EU will DeFi regulieren – hat aber keine Ahnung, was es eigentlich ist
Brüssel prescht mit Regulierungsplänen vor, ohne das Terrain zu verstehen. Klassischer Bürokratie-Move: Erst mal Rahmen schaffen, dann googeln, was drinsteht.
DeFi-Protokolle bereiten sich schon mal auf kreative Compliance-Lösungen vor – oder ignorieren die EU einfach. Wer braucht schon Klarheit, wenn man auch schwammige Vorgaben machen kann?
Bonus-Zynismus: Vielleicht definiert die EU DeFi ja als ‚alles, was wir mit Steuergeldern retten müssen, wenn es crasht‘.
Entgegen früheren Spekulationen hat die EU keine Pläne, eine vollständige Aktualisierung der MiCA („MiCA II“) zu entwerfen. Laut Marina Markezic, Mitbegründerin von EUCI, werden künftige Änderungen wahrscheinlich eher in FORM gezielter Änderungen als in Form eines völlig neuen Gesetzes erfolgen. Es gibt bereits Diskussionen über Stablecoins und Datenschutztools, die in kommenden Überarbeitungen behandelt werden könnten.
Unterdessen werden für 2027 zusätzliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche erwartet, die darauf abzielen, die anonyme Nutzung von Kryptowährungen einzuschränken, was die Situation für DeFi-Entwickler auf dem europäischen Markt weiter verkomplizieren wird.
Bis die Dezentralisierung rechtlich klar definiert ist, wird die EU-Politik wahrscheinlich weiterhin in Unsicherheit agieren, auch wenn die Regulierungsbehörden sich darauf vorbereiten, dem wachsenden Einfluss von DeFi entgegenzutreten.