dem lang erwarteten Tesla Roadster, der 2017 angekündigt und vorbestellt werden konnte. Elon Musk sagte: „Wir stehen kurz davor, den Prototyp zu präsentieren.“
Er sagte, die Demo würde unvergesslich werden und hoffte, sie fände noch vor Jahresende statt. Doch es kam zu keiner Demo. Der Roadster wurde nicht vorgestellt. Er sprach auch über die Einführung von fliegenden Autos und erwähnte dabei Peter Thiel, seinen „Freund-Rivalen“, Unternehmer und Investor. Offensichtlich ist bis heute kein fliegendes Auto erschienen.
Nach Donald Trumps Wiederwahl übernahm Elon Musk bekanntlich die Leitung von DOGE, einer neu gegründeten Bundesbehörde, und versprach, Verschwendung, Betrug und Missbrauch in Höhe von 2 Billionen Dollar einzudämmen. Diese Summe sank zunächst auf 1 Billion Dollar und später auf mehrere hundert Milliarden.