Kraken und Deutsche Börse schmieden Krypto-Allianz: Neue Pläne für massive Expansion enthüllt
Die traditionelle Finanzwelt kuschelt mit der Krypto-Rebellion. Kraken, einer der ältesten Krypto-Giganten, und die Deutsche Börse, das Rückgrat des europäischen Aktienhandels, schlagen gemeinsam eine neue Richtung ein. Diese Partnerschaft ist kein einfaches Joint Venture – es ist ein strategischer Schachzug, um institutionelles Kapital in den digitalen Raum zu lenken.
Was steckt hinter dem Deal?
Die Details sind noch unter Verschluss, aber die Absicht ist klar: die Schaffung einer regulierten, institutionellen Brücke in die Kryptowelt. Statt sich gegenseitig zu bekämpfen, bauen die beiden Player eine Infrastruktur, die den strengen Compliance-Anforderungen großer Investoren standhält. Denken Sie an börsengehandelte Produkte (ETPs), Custody-Lösungen und Handelsplattformen, die den Stempel der Aufsicht tragen. Es geht um Legitimität in einem Markt, der oft mit Wildwest-Mentalität assoziiert wird.
Warum jetzt?
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Während die EZB an einem digitalen Euro bastelt und globale Regulierungsrahmen wie MiCA Gestalt annehmen, positionieren sich die Pioniere. Kraken gewinnt Glaubwürdigkeit und Zugang zu einem tiefen Pool institutioneller Kunden. Die Deutsche Börse erhält technologische Expertise und ein Ticket zum wohl volatilsten – und potenziell lukrativsten – Wachstumsmarkt des Jahrzehnts. Eine Win-Win-Situation, solange die Regulierer mitspielen.
Ein zynischer Blick auf die Finanzwelt
Man könnte es auch so sehen: Die traditionellen Börsen, die jahrelang die 'Krypto-Blase' verspotteten, kaufen sich jetzt einfach ein, wenn sie den Zug nicht aufhalten können. Ein klassischer Fall von 'Wenn du sie nicht schlagen kannst, schließe dich ihnen an – und berechne kräftig Gebühren für die Vermittlung.'
Die Botschaft an den Markt ist unmissverständlich. Diese Allianz zwischen Altfinanz und Krypto-Native ist ein starkes Signal für die zunehmende Reife des Sektors. Sie deutet auf ein kommendes Jahrzehnt hin, in dem die Grenzen zwischen digitalen und traditionellen Vermögenswerten nicht nur verschwimmen, sondern systematisch abgebaut werden. Die Zukunft des Handels wird hybrid sein – oder sie wird nicht sein.
Die Deutsche Börse erweitert die Infrastruktur für digitale Vermögenswerte durch Kryptofinanzierung.
Im Dezember 2021 die Deutsche Börse Crypto Finance und legte damit den Grundstein für ein in Europa reguliertes Ökosystem für digitale Vermögenswerte. Die Transaktion sollte die Basis für die Entwicklung einer offenen und vertrauenswürdigen Infrastruktur bilden, die Handel, Verwahrung, Nachhandelsaktivitäten und Tokenisierungsmodelle unterstützen wird.
CEO Jan Brzezek und das bestehende Managementteam behalten einen bedeutenden Anteil und steuern die Expansion des Unternehmens in Deutschland und Singapur. Das Unternehmen erweitert zudem sein Produkt- und Dienstleistungsportfolio, um der steigenden Nachfrage von Banken, Vermögensverwaltern, Fintechs und Finanzintermediären nach reguliertem Zugang zu digitalen Vermögenswerten gerecht zu werden.
Kraken verbindet sich mit 360T und ermöglicht institutionellen Banken den Zugang zu Kryptowährungen.
Die neue Allianz erweitert die Strategie der Deutschen Börse um die Anbindung von Kraken an die traditionelle Marktinfrastruktur. Im ersten Schritt wird Kraken in 360T, eine Devisenhandelsplattform der Deutschen Börse Gruppe, integriert.
Kraken wird außerdem Kraken Embed einführen, ein White-Label-Infrastrukturprodukt, mit dem Banken und Fintechs konforme Krypto-Handels- und Verwahrungsdienstleistungen unter ihrer eigenen Marke anbieten können. Institute müssen keine Wallet-Infrastruktur oder Handelsplattformen intern entwickeln, um die Funktionalität digitaler Assets zu implementieren; Kraken und Crypto Finance stellen die zugrundeliegende Technologie und die regulatorische Kompatibilität bereit.
Kraken verfügbar sein , wodurch internationale Kunden ihren Kunden Zugang zu einem der größten Derivatehandelsplätze Europas bieten können.
Kunden der Deutschen Börse Gruppe können künftig Kryptowährungen und andere Derivate auf den Plattformen von Crypto Finance und Kraken handeln. Die Verwahrung dieser Transaktionen erfolgt über Clearstream und Crypto Finance und entspricht damit den europäischen Standards.
Tokenisierte Aktien und Clearstream-gebundener digitaler Vertrieb
Ein zentraler Aspekt der Vereinbarung ist die Tokenisierung. Kraken und die Deutsche Börse werden xStocks, das im Rahmen des 360X-Systems entwickelte System für tokenisierte Aktien, zusammenführen, um den Zugang zu digitalen Abbildern herkömmlicher Wertpapiere zu erweitern.
Kraken plant die Übernahme von Backed Finance, dem Emittenten von xStocks, und festigt damit seine Rolle bei der Emission tokenisierter Vermögenswerte im Vorfeld des geplanten Börsengangs im Jahr 2026. Die Kooperation wird zudem die Ausgabe tokenisierter Wertpapiere, die bei Clearstream verwahrt werden, an die Kraken-Kundenbasis erleichtern.
📣 Wir integrieren @BackedFi , das Unternehmen, das die Ausgabe von xStocks vorantreibt, vollständig in Kraken.
Warum? Weil tokenisierte Aktien ohne einheitliche Infrastruktur keine globale Reichweite erzielen werden.
Da @xStocksFi nun vollständig intern geführt wird, beschleunigen wir die Zukunft offener, rund um die Uhr verfügbarer Kapitalmärkte 👇…
– Kraken (@krakenfx) 2. Dezember 2025
Führungskräfte beider Organisationen bezeichneten die Partnerschaft als einen Schritt zur Modernisierung des Marktes. Eric Leupold, Leiter des Cash der Deutschen Börse, hob die Technologie von Crypto Finance als entscheidend für den institutionellen Einstieg in digitale Vermögenswerte hervor.
Jan Brzezek, CEO von Crypto Finance, hob die wachsende institutionelle Nachfrage nach vertrauenswürdigen Partnern auf den digitalen Märkten hervor. Kraken betonte zudem, dass die Kombination traditioneller und digitaler Infrastrukturen über verschiedene Anlageklassen hinweg die Grundlage für ein offeneres und vernetzteres Finanzsystem bildet.
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