Resolv und IoTeX ergreifen Maßnahmen zur Entschädigung ihrer Nutzer, während DeFi-Sicherheitslücken die Verluste 2026 auf über 137 Millionen Dollar steigen lassen
- Wie haben Resolv und IoTeX auf die Sicherheitsvorfälle reagiert?
- Welche Protokolle waren von den Resolv-Problemen betroffen?
- Hat KI DeFi schwerer zu sichern gemacht?
Die DeFi-Branche erlebt 2026 einen turbulenten Start, mit Sicherheitslücken, die zu massiven finanziellen Verlusten führen. Resolv und IoTeX stehen im Mittelpunkt der jüngsten Vorfälle, während die Branche mit den Folgen kämpft. Hier eine detaillierte Analyse der aktuellen Entwicklungen.
Wie haben Resolv und IoTeX auf die Sicherheitsvorfälle reagiert?
Resolv hat einen detaillierten Bericht veröffentlicht, der zeigt, dass eine kompromittierte private Schlüssel es dem Angreifer ermöglichte, 80 Millionen USR-Token zu generieren. Nur wenige Stunden nach der Ankündigung von Resolv eröffnete IoTeX, dessen Cross-Chain-Brücke am 21. Februar ausgenutzt wurde, ein Live-Claim-Portal, das eine 100%ige Entschädigung für betroffene Nutzer bietet. IoTeX-Nutzer können ihren Status überprüfen und ihre Assets über eine Auszahlungsseite zurückfordern. Laut Halborn Security gehört der Vorfall zu den vier größten Hacks im Februar. Mit dem Resolv-Vorfall steigen die kumulierten Verluste im ersten Quartal 2026 auf über 137 Millionen Dollar. Resolv hat angegeben, dass etwa 9 Millionen Token, die vom Angreifer gehalten wurden, zerstört wurden. Der Garantiefonds des Protokolls enthält derzeit etwa 141 Millionen Dollar an Assets, und nur 0,5 Millionen Dollar an Rückkäufen wurden vor der Aussetzung bearbeitet, was die direkten finanziellen Verluste begrenzt.
Welche Protokolle waren von den Resolv-Problemen betroffen?
Die Sicherheitslücke bei Resolv betraf eine Gruppe von DeFi-Plattformen, die USR und verwandte Token als Sicherheit akzeptiert hatten. Paul Frambot, Mitgründer und CEO von Morpho, bestätigte, dass etwa 15 der über 500 Safes des Netzwerks eine signifikante Exposition gegenüber den betroffenen Märkten hatten. Gauntlet erklärte, dass sie noch mit Resolv über eine Regelung verhandeln und an einem Entschädigungsplan für die verbleibenden Mittel arbeiten. Fluid Protocol kündigte an, dass sein Team kurzfristige Kredite erhalten hat, um 100% der derzeit ausstehenden Forderungen abzudecken. Resolv hat zugesagt, alle USR-Positionen vor dem Sicherheitsvorfall abzudecken und notwendige Rückkäufe zu ermöglichen.
Hat KI DeFi schwerer zu sichern gemacht?
Die 137 Millionen Dollar Verluste in DeFi seit Januar deuten auf ein besorgniserregendes Jahr 2026 hin. Zu den schwerwiegendsten Vorfällen gehören Step Finance (27,3 Millionen Dollar), Truebit (26,2 Millionen Dollar), Resolv (über 25 Millionen Dollar) und SwapNet (13,4 Millionen Dollar). Im Vergleich dazu beliefen sich die Verluste im ersten Quartal 2025 und 2024 für den gesamten Kryptosektor auf über 1,64 Milliarden Dollar. DeFi allein im ersten Quartal 2025 verzeichnete etwa 106,8 Millionen Dollar Verluste. KI führt eine neue Dimension in die DeFi-Risikovektoren ein. Im Februar verlor Moonwell Protocol 1,78 Millionen Dollar, wobei Sicherheitsauditor Pashov feststellte, dass einige Commits von Claude Opus 4.6 mitverfasst wurden – was einige als ersten "KI-generierten" DeFi-Exploit bezeichnen.