Wintermute-CEO verteidigt Binance nach Marktcrash am 10. Oktober – Was wirklich geschah
- Die Kontroverse um den 10. Oktober: Wer war schuld?
- Star Xus Vorwürfe gegen Binance
- Binances Reaktion: „Kein Softwarefehler“
- Die Rolle von USDe und Marktmechanismen
- Fazit: Lehren aus dem Crash
Der Kryptomarkt erlebte am 10. Oktober einen massiven Einbruch, der zu heftigen Diskussionen führte. Während einige Binance beschuldigten, den Crash ausgelöst zu haben, verteidigte Evgeny Gaevoy, CEO von Wintermute, die Plattform. Dieser Artikel beleuchtet die Kontroverse, analysiert die Aussagen der Beteiligten und ordnet die Ereignisse ein – inklusive der Rolle von USDe, der Reaktion von OKX und den Folgen für Trader.
Die Kontroverse um den 10. Oktober: Wer war schuld?
Am 10. Oktober stürzte der Kryptomarkt um 10% ab, was zu Liquidierungen im Wert von 19 Milliarden US-Dollar führte. Cathie Wood (ARK Invest) und Star Xu (OKX) machten Binance für den Crash verantwortlich. Doch Evgeny Gaevoy von Wintermute widersprach: „Es war ein plötzlicher Einbruch in einem hochgehebelten Markt bei geringer Liquidität, ausgelöst durch makroökonomische Nachrichten.“ Seine Kritik: Öffentliche Personen sollten vorsichtiger mit ihren Worten sein.
Star Xus Vorwürfe gegen Binance
Star Xu, CEO von OKX, warf Binance vor, Nutzer dazu ermutigt zu haben, Stablecoins in USDe umzuwandeln – ein „tokenisierter Hedgefonds“. Zudem habe Binance USDe als Sicherheit ohne ausreichende Risikohinweise akzeptiert. Xu erklärte: „Nutzer schufen Hebel-Schemata mit künstlichen APYs von bis zu 70%. Als die Volatilität zunahm, verlor USDe seine Parität, und Kettenliquidierungen folgten.“ Einige Token fielen zeitweise auf nahezu Null.
Binances Reaktion: „Kein Softwarefehler“
Binance wies die Vorwürfe zurück. Yi He, Mitgründerin von Binance, twitterte: „Die großen Player wissen, was wirklich passiert ist.“ Das Unternehmen betonte, dass makroökonomische Schocks und Netzwerküberlastungen die Hauptursachen waren. Binance zahlte betroffenen Nutzern insgesamt 328 Millionen US-Dollar an Entschädigungen – eine Erhöhung gegenüber der ursprünglichen Summe von 283 Millionen US-Dollar.
Die Rolle von USDe und Marktmechanismen
USDe, eine synthetische Stablecoin, verlor auf Binance zeitweise ihre 1:1-Bindung zum US-Dollar und fiel auf 0,65 US-Dollar. Auf anderen Börsen blieb sie stabiler. Analysten vermuten, dass Binances Kampagne mit 12% APY auf USDe die Krise verschärfte, da Nutzer USDe als Sicherheit für weitere Kredite nutzten – ein klassischer „Leverage-Effekt“.
Fazit: Lehren aus dem Crash
Der 10. Oktober zeigt die Risiken hochgehebelter Märkte und die Bedeutung transparenter Risikokommunikation. Während die Debatte über Binances Rolle weitergeht, bleibt klar: Marktteilnehmer müssen sich auf Volatilität einstellen – besonders in Zeiten makroökonomischer Unsicherheit.