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Zölle: Keine heftige Reaktion auf Trumps Rückschlag bei den Zöllen – Märkte bleiben gelassen

Zölle: Keine heftige Reaktion auf Trumps Rückschlag bei den Zöllen – Märkte bleiben gelassen

Author:
Sh1b4rmy
Published:
2026-02-21 14:15:01
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Die Finanzmärkte zeigen sich erstaunlich unaufgeregt, nachdem die US-Handelszölle von TRUMP juristisch infrage gestellt wurden. Während Aktienmärkte neue Höchststände feiern, reagieren Anleihenmärkte nur verhalten. Experten diskutieren die langfristigen Auswirkungen auf Welthandel und Inflation.

Wie reagieren die Märkte auf die juristische Herausforderung von Trumps Zöllen?

Die Nachrichtenlage am Freitag, den 20. Februar 2026, war besonders dicht, doch die Finanzmärkte zeigten sich erstaunlich gelassen. Während Aktienindizes weltweit neue Rekordstände erreichten, bewegten sich die Anleihemärkte nur moderat. In Europa und Japan verzeichneten Staatsanleihen leichte Aufschläge, während in den USA etwas stärkere Spannungen zu beobachten waren.

Besonders interessant: Die Renditen französischer OATs sanken um 1,8 Basispunkte auf 3,301%, deutsche Bundesanleihen verbesserten sich um 0,8 Punkte (2,737%) und italienische BTPs um 0,4 Punkte (3,356%). "Die Märkte scheinen davon auszugehen, dass die Zölle in irgendeiner FORM bestehen bleiben werden", kommentiert ein Analyst der BTCC Research-Abteilung.

Welche Position bezieht das Weiße Haus zu den Zöllen?

Trotz der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, die pauschalen Zölle von Trump infrage zu stellen, signalisierte der Präsident Entschlossenheit. In einer Erklärung am späten Nachmittag betonte er, über ausreichend rechtliche Mittel zu verfügen, um die Zölle entweder beizubehalten oder neu zu gestalten – Hauptsache, sie bleiben im Wesentlichen erhalten.

Bereits am Vortag hatte Trump bei einem Besuch in Georgia die Bedeutung der Zölle dramatisch hervorgehoben: "Ohne diese Zölle wären die Vereinigten Staaten bankrott. Das ist eine Frage der nationalen Sicherheit." Solche Äußerungen unterstreichen, wie emotional aufgeladen die Debatte in Washington ist.

Wie entwickeln sich die Anleiherenditen in den USA?

Die US-Anleihemärkte zeigen eine interessante Dynamik:

  • 10-jährige Treasuries legen um 1,8 Punkte auf 4,094% zu (plus 4 Punkte in der Woche)
  • 30-jährige Anleihen gewinnen 3,1 Punkte auf 4,735%
  • 2-jährige Papiere bleiben mit +1,2 Punkten auf 3,482% relativ stabil
Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Investoren trotz der politischen Unsicherheiten langfristig mit anhaltendem Inflationsdruck rechnen.

Wie schneidet die US-Wirtschaft im vierten Quartal 2025 ab?

Die Wirtschaftsdaten sorgten für Ernüchterung: Das US-Handelsministerium meldete für Q4/2025 ein Wachstum von nur 1,4% – deutlich unter den erwarteten 3% und dem starken Q3-Wert von 4,4%. Commerzbank-Analysten führen dies teilweise auf den zeitweiligen Shutdown von Bundesbehörden zurück, der das Wachstum um etwa einen Prozentpunkt gedrückt habe. Für Q1/2026 rechnen sie jedoch mit einem Aufholeffekt.

Wie entwickelt sich die US-Konjunktur aktuell?

Der private Sektor zeigt Schwächezeichen: Der S&P Global PMI-Index fiel im Februar auf den niedrigsten Stand seit zehn Monaten. Gründe sind nachlassende Nachfrage, hohe Preise und ungünstige Witterungsbedingungen. "Das ist kein Grund zur Panik, aber sicherlich ein Warnsignal", meint eine Ökonomin der DZ Bank.

Wie entwickelt sich die Inflation in den USA?

Die Preisdaten überraschten leicht nach oben:

  • Verbraucherpreisindex Dezember: +0,4% (Erwartung: +0,3%), Jahresrate bei 2,9%
  • Kerninflation ebenfalls +0,4% gegenüber erwarteten +0,3%
Diese Zahlen werden die Fed in ihrer restriktiven Haltung bestärken, auch wenn die Verbraucherstimmung (University of Michigan Index) mit 56,6 Punkten im Februar nahezu unverändert blieb.

Welche globalen Prognosen gibt es für 2026?

Goldman Sachs erwartet mit 2,9% ein robustes globales Wachstum – über dem Konsens. Treiber sollen nachlassende Zollwirkungen und steigende Realeinkommen sein. Die Kerninflation könnte bis Ende 2026 auf 2,2% fallen, wenn sich die Zolldämpfung und Entspannung bei Lohn- und Immobilienkosten fortsetzen.

DZ Bank-Experten zeigen sich skeptischer: "Der internationale Wettbewerb belastet die US-Industrie seit Jahrzehnten, und Trumps Zölle haben dem verarbeitenden Gewerbe zunächst sogar geschadet." Die langfristigen Auswirkungen bleiben also umstritten.

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Datenquellen: TradingView, S&P Global, US-Handelsministerium.

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