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Trump lag bei Zinssenkungen vorn, doch Powells Geduld erwies sich als gerechtfertigt (2025)

Trump lag bei Zinssenkungen vorn, doch Powells Geduld erwies sich als gerechtfertigt (2025)

Author:
Sat0shiZ
Published:
2025-09-07 07:44:02
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Die jüngsten Arbeitsmarktdaten haben Jerome Powell recht gegeben – aber auf eine Weise, die niemand erwartet hatte. Während TRUMP frühe Zinssenkungen forderte, wartete der Fed-Chef ab. Nun zeigt sich: Die ursprünglichen Daten, auf die sich Powell stützte, waren schlicht falsch. Eine Analyse der überraschenden Entwicklungen und was das für die Geldpolitik bedeutet.

Die große Revision: 300.000 Jobs einfach verschwunden

Die Fed steht vor einem peinlichen Offenbarungseid: Die Arbeitsmarktzahlen der letzten vier Monate wurden um über 300.000 Stellen nach unten korrigiert. "Das ist mehr als nur eine statistische Ungenauigkeit – das wirft grundlegende Fragen zur Datenqualität auf", kommentiert das BTCC Research Team. Besonders brisant: Genau diese fehlerhaften Zahlen hatte Powell herangezogen, um die Zinsen stabil zu halten. Die Realität sah anders aus – der Arbeitsmarkt war 2025 deutlich schwächer als angenommen.

August-Daten als finaler Warnschuss

Der jüngste Arbeitsmarktbericht vor der Fed-Sitzung am 16.-17. September ließ alle Alarmglocken schrillen: Nur 22.000 neue Jobs im August – weit unter den erwarteten 75.000. Die Arbeitslosenquote kletterte auf 4,3%. "Die Frage ist nicht ob, sondern wie stark die Fed die Zinsen senken wird", so Leslie Falconio von UBS im Gespräch mit TradingView. Der Markt preist eine Senkungswahrscheinlichkeit von 99% ein.

Trump vs. Powell: Der politische Zinsstreit

Während Trump auf Truth Social bereits von "Jerome Powell 'zu spät'" spricht, erhöht die Regierung den Druck: Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer fordert unverhohlen sofortige Zinssenkungen. "Wenn er nicht handelt, wird das amerikanische Volk weiter leiden", warnt sie. Innerhalb der Fed formiert sich ebenfalls Widerstand – Gouverneur Chris Waller plädierte bereits im Juli für eine 25-Punkte-Senkung.

Das neue Normal: Weniger Jobs nötig für Wachstum

Interessante Wendung: Die "Gleichgewichtsrate" – die Anzahl benötigter Jobs für Bevölkerungs-wachstum – ist deutlich gesunken. Waren früher 100.000+ Stellen nötig, reichen heute laut Alberto Musalem von der Fed St. Louis nur noch 30.000-80.000. "Das ändert komplett, wie wir Arbeitsmarktdaten interpretieren müssen", erklärt ein BTCC Analyst. Eine kleine Ironie: Ausgerechnet Trumps restriktive Einwanderungspolitik trägt zu diesem Effekt bei.

Was bedeutet das für Anleger?

Die Märkte haben die Zinswende bereits eingepreist. Doch Vorsicht: "Ein drastischer Schnitt von 50 Basispunkten ist unwahrscheinlich", warnt Bradley Saunders von Capital Economics. Die begrenzte Arbeitslosenquote wirkt als Bremse. Für Krypto-Investoren könnte die bevorstehende Liquiditätsspritze interessant werden – historisch profitierten riskante Assets von lockeren Fed-Signalen.

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Alle Daten verifiziert über TradingView und offizielle Fed-Veröffentlichungen.

Häufige Fragen

Warum wurden die Arbeitsmarktdaten so stark revidiert?

Die saisonalen Anpassungsmodelle der Regierung übersahen offenbar strukturelle Veränderungen – insbesondere den Rückgang der Arbeitskräftezuwanderung. Zudem gab es methodische Probleme bei der Erfassung von Teilzeitarbeit.

Wie wirkt sich das auf die nächste Fed-Sitzung aus?

Mit 99%-iger Wahrscheinlichkeit wird es eine Zinssenkung geben. Die Debatte dreht sich nun um das Ausmaß (25 vs. 50 Basispunkte) und die künftige Kommunikationsstrategie.

Hat Trump mit seiner Kritik recht?

Das ist interpretationssache. Zwar lag er mit frühen Senkungsforderungen richtig, doch Powells abwartende Haltung basierte auf den damals verfügbaren (wenn auch falschen) Daten. Hindsight is always 20/20.

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