„Zu dumm“: Donald Trump beleidigt Fed-Chef wegen unveränderter Zinssätze – Was steckt dahinter? (2025)
- Warum hat die Fed die Zinsen nicht gesenkt?
- Wie steht es um die Inflation in den USA?
- Was bedeutet das für Anleger?
- Fragen und Antworten
In einer scharfen Tirade hat der ehemalige US-Präsident Donald TRUMP Jerome Powell, den Vorsitzenden der US-Notenbank (Fed), als „zu spät, zu nervös, zu dumm und zu politisch“ bezeichnet. Der Auslöser? Die Entscheidung der Fed, die Leitzinsen unverändert bei 4,25-4,50% zu belassen – gegen Trumps ausdrücklichen Wunsch nach einer Senkung. Dieser explosive Konflikt wirft Fragen zur Unabhängigkeit der Fed und den wirtschaftspolitischen Spannungen in den USA auf.
Warum hat die Fed die Zinsen nicht gesenkt?
Am 30. Juli 2025 beschloss das Federal Open Market Committee (FOMC) mit überwältigender Mehrheit, die Zinssätze stabil zu halten. Nur zwei Mitglieder – Christopher Waller und Michelle Bowman, beide von Trump ernannt – stimmten für eine sofortige Senkung. Diese doppelte Dissidenz ist eine historische Seltenheit; zuletzt trat ein ähnlicher Fall 1993 auf.
Trump argumentiert, eine Zinssenkung würde die Wirtschaft ankurbeln, Konsum und Investitionen fördern sowie die Kosten der öffentlichen Verschuldung reduzieren. In einem wütenden Beitrag auf Truth Social wetterte er: „Jerome ‚Zu spät‘ Powell hat wieder zugeschlagen! Er ist nicht nur zu langsam, sondern eigentlich zu nervös, zu dumm und zu politisch für diesen Job.“
Wie steht es um die Inflation in den USA?
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind komplex: Das BIP wuchs im Q2 2025 um 3% (annualisiert), doch der PCE-Index zeigt eine Inflation von 2,6% (2,8% ohne Energie und Lebensmittel) – deutlich über dem Fed-Ziel von 2%. Trump behauptet dennoch hartnäckig: „Die Inflation existiert nicht“ und drängt auf niedrigere Zinsen zur Entlastung des Immobilienmarktes.
Interessanterweise schätzen Marktteilnehmer die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im September nur noch auf 41% – ein deutlicher Rückgang gegenüber 60% vor Powells jüngsten vorsichtigen Äußerungen.
Was bedeutet das für Anleger?
Die anhaltend hohen Zinsen stellen Anleger vor Herausforderungen. Während traditionelle Anlagen leiden, gewinnen alternative Assets wie Bitcoin wieder an Attraktivität. Allerdings warnt das BTCC Research-Team: „CFDs sind komplexe Instrumente mit hohem Risiko – 61% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld damit.“

Fragen und Antworten
Warum ist Trump so wütend auf Powell?
Trump sieht in hohen Zinsen eine Bremse für „seine“ Wirtschaft und persönliches Prestige. Zudem nominierte er Powell 2017 selbst – das Gefühl des Verrats schmerzt.
Wie unabhängig ist die Fed wirklich?
Historisch operiert die Fed unabhängig, doch politischer Druck ist nicht neu. Die doppelte Dissidenz zeigt jedoch ungewöhnliche interne Spannungen.
Was bedeutet das für die US-Wahlen 2026?
Falls Trump kandidiert, wird die Geldpolitik ein zentrales Thema. Seine Rhetorie könnte die Fed unter Zugzwang setzen.