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Bargeld bleibt unersetzlich, sagt die EZB – aber es bekommt einen digitalen Zwilling

Bargeld bleibt unersetzlich, sagt die EZB – aber es bekommt einen digitalen Zwilling

Author:
R3ktPort
Published:
2025-08-04 22:03:01
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Europas oberste Zentralbank ist sich in einem Punkt sicher: Banknoten werden nicht verschwinden. Am Montag betonte EZB-Direktoriumsmitglied Piero Cipollone, dass Münzen und Scheine weiterhin das Herzstück des Zahlungsverkehrs bleiben werden – selbst während Brüssel die Pläne für einen staatlich unterstützten digitalen Euro vorantreibt.

Er warnte davor, dass ohne eine öffentliche digitale Alternative privat herausgegebene Stablecoins zu viel Einfluss gewinnen könnten – insbesondere im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr.

EZB setzt auf Bargeld und Digitales

Laut einem Blogbeitrag von Cipollone wird der digitale Euro neben dem physischen Geld existieren, es aber nicht ersetzen. Er schrieb, dass Bargeld und digitaler Euro, beide mit vollem gesetzlichen Zahlungsmittelstatus, den Verbrauchern mehr Wahlmöglichkeiten bieten werden.

Berichten zufolge erklärte Cipollone am 8. April, ein digitaler Euro würde den Aufstieg ausländischer Stablecoins in Europa bremsen. Seiner Ansicht nach würden ohne dessen Einführung Risiken bestehen bleiben und wichtige Chancen verpasst werden.

„Bargeld ist unverzichtbar – sowohl als Zahlungsmittel als auch als Wertaufbewahrungsmittel“, so Direktoriumsmitglied Piero Cipollone.

„Wir modernisieren Banknoten, um sicherzustellen, dass sie zugänglich und weitgehend akzeptiert bleiben.“

„Ein digitaler Euro wird dies ergänzen, indem er die Vorteile von Bargeld in digitale Zahlungen überträgt.“

— Europäische Zentralbank (@ecb) 4. August 2025

Private Stablecoins gewinnen an Bedeutung

Kryptozahlungen nehmen zu. Stablecoins werden bereits für viele Alltagskäufe und grenzüberschreitende Geschäfte genutzt. Daten zeigen, dass diese digitalen Münzen oft an den US-Dollar gekoppelt sind und strenge Bankenvorschriften umgehen.

Das bereitet Regulatoren Sorgen, die eine Abwendung vom Euro befürchten. Mit einer eigenen digitalen Währung will die EZB die Kontrolle behalten.

Geringes öffentliches Interesse

Eine Arbeitsstudie vom 13. März ergab, dass Europäer nicht gerade Schlange stehen für einen digitalen Euro. Als Teilnehmer gebeten wurden, 10.000 Euro (ca. 10.800 US-Dollar) auf verschiedene Anlageklassen zu verteilen, wurde nur ein kleiner Teil dem digitalen Euro zugewiesen.

Bargeld dominierte weiterhin. Der Bericht zeigte, dass fast alle Befragten den Großteil ihres Portfolios in Münzen, Scheinen oder traditionellen Bankeinlagen hielten.

Forderungen nach Stablecoin-Regulierung

Einige Analysten argumentieren, dass die Welt ein Regelwerk für Stablecoins benötigt, und betonen, dass eine starke globale Koordination entscheidend ist, um den Einfluss dollar-gebundener Coins zu kontrollieren.

Andere Finanzexperten stimmen zu und heben die Bedeutung von Optionen wie regulierten euro-gebundenen Stablecoins, Distributed-Ledger-Anwendungen und dem digitalen Euro selbst hervor.

Indem die EZB betont, dass Bargeld bleibt, sendet sie eine klare Botschaft: Innovation darf nicht auf Kosten der Stabilität gehen.

Der Plan ist, den digitalen Euro so einzuführen, dass er für alle Europäer funktioniert – egal, ob sie in einer Stadt mit schnellem Internet oder in einer Gemeinde leben, in der Geldautomaten überlebenswichtig sind.

Bildquelle: Meta, Chart von TradingView

Übersetzt von R3ktPort

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