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Frankreich fordert EU auf: Anti-Zwangs-Instrument nach Trumps neuen Zöllen gegen europäische Länder zu aktivieren

Frankreich fordert EU auf: Anti-Zwangs-Instrument nach Trumps neuen Zöllen gegen europäische Länder zu aktivieren

Author:
Sh1b4rmy
Published:
2026-01-19 11:17:01
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Nach der Ankündigung von Ex-Präsident Donald Trump, ab Februar 2026 zehnprozentige Strafzölle auf Waren aus acht europäischen Ländern – darunter Frankreich – zu erheben, bereitet Paris nun eine offizielle Anfrage an Brüssel vor. Emmanuel Macron will die EU-Kommission auffordern, ihr bislang ungenutztes "Anti-Zwangs-Instrument" gegen die amerikanischen Maßnahmen in Stellung zu bringen. Hintergrund ist Trumps umstrittene Forderung nach einem "kompletten Kauf Grönlands" als Bedingung für Handelserleichterungen. Experten sehen das bereits teilweise implementierte EU-US-Handelsabkommen nun akut gefährdet.

Warum droht Trump Europa mit neuen Strafzöllen?

Der ehemalige US-Präsident Donald TRUMP hat auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social unmissverständlich klargemacht: Ab dem 1. Februar 2026 werden Importe aus Frankreich, Deutschland und sechs weiteren EU-Staaten mit einem Aufschlag von 10% belegt. Sollte bis Juni keine Einigung über den "vollständigen und bedingungslosen Kauf Grönlands" zustande kommen, würden diese Zölle sogar auf 25% steigen. "Das ist klassische Trump'sche Verhandlungstaktik", kommentiert ein BTCC-Marktanalyst, der anonym bleiben möchte. "Aber diesmal geht es um geopolitische Grundsatzfragen – da wird Brüssel kaum nachgeben können."

Wie reagiert Frankreich auf die amerikanische Provokation?

Präsident Emmanuel Macron hat die Zollankündigung umgehend als "inakzeptabel" verurteilt. Wie aus Regierungskreisen verlautet, bereitet der Élysée-Palast nun eine offizielle Anfrage an die EU-Kommission vor, das sogenannte Anti-Zwangs-Instrument (Anti-Coercion Instrument, ACI) zu aktivieren. Dieses 2023 geschaffene Werkzeug soll Drittstaaten davon abhalten, wirtschaftlichen Druck auf die EU oder Mitgliedsstaaten auszuüben. "Macron hat bereits mehrere europäische Kollegen konsultiert", bestätigt eine Quelle. "Die Stimmung ist eindeutig: Diesmal muss es eine koordinierte Antwort geben."

Was bedeutet das für das EU-US-Handelsabkommen?

Besonders brisant: Trumps jüngste Forderungen stellen das mühsam ausgehandelte Handelsabkommen zwischen Brüssel und Washington infrage. Manfred Weber, Fraktionschef der Europäischen Volkspartei, brachte es auf den Punkt: "In dieser FORM ist das Abkommen nicht mehr ratifizierbar." Tatsächlich hatte das Europaparlament die finale Zustimmung bisher hinausgezögert – nun scheint die Ablehnung sicher. "Die Verknüpfung von Handelsfragen mit territorialen Ansprüchen ist ein absolutes No-Go", erklärt eine deutsche Diplomatin. "Damit hat Trump selbst die Brücken abgebrochen."

Welche Maßnahmen könnte die EU ergreifen?

Das Anti-Zwangs-Instrument bietet der EU beachtliche Gegenmittel:

  • Gezielte Zollerhöhungen auf US-Waren
  • Beschränkungen für amerikanische Tech-Konzerne
  • Ausschluss von US-Firmen bei öffentlichen Ausschreibungen
  • Kapitalverkehrskontrollen

Finnlands Ministerpräsident Petteri Orpo warnte bereits: "Die EU hat die Mittel zu reagieren." Gleichzeitig berief der finnische Regierungschef eine Dringlichkeitssitzung des Europäischen Rates ein, um eine gemeinsame Linie abzustimmen. Interessanterweise hatte Macron das Instrument bereits 2025 erwogen, damals aber im letzten Moment zurückgezogen.

Wie positionieren sich andere europäische Akteure?

Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus:

Land/Partei Position
Deutsche SPD Fordert "konkrete Gegenmaßnahmen"
EVP-Fraktion Sieht Handelsabkommen als gescheitert an
Dänemark Bislang keine offizielle Stellungnahme

Besonders pikant: Ausgerechnet die sozialdemokratische SPD, normalerweise kein Freund protektionistischer Maßnahmen, drängt auf schnelles Handeln. "Die USA testen unsere Geschlossenheit", heißt es aus Berlin. "Jetzt geht es um Grundprinzipien."

Was bedeutet der Konflikt für die Wirtschaft?

Marktbeobachter sind alarmiert:

  • Euro fällt gegenüber Dollar auf 1,07 (Quelle: TradingView)
  • Europäische Aktienmärkte unter Druck
  • Spekulationen über Lieferkettenstörungen

"In meiner 15-jährigen Erfahrung als Händler habe ich selten so eine explosive Mischung gesehen", gesteht ein Londoner Börsenmakler. "Da kommt was auf uns zu – und niemand weiß genau was." Besonders betroffen wären laut Analysen die Automobil- und Luxusgüterbranche.

Wie geht es jetzt weiter?

Die nächsten Schritte sind klar:

  1. Formelle französische Anfrage an die EU-Kommission (erwartet bis 22.01.2026)
  2. Dringlichkeitssitzung des Europäischen Rates am 21.01.
  3. Mögliche Vorbereitung von Gegenmaßnahmen

Wie ein EU-Diplomat sarkastisch anmerkt: "Trump wollte Europa wachrütteln – nun hat er es geschafft. Nur nicht so, wie er sich das vorgestellt hat." Die kommenden Tage werden zeigen, ob die 27 Mitgliedstaaten tatsächlich geschlossen auftreten können. Eins ist sicher: Der transatlantische Handelsstreit hat eine neue, gefährliche Dimension erreicht.

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