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Nordkoreas Lazarus-Gruppe beschuldigt: 23 Millionen Dollar Krypto-Diebstahl von UKs Lykke (2025)

Nordkoreas Lazarus-Gruppe beschuldigt: 23 Millionen Dollar Krypto-Diebstahl von UKs Lykke (2025)

Author:
Sh1b4rmy
Published:
2025-08-18 17:44:02
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In einem spektakulären Fall von Cyberkriminalität wurde die nordkoreanische Lazarus-Gruppe beschuldigt, Kryptowährungen im Wert von 23 Millionen Dollar von der britischen Plattform Lykke gestohlen zu haben. Die Gelder sollen über zweifelhafte Plattformen gewaschen worden sein, während Lykke inzwischen liquidiert wurde. Hier die Details.

Wer steckt hinter dem 23-Millionen-Dollar-Krypto-Diebstahl?

Laut dem britischen Office of Financial Sanctions Implementation (OFSI) waren „bösartige Cyber-Akteure der Demokratischen Volksrepublik Korea“ für den Angriff verantwortlich. Der Diebstahl betraf sowohl Bitcoin- als auch Ethereum-Netzwerke. Die Lazarus-Gruppe, bereits in zahlreiche große Krypto-Angriffe weltweit verwickelt, steht im Verdacht, auch diesen Raubzug orchestriert zu haben. Sollte sich dies bestätigen, wäre es ihr größter Diebstahl von einem britischen Ziel bisher. Die gestohlenen Gelder sollen Teil von Pjöngjangs Bemühungen sein, sein Atomwaffenprogramm und militärische Projekte zu finanzieren – ein Modell, das bereits Milliarden durch frühere Krypto-Raubzüge eingebracht hat.

Wie wurden die gestohlenen Kryptowährungen gewaschen?

Die israelische Forschungsfirma Whitestream identifizierte Lazarus als Täter und verfolgte die Geldflüsse. Demnach nutzten die Hacker zwei Krypto-Plattformen, die bekannt dafür sind, Nutzern bei der Verschleierung ihrer Spuren zu helfen. „Sie bewegten die Gelder über Plattformen, die Geldwäsche-Regeln praktisch ignorieren“, so Whitestream. Diese Mixer-Dienste und nicht regulierte Börsen machten die Rückverfolgung nahezu unmöglich. Allerdings gibt es auch skeptische Stimmen: Einige Forscher bezweifeln, dass Nordkorea tatsächlich hinter dem Angriff steckt, und fordern mehr Beweise.

Was geschah mit Lykke nach dem Hack?

Lykke, 2015 vom Schweizer Bankier-Nachfahren Richard Olsen gegründet, operierte aus dem schweizerischen „Crypto Valley“ Zug, war aber im UK registriert. Die Plattform bot gebührenfreien Handel an und zog viele Privatanleger an. Doch nach dem Angriff im Jahr 2023 geriet das Unternehmen ins Straucheln. Trotz anfänglicher Zusicherungen, die Kundengelder zurückzuerstatten, froren sie den Handel ein und schlossen im Dezember 2023 endgültig. Der Schaden belief sich auf 22,8 Millionen Dollar.

Wie endete die Geschichte für Lykke und seine Nutzer?

Im März 2025 ordnete ein britisches Gericht die Liquidation von Lykke an, nachdem über 70 Nutzer Klage eingereicht hatten, um ihre verlorenen Gelder zurückzubekommen. Die Kunden gaben an, insgesamt 5,7 Millionen Pfund verloren zu haben. Interpath Advisory wurde mit der Abwicklung beauftragt. Auch die Schweizer Muttergesellschaft wurde 2024 liquidiert. Richard Olsen wurde im Januar 2025 für bankrott erklärt und wird in der Schweiz wegen möglicher Straftaten untersucht. Ein klassischer Fall von „zu spät gewarnt“: Die britische Finanzaufsicht FCA hatte bereits 2023 darauf hingewiesen, dass Lykke keine Lizenz für Dienstleistungen an britische Verbraucher besaß.

Warum ist Nordkorea so aktiv im Krypto-Raub?

Nordkoreas Regime nutzt Cyberangriffe seit Jahren, um internationale Sanktionen zu umgehen. Kryptowährungen bieten dabei den perfekten Hebel: schwer zurückzuverfolgen und global handelbar. Experten schätzen, dass das Land bereits Milliarden durch solche Angriffe erbeutet hat – Geld, das direkt in das umstrittene Atomprogramm fließt. Die Lazarus-Gruppe agiert dabei wie eine digitale Schattenarmee, die weltweit Angriffe auf Krypto-Börsen und DeFi-Plattformen durchführt.

Fragen und Antworten zum Lykke-Hack

Wer ist die Lazarus-Gruppe?

Lazarus ist eine hochprofessionelle nordkoreanische Hacker-Gruppe, die für zahlreiche Cyberangriffe auf Krypto-Plattformen verantwortlich gemacht wird. Sie steht im Verdacht, im Auftrag des nordkoreanischen Regimes zu handeln.

Wie hoch war der Schaden genau?

Lykke gab den Verlust mit 22,8 Millionen US-Dollar an, was etwa 23 Millionen Dollar entspricht. Die gestohlenen Gelder verteilten sich auf Bitcoin und Ethereum.

Konnten Nutzer ihr Geld zurückbekommen?

Nein. Nach der Liquidation der Firma im März 2025 wurden die verbliebenen Vermögenswerte durch Interpath Advisory verteilt, aber viele Nutzer gingen leer aus.

War Lykke reguliert?

Nein. Die britische FCA hatte bereits 2023 gewarnt, dass Lykke keine Lizenz für den Betrieb im UK besaß.

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