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EU plant Vergeltungszölle gegen USA: Billionen-Drohungen und bourbon-bittere Verhandlungen

EU plant Vergeltungszölle gegen USA: Billionen-Drohungen und bourbon-bittere Verhandlungen

Author:
R3ktPort
Published:
2025-07-17 20:16:02
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Die EU bereitet sich auf einen Handelskrieg mit den USA vor, während die Spannungen zwischen den beiden Wirtschaftsblöcken eskalieren. Mit potenziellen Vergeltungsmaßnahmen im Wert von 74 Milliarden Euro will Brüssel Washington unter Druck setzen - doch die Zeit läuft davon. Hier die wichtigsten Entwicklungen im transatlantischen Zollstreit.

Wie bereitet sich die EU auf mögliche US-Zölle vor?

Die Europäische Kommission hat eine geheime Liste mit möglichen Vergeltungszöllen zusammengestellt, die sie als Antwort auf neue US-Abgaben einführen könnte. Insidern zufolge erwägt Brüssel Exportkontrollen für Waren im Wert von umgerechnet 74 Milliarden Euro (845 Mrd. US-Dollar). Bisher wurde diese Liste jedoch noch nicht mit den EU-Mitgliedstaaten geteilt. Das geplante Paket soll Zölle auf verschiedene US-Produkte enthalten, darunter Autos und Bourbon-Whiskey - beides politisch symbolträchtige Waren.

Was hat Trump jetzt angekündigt?

US-Präsident Donald TRUMP droht seit April mit immer neuen Zöllen gegen die EU. Nach einem zunächst angekündigten 20-Prozent-Zoll, der später auf 10 Prozent reduziert wurde, verkündete er am Sonntag überraschend eine neue Strafabgabe von 30 Prozent, die ab 1. August gelten soll. Trump begründet dies mit dem Handelsdefizit zwischen den USA und der EU. Die Ankündigung löste an den Finanzmärkten Turbulenzen aus - französische und deutsche Anleihen fielen auf Niveaus wie zuletzt während der Euro-Schuldenkrise 2009-2011.

Wie reagiert die EU auf die Drohungen?

EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič warnte, die neuen Zölle würden den transatlantischen Handel in seiner jetzigen FORM "praktisch unmöglich" machen. Brüssel versucht zwar weiter zu verhandeln, bereitet sich aber gleichzeitig auf den Ernstfall vor. Ursprünglich hatte die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen ein zollfreies Abkommen für Industriegüter wie Autos vorgeschlagen, was Trump jedoch als unzureichend ablehnte.

Welche Produkte könnten betroffen sein?

Sollten die Verhandlungen scheitern, plant die EU Vergeltungszölle auf US-Waren im Wert von etwa 11 Milliarden Euro (13 Mrd. US-Dollar). Betroffen wären vor allem Flugzeuge und Ersatzteile, aber auch Autos, Maschinen, Elektrogeräte, Chemikalien, Obst und Gemüse sowie alkoholische Getränke wie Bourbon und Rum. Insider spekulieren sogar über mögliche Maßnahmen gegen US-Techkonzerne.

Wie ist die historische Entwicklung des Konflikts?

Der aktuelle Streit begann im April, als Trump 25-Prozent-Zölle auf europäischen Stahl, Aluminium und Autos verhängte - angeblich um die US-Produktion zu stärken. Die EU antwortete damals mit Gegenmaßnahmen auf US-Waren im Wert von 23,8 Milliarden US-Dollar, setzte diese aber später aus "guten Willen" aus. Seitdem hat Trump mindestens 20 weitere Handelspartner mit Zöllen bedroht, darunter Kanada, Japan und Brasilien. Jetzt droht er sogar mit 50-Prozent-Zöllen auf alle Kupferimporte.

Was bedeutet das für die Wirtschaft?

Investoren sorgen sich zunehmend um die Zukunft der 1,7-Billionen-Dollar-Handelspartnerschaft. Šefčovič betont, die EU müsse ihre Wirtschaft schützen, will aber einen "super-negativen" Ausgang verhindern. Die BTCC-Analysten weisen darauf hin, dass solche Handelskonflikte oft unvorhergesehene Auswirkungen auf Währungsmärkte haben können. Die Unsicherheit hat bereits jetzt zu erheblichen Marktturbulenzen geführt.

Wie geht es weiter?

Alle Augen sind jetzt auf das EU-Handelsausschuss gerichtet, der die endgültige Zollliste genehmigen muss. Bis zum 1. August bleibt wenig Zeit für eine diplomatische Lösung. Sollte es zum Handelskrieg kommen, könnte dies die fragile globale Wirtschaftserholung nach der Pandemie ernsthaft gefährden. Einige Experten vergleichen die Situation bereits mit den protektionistischen Maßnahmen der 1930er Jahre.

Fragen und Antworten zum EU-US-Handelsstreit

Welche Produkte könnten besonders von EU-Zöllen betroffen sein?

Neben den bereits genannten Flugzeugen und Bourbon könnten auch Agrarprodukte wie Sojabohnen und Mais ins Visier geraten, da diese politisch sensible Sektoren in den USA betreffen.

Warum ist der 1. August ein wichtiges Datum?

An diesem Tag sollen Trumps neue 30-Prozent-Zölle in Kraft treten, falls bis dahin keine Einigung erzielt wird. Die EU will bis zu diesem Zeitpunkt ihre Verhandlungsstrategie finalisieren.

Wie wirken sich die Zölle auf Verbraucher aus?

Zölle führen typischerweise zu höheren Preisen für betroffene Produkte. Europäische Autokäufer müssten etwa mit Aufschlägen auf US-Importfahrzeuge rechnen, während Amerikaner mehr für europäischen Wein oder Käse zahlen würden.

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