Asiatische Wirtschaftsmächte Japan und Südkorea treiben Stablecoin-Regulierung voran
Japan und Südkorea arbeiten schnell an klareren Regeln für Stablecoins, während das globale Interesse an digitalen Währungen wächst.
Stablecoins sind Kryptowährungen, die durch die Bindung an Fiat-Währungen, Rohstoffe oder andere Vermögenswerte einen stabilen Wert halten sollen. Ihre Nutzung in Zahlungen, Handel und DeFi hat sich rasant ausgeweitet, wobei Prognosen darauf hindeuten, dass der Markt in den kommenden Jahren auf Billionen anwachsen könnte.
Japan plant ersten Yen-gebundenen Stablecoin
In Japan prüft die Financial Services Agency (FSA) Pläne für einen an den Yen gebundenen Stablecoin für grenzüberschreitende Zahlungen, Unternehmensgeschäfte und DeFi.
Das in Tokio ansässige Fintech-Unternehmen JPYC treibt dieses Projekt voran. Das Unternehmen plant, sich im August als Geldtransferunternehmen zu registrieren und kurz darauf mit dem Token-Verkauf zu beginnen.
Berichten zufolge will JPYC den Stablecoin mit liquiden Vermögenswerten wie Bankguthaben und Staatsanleihen unterlegen, um eine enge Bindung an den Yen zu gewährleisten. Das Unternehmen strebt an, in drei Jahren etwa 1 Billion Yen (rund 6,78 Milliarden US-Dollar) auszugeben.
Darüber hinaus soll der Token für Privatnutzer, Unternehmen und institutionelle Anleger verfügbar sein und eine regulierte Alternative für verschiedene Finanzaktivitäten bieten.
Südkorea bereitet Stablecoin-Gesetzgebung vor
Auf der anderen Seite wird erwartet, dass Südkoreas Financial Services Commission (FSC) bis Oktober einen Gesetzentwurf zur Stablecoin-Regulierung an die Nationalversammlung einreichen wird.
Der Abgeordnete Park Min-Kyu bestätigte, dass die Gesetzgeber bereits Briefings zum Rahmenwerk erhalten haben. Nach der Verabschiedung wird das Gesetz Anforderungen für die Ausgabe von Stablecoins, die Verwaltung von Sicherheiten und die Aufrechterhaltung interner Risikoverfahren festlegen.
Die vorgeschlagenen Regeln sind Teil der breiteren Bemühungen Südkoreas, digitale Vermögenswerte zu regulieren. Branchenbeobachter stellen fest, dass lokale Banken bereits darauf vorbereiten, in den Markt einzutreten, sobald ein klares rechtliches Rahmenwerk geschaffen ist, was auf starkes institutionelles Interesse hindeutet.
Die Bemühungen Japans und Südkoreas sind Teil eines globalen Trends, bei dem in großen Volkswirtschaften wie den USA, Europa und Hongkong regulatorische Rahmenbedingungen für diesen schnell wachsenden Sektor der Kryptoindustrie eingeführt werden.
Übersetzt von Sh1b4rmy