BlackRocks BUIDL-Fonds revolutioniert die Kryptowelt: Jetzt als Margin-Sicherheit bei Deribit und Crypto.com
BlackRock macht wieder Schlagzeilen – diesmal mit einem kühnen Schritt in die Welt der Krypto-Derivate. Der BUIDL-Fonds des Asset-Management-Giganten wird jetzt als Margin-Sicherheit bei zwei der größten Krypto-Plattformen akzeptiert: Deribit und Crypto.com.
Was bedeutet das für Trader? Mehr Flexibilität, weniger Liquiditätsprobleme – und eine weitere Bestätigung, dass institutionelle Player den Krypto-Markt ernst nehmen. Oder zumindest ihre Gebühren maximieren wollen.
Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Markt nach klaren Signalen dürstet. Während Regulierungsbehörden weltweit noch über Rahmenbedingungen streiten, schaffen die großen Player einfach Fakten. Typisch Wall-Street-Mentalität: Erst einsteigen, dann fragen.
Für Deribit und Crypto.com ist die Partnerschaft ein strategischer Coup. Sie positioniert die Plattformen als erste Wahl für institutionelle Trader, die mit BlackRock-gesicherten Positionen hebeln wollen. Gleichzeitig zeigt es, wie traditionelle Finanzinstrumente zunehmend mit der Krypto-Welt verschmelzen.
Ein zynischer Blick in die Zukunft: Wenn der nächste Bullrun kommt, werden die Gewinne privatisiert – und die Verluste sozialisiert. Aber hey, das ist ja in der traditionellen Finanzwelt auch nicht anders.
Warum das wichtig ist
- BUIDL dominiert bereits diese Nische. Der Fonds kontrolliert rund 40% des $7.3 Milliarden schweren Marktes für tokenisierte Staatsanleihen und hält etwa $2.9 Milliarden in On-Chain-T-Bills.
- TradFi trifft auf Krypto-Rails. Tokenisierte Treasuries bieten die Rendite, die Stablecoins fehlt, und vertiefen damit die Überschneidungen zwischen konventionellen Finanzprodukten und digitalen Vermögenswerten.
- Verbindung zu Coinbase. Die Nachricht kommt wenige Wochen, nachdem Coinbase sich bereit erklärt hat, Deribit für $2.9 Milliarden zu kaufen – ein Deal, der voraussichtlich mehr Institutionen zu On-Chain-Festzinsprodukten führen wird.
Wachsender, aber konzentrierter Markt
Sechs Emittenten – BlackRock, Franklin Templeton, Ondo, Superstate, Centrifuge und Circle – machen fast 90% der tokenisierten US-Schulden aus, was zu Zentralisierungsbedenken führt. Ethereum hält mit $5.7 Milliarden den Löwenanteil.
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OKX, Binance und das DeFi-Protokoll Frax haben bereits Schritte unternommen, um BUIDL als Sicherheit anzuerkennen. Befürworter verweisen auf die bessere Liquidität und das geringere Kontrahentenrisiko dank der Bilanzsumme von BlackRock in Höhe von $11 Trillionen. Skeptiker halten dem entgegen, dass die Konzentration des Marktes auf so wenige Emittenten das systemische Risiko in einem vermeintlich dezentralisierten Ökosystem erhöht.
Vorerst rückt das Experiment tokenisierte Staatsanleihen näher an den Mainstream-Handel – ein weiteres Zeichen dafür, dass reale Vermögenswerte zum am schnellsten wachsenden Bereich der Kryptowährungen werden.