Coinbase und PayPal umgehen geschickt das GENIUS Act 2025: Stablecoin-Besitzer profitieren mit +4,1% Rendite
- Was genau regelt das GENIUS Act?
- Wie umgehen Coinbase und PayPal das Verbot?
- Warum reagieren Anleger so positiv?
- Könnte dieser Status quo bald enden?
- Entsteht hier ein neues Oligopol?
- Häufig gestellte Fragen
Während das GENIUS Act eigentlich passive Erträge auf Stablecoins verbieten sollte, finden Coinbase und PayPal kreative Wege, um ihren Kunden weiterhin attraktive Renditen von bis zu 4,1% zu bieten. Diese Entwicklung sorgt für Aufregung im Kryptomarkt und stellt die Wirksamkeit der neuen Regulierung infrage.
Was genau regelt das GENIUS Act?

Das kürzlich in den USA verabschiedete GENIUS Act zielt darauf ab, den Stablecoin-Markt zu regulieren und spekulative Risiken einzudämmen. Konkret verbietet es die Zahlung von passiven Erträgen ("yields") im Bereich von 3-5% auf regulierte Stablecoins. Die Gesetzgeber, insbesondere aus dem republikanischen Lager, argumentieren, dass Stablecoins primär als Zahlungsmittel dienen sollten und nicht als spekulative Anlageprodukte. "Das Gesetz soll systemische Risiken verhindern und den Nutzen von Stablecoins als Zahlungsmittel erhalten", erklärt ein BTCC Analyst.
Wie umgehen Coinbase und PayPal das Verbot?
Der geniale Trick: Beide Plattformen sind nicht die direkten Emittenten der Stablecoins. Coinbase nutzt USDC, der von Circle emittiert wird, während PayPal auf PYUSD von Paxos setzt. Da sie die Tokens nur verteilen und nicht selbst ausgeben, argumentieren sie, dass ihre Angebote keine "Zinsen" im Sinne des Gesetzes sind, sondern "Belohnungen". Coinbase bietet aktuell bis zu 4,1% Rendite auf USDC, während PayPal mit PYUSD ähnliche Konditionen bereitstellt. "Das ist eine Grauzone, aber aktuell vollkommen legal", kommentiert ein Jurist aus Washington.
Warum reagieren Anleger so positiv?
In einem Umfeld mit immer noch relativ hohen Zinsen sind stabile Renditen über 3% äußerst attraktiv - besonders wenn sie von regulierten Plattformen wie Coinbase oder BTCC angeboten werden. "Viele Anleger schätzen die Sicherheit regulierter Anbieter, auch wenn die Renditen vielleicht nicht ganz an DeFi-Produkte heranreichen", erklärt eine Marktbeobachterin. Die Nutzerzahlen belegen den Erfolg: Seit Einführung der Belohnungsprogramme verzeichnen beide Plattformen deutliche Zuflüsse in ihre Stablecoin-Produkte.
Könnte dieser Status quo bald enden?
Experten warnen jedoch vor zu viel Euphorie. Die aktuelle Gesetzeslücke könnte durch einen einfachen regulatorischen Eingriff geschlossen werden. "Es würde schon reichen, wenn der Gesetzgeber das Verbot auf alle mit der Distribution verbundenen Unternehmen ausweitet", erklärt ein Finanzrechtsexperte. Zudem sind die Belohnungen nicht durch Einlagensicherungen wie die FDIC abgedeckt. Ein plötzlicher Richtungswechsel der Plattformen oder regulatorischer Druck könnte die attraktiven Konditionen schnell beenden.
Entsteht hier ein neues Oligopol?
Ein weiteres Risiko: Kleinere Anbieter haben oft nicht die Ressourcen für solche komplexen rechtlichen Konstrukte. "Das könnte langfristig zu einer Marktkonzentration bei wenigen großen Playern führen", warnt ein Branchenkenner. Tatsächlich zeigen Daten von Coinmarketcap, dass USDC und PYUSD seit Einführung der Belohnungsprogramme Marktanteile gewinnen konnten. Die Regulatoren dürften diese Entwicklung genau beobachten - schließlich widerspricht sie dem eigentlichen Ziel des GENIUS Act, Stablecoins als reine Zahlungsmittel zu etablieren.
Häufig gestellte Fragen
Wie können Coinbase und PayPal trotz GENIUS Act Zinsen zahlen?
Sie argumentieren, dass es sich nicht um Zinsen im rechtlichen Sinne handelt, sondern um Belohnungen ("rewards"). Da sie die Stablecoins nicht selbst emittieren, fallen sie nicht direkt unter das Gesetz.
Sind diese Erträge sicher?
Während die Plattformen reguliert sind, sind die Belohnungen nicht durch Einlagensicherungen abgedeckt. Es besteht also ein gewisses Risiko, dass die Programme jederzeit geändert oder eingestellt werden könnten.
Welche Stablecoins sind betroffen?
Hauptsächlich USDC (bei Coinbase) und PYUSD (bei PayPal). Andere große Stablecoins wie USDT oder DAI sind von den Angeboten nicht direkt betroffen.
Könnten andere Plattformen folgen?
Prinzipiell ja, aber kleinere Anbieter haben oft nicht die rechtlichen und finanziellen Ressourcen für solche Konstrukte. BTCC könnte als große Börse theoretisch ähnliche Angebote machen.