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US-Handelsministerium erwägt Beteiligungen an Chip-Herstellern – auch nach Intel-Deal (2025)

US-Handelsministerium erwägt Beteiligungen an Chip-Herstellern – auch nach Intel-Deal (2025)

Author:
Sat0shiZ
Published:
2025-08-20 21:13:01
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Das US-Handelsministerium prüft, ob es im Austausch für Fördermittel aus dem CHIPS Act Beteiligungen an Intel und anderen Halbleiterunternehmen erwerben soll. Dies könnte ein Paradigmenwechsel in der Industriepolitik sein – mit weitreichenden Folgen für die Tech-Branche. Kritiker warnen vor politischen Risiken, während Befürworter die Chance für steuerfinanzierte Renditen betonen.

Warum plant das US-Handelsministerium Beteiligungen an Chip-Firmen?

Laut Insiderkreisen will Handelsminister Howard Lutnick mit dem neuen Ansatz die heimische Produktion stärken – ein Kernziel der Trump-Administration. Bereits unter Biden wurde das CHIPS-Programm aufgelegt, doch Lutnick will nun staatliche Beteiligungen als Standard einführen. "Wir erhalten im Gegenzug Eigenkapital, statt einfach nur Zuschüsse zu vergeben", erklärte er gegenüber CNBC. Konkret peilt die Regierung bei Intel zunächst 10% an, wie Pressesprecherin Karoline Leavitt bestätigte.

Wie reagiert die Industrie auf die Pläne?

Die Reaktionen fallen gemischt aus: Während Intel-Verhandlungen bereits laufen, zeigen sich ausländische Hersteller wie Samsung oder TSMC skeptisch. Ein südkoreanischer Regierungsberater monierte mangelnde Planungssicherheit, taiwanesische Beamte kündigten Gespräche mit TSMC an. Interessant: Parallel investierte SoftBank gerade 2 Mrd. Dollar in Intel – ein Zeichen, dass private Investoren trotz Staatsbeteiligung nicht abgeschreckt werden.

Welche Präzedenzfälle gibt es für solche Deals?

Die US-Regierung testete ähnliche Modelle bereits: Bei Nvidia behält sie 15% der China-Chip-Verkäufe ein, das Pentagon wird größter Aktionär eines Bergbauunternehmens. Allerdings stehen solche Deals in der Kritik: "Das erhöht unternehmerische Risiken durch politische Entscheidungen", warnt ein Ökonom. Von den 52,7 Mrd. Dollar CHIPS-Mitteln wurde bisher nur wenig ausgezahlt – Micron, TSMC und Samsung warten noch auf ihre Anteile.

Wie positionieren sich die politischen Lager?

Während TRUMP die "kreative Idee" unterstützt, hatte er eigentlich die Abschaffung des CHIPS Acts geplant. Lutnick wirft der Biden-Administration vor, Geld "einfach verschenkt" zu haben. Die Debatte zeigt: Industriepolitik wird zunehmend zum Spielball parteipolitischer Interessen – mit unklaren Folgen für die betroffenen Unternehmen.

Was bedeutet das für die globale Chip-Industrie?

Experten sehen drei mögliche Szenarien: 1) Ausländische Hersteller könnten US-Projekte verzögern, 2) Sie könnten höhere Förderungen fordern oder 3) Die Regierung macht Ausnahmen für strategisch wichtige Player wie TSMC. Klar ist: Der US-Markt bleibt für alle Hersteller unverzichtbar – was Lutnick zusätzlichen Verhandlungsspielraum verschafft.

Wie geht es jetzt weiter?

Das Handelsministerium will zunächst den Intel-Deal abschließen, bevor es andere Unternehmen anspricht. Parallel laufen Gespräche mit Kongressmitgliedern, um rechtliche Bedenken auszuräumen. Interessanter Aspekt: Auch Investmentlegende Scott Bessent soll in die CHIPS-Gespräche eingebunden sein – ein Signal, dass finanzielle Aspekte im Vordergrund stehen.

|Square

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