Binance und Tether fehlen unter den von der EU nach MiCA zugelassenen Unternehmen
Die Europäische Union hat 53 Kryptowährungsunternehmen im Rahmen ihrer erstmals eingeführten Markets in Crypto-Asset (MiCA)-Regulierung genehmigt. Seit dem 7. Juli sind 14 lizenzierte Stablecoin-Anbieter und 39 Krypto-Asset-Dienstleister (CASPs) in der Lage, reibungslos im gesamten EU-Binnenmarkt zu operieren.
𝐌𝐢𝐂𝐀-𝐒𝐭𝐚𝐧𝐝 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝟔 𝐌𝐨𝐧𝐚𝐭𝐞𝐧: 𝐕𝐨𝐥𝐥𝐬𝐭ä𝐧𝐝𝐢𝐠𝐞 𝐋𝐢𝐬𝐭𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐳𝐮𝐠𝐞𝐥𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐒𝐭𝐚𝐛𝐥𝐞𝐜𝐨𝐢𝐧-𝐄𝐦𝐢𝐭𝐞𝐧𝐭𝐞𝐧 & 𝐊𝐫𝐲𝐩𝐭𝐨-𝐀𝐬𝐬𝐞𝐭-𝐃𝐢𝐞𝐧𝐬𝐭𝐥𝐞𝐢𝐬𝐭𝐞𝐫 🇪🇺 6 Monate nach Inkrafttreten der MiCA-Regeln für CASPs — und 12 Monate für Stablecoins — hier ist… pic.twitter.com/5mZwOg30qq
— Patrick Hansen (@paddi_hansen) 7. Juli 2025Zu den bemerkenswerten Lizenznehmern zählen Coinbase, Kraken, Bitstamp und N26. MiCA, das am 30. Dezember 2024 vollständig in Kraft trat, ist der weltweit erste umfassende regulatorische Rahmen für Krypto-Assets. Die Verordnung umfasst unter anderem Verbraucherschutz, Lizenzierung, Offenlegungspflichten und die Emission von Stablecoins.
Trotz dieser Fortschritte fehlen große Player wie Tether und Binance in der genehmigten Liste. Tether, Betreiber des größten Stablecoins USDT, verfügt über keine MiCA-Lizenz. Dies hat bereits zu Delistings auf Börsen wie Coinbase und Crypto.com geführt, da diese die neuen Compliance-Anforderungen für nicht lizenzierte Unternehmen erfüllen müssen.
Ebenso ist Binance, das weiterhin mit regulatorischen Herausforderungen in mehreren Rechtsgebieten zu kämpfen hat, nicht unter den gelisteten CASPs, was Fragen zu seinen zukünftigen Operationen in der EU aufwirft.
Zu den zugelassenen Stablecoin-Emittenten gehören Circle (EURC, USDC), Société Générale-Forge (EURCV, USDCV) und Membrance Finance (EURe, eUSD). Die meisten der erlaubten Token sind Euro-basiert, aber es gibt auch einige US-Dollar-gedeckte Assets und einen, der an die tschechische Krone gekoppelt ist.
Allerdings hat sich noch kein Unternehmen für die Emission von Asset-Referenzierten Token (ARTs) registriert, einer Art von Stablecoin, der an einen Warenkorb gebunden ist. Laut EU-Beamten liegt dies an den hohen Compliance-Kosten und der derzeit geringen Nachfrage auf dem Markt.
Die regulatorische Kontrolle wird ebenfalls strenger. Über 35 Krypto-Unternehmen wurden als nicht konform gemeldet, wobei Italiens CONSOB als führende Aufsichtsbehörde unter MiCA hervortritt.
Das nächste MiCA-Update wird für Ende September erwartet. Die Branche arbeitet unter Hochdruck daran, die strengen Anforderungen der Verordnung zu erfüllen, bevor weitere Durchsetzungsmaßnahmen und Kontrollen folgen.
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Übersetzt von R3ktPort