Shaquille O’Neal einigt sich auf 1,8 Millionen Dollar Vergleich in FTX-Werbeklage
Shaquille O’Neal hat sich bereit erklärt, 1,8 Millionen Dollar zu zahlen, um Vorwürfe im Zusammenhang mit seiner Werbung für die inzwischen gescheiterte Kryptobörse FTX zu begleichen. Dies markiert einen seltenen Promi-Vergleich in den weitreichenden juristischen Folgen des Zusammenbruchs der Plattform.
Die in einem Bundesgericht in Florida eingereichte Vereinbarung würde eine Sammelklage beenden, die dem ehemaligen NBA-Star vorwarf, FTX als sichere und zuverlässige Investition beworben zu haben, insbesondere durch hochkarätige Veranstaltungen und Social-Media-Kampagnen.
Allumfassende Einigung
Die Kläger in dem Fall sind FTX-Nutzer, die zwischen Mai 2019 und Ende 2022 Gelder auf der Börse eingezahlt oder den hauseigenen Token FTT gekauft haben. In dieser Zeit hatte das Unternehmen seine Reichweite aggressiv durch Promi-Werbung ausgebaut. Im Gegensatz zu anderen Werbepartnern wie Tom Brady, Steph Curry und Naomi Osaka, deren Fälle größtenteils abgewiesen oder ungeklärt blieben, blieb O’Neal nach langwierigen Bemühungen um die Zustellung der Gerichtspapiere juristisch verstrickt.
Obwohl O’Neal jegliches Fehlverhalten bestreitet, ist der vorgeschlagene Vergleich als endgültig strukturiert. Die gesamte Summe deckt Anwaltskosten, Verwaltungsausgaben und Zahlungen an betroffene Anleger ab. Die Vereinbarung verhindert auch, dass O’Neal Entschädigung aus der FTX-Insolvenzmasse beantragt – eine Klausel, die jegliche zukünftige juristische oder finanzielle Verstrickung mit dem Fall effektiv beendet.
FTX, einst die drittgrößte Kryptobörse der Welt, implodierte 2022 unter Vorwürfen, dass ihr Gründer Sam Bankman-Fried Milliarden an Kundengeldern veruntreut hatte. Im März 2024 wurde Bankman-Fried zu 25 Jahren Haft verurteilt, während das Unternehmen inzwischen behauptet, die meisten Nutzer zurückzahlen zu können.
Letztes Kapitel
O’Neal hatte sich zuvor von Kryptomärkten distanziert und in Interviews erklärt, er verstehe die Technologie nicht und Sei nur ein bezahlter Werbeträger gewesen. Dennoch wurde sein Engagement in Werbeinhalten, insbesondere in den letzten Phasen von FTX, zu einem zentralen Element der Klage, die argumentierte, dass sein Promi-Image zur öffentlichen Wahrnehmung von FTX als seriöse Investition beigetragen habe.
Der Vergleich würde nicht nur O’Neals Beteiligung abschließen, sondern auch einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie Promi-Werbung in der Kryptobranche künftig geprüft werden könnte, sofern das Gericht zustimmt. Die Zahlung ist innerhalb von 30 Tagen nach gerichtlicher Genehmigung fällig und beendet damit O’Neals Verbindung zu einem der berüchtigtsten Fehlschläge der Kryptowelt.
Übersetzt von Sh1b4rmy